Bauchnabelpiercing: Alles, was du wissen solltest!

Bevor du dir ein Bauchnabelpiercing stechen lässt, solltest du einige Dinge beachten! Ab wann darf man sich piercen lassen? Wie viel kostet es und tut es eigentlich weh? Wir beantworten euch alle Fragen! 

Bauchnabelpiercing Kosten, Alter und Schmerzen: Alles, was du wissen musst
Mit der richtigen Pflege wird dein Bauchnabelpiercing schnell zum schönen Hingucker
Inhalt
  1. Bauchnabelpiercing: Was ist zu beachten? 
  2. Ab wann darf ich mir ein Bauchnabelpiercing stechen lassen?
  3. Ich will ein Bauchnabelpiercing! Und jetzt?
  4. Kann sich jeder ein Bauchnabelpiercing stechen lassen? 
  5. Wie viel kostet ein Bauchnabelpiercing?
  6. Bauchnabelpiercing stechen: Wie lange dauert die Heilung?
  7. Bauchnabelpiercing: So verläuft das Stechen!
  8. Tut ein Bauchnabelpiercing weh? So schlimm sind die Schmerzen wirklich! 
  9. Wie pflege ich mein Bauchnabelpiercing richtig?
  10. Wie lange darf ich mit einem neuen Bauchnabelpiercing keinen Sport machen?
 

Bauchnabelpiercing: Was ist zu beachten? 

Das Bauchnabelpiercing gehört zu den beliebtesten Stellen, wenn es um Körperschmuck geht. Bevor du dir ein Bauchnabelpiercing stechen lässt, solltest du jedoch einige Dinge beachten! So schön ein Piercing auch ist, gibt es leider Risiken und Schmerzen, die unbedingt vermieden werden sollten. Damit ist nicht nur dein Alter oder die passende Hygiene beim Stechen gemeint, sondern auch die richtige Pflege danach. Wir haben mit Tattoo- und Piercing-Experte Oliver Loichinger, aus Münchens bestbewertetem Studio Medusa, gesprochen und für euch ein paar spannende Fakten und Tipps zum Thema Bauchnabelpiercing zusammengestellt. 

GALERIE: DAS BEDEUTEN DIE TATTOOS DER STARS 

 

Ab wann darf ich mir ein Bauchnabelpiercing stechen lassen?

Du hast gedacht, dass ein Piercing zu den Dingen gehört, die man erst ab 18 machen darf? Falsch gedacht! Ab einem Alter von 14 Jahren kannst du über ein Bauchnabelpiercing nachdenken. Wenn du noch unter 14 bist, solltest du unbedingt noch damit warten, da du gerade voll im Wachstum bist und sich deine Haut noch zu sehr ausdehnt. "Hast du dich für ein Piercing im Bauchnabel entschieden, brauchst du unter 18 Jahren auf jeden Fall eine Einverständniserklärung deiner Eltern", verrät Piercing-Experte Oliver Loichinger, "wenn der/die Piercer/in dir ohne diese Erlaubnis eins stechen würde, könnten sie ihn/sie verklagen. Daher wird das auch kein/e professionelle/r Piercer/in machen."  Bist du allerdings volljährig, trägst du selbst die Verantwortung über deinen Körper und benötigst kein Einverständnis. Dennoch solltest du dich davor immer selbst hinterfragen, bevor du dir ein Piercing stechen lässt, um sicherzugehen, dass du es auch wirklich auf Dauer willst.

 

Ich will ein Bauchnabelpiercing! Und jetzt?

Wenn du dich dazu entschieden hast, dir ein Bauchnabelpiercing stechen zu lassen, ist es wichtig, das richtige Studio dafür zu finden. Erkundige dich bei Freunden oder Verwandten oder auch Fremden auf der Straße mit coolen Piercings, ob sie ein gutes Studio kennen. Persönliche Empfehlungen sind immer die besten! Mach einen Beratungstermin bei einem/r Piercer/in aus – wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du auch mehrere vergleichen. Vor Ort kannst du dich erst mal gründlich beraten lassen. Woher weiß ich, welcher Piercer der/die Richtige ist? Piercing-Experte Oliver hat die Antwort für euch: "Um herauszufinden, ob das Studio gut ist, beachte folgende Dinge: Ist alles sauber? Wird steril gearbeitet? Nimmt der/die Piercer/in sich Zeit für dich und klärt dich über alle Risiken und die Pflege deines Bauchnabelpiercings auf? Wenn das alles passt und du ein gutes Gefühl hast, kannst du einen Termin fürs Stechen ausmachen."

 

Kann sich jeder ein Bauchnabelpiercing stechen lassen? 

Bauchnabelpiercing stechen lassen unten
Wenn die obere Hautfalte am Bauchnabel zu klein ist, kann man sich ein Bauchnabelpiercing auch unten stechen lassen. 

Nicht jeder kann sich ein klassisches Bauchnabelpiercing stechen lassen! Ein Beratungstermin ist daher auch aus diesem Grund sehr wichtig. Wenn deine obere Hautfalte am Bauchnabel zu klein ist, kann es sein, dass ein Bauchnabelpiercing bei dir gar nicht möglich ist. Wenn zu wenig Haut da ist, kann das Piercing nämlich rauswachsen. Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern tut auch richtig weh. Manche Leute weichen dann auf die untere Hautfalte aus, dort ist meistens mehr Haut zum Stechen verfügbar. Natürlich sieht ein Bauchnabelpiercing an dieser Stelle anders aus. (siehe Bild oben)  

 

Wie viel kostet ein Bauchnabelpiercing?

Die Kosten für ein Bauchnabelpiercing können sich von Studio zu Studio unterscheiden. "Der Preis sollte für dich aber nicht ausschlaggebend sein, schließlich wird ein Eingriff an deinem Körper vorgenommen, der korrekt und hygienisch ablaufen soll", erklärt Oliver, "und auch das Desinfizieren, die Materialien und Co. kosten etwas. Wenn ein Studio das Piercen also sehr günstig anbietet (z.B. 10 Euro), kannst du davon ausgehen, dass an anderer Stelle, wie eben der Hygiene, gespart wird." Ansonsten belaufen sich die Kosten für ein Bauchnabelpiercing im Schnitt auf 50 bis 80 Euro. 

 

Bauchnabelpiercing stechen: Wie lange dauert die Heilung?

Eine ganz einfaches Körperteil ist der Bauchnabel für ein Piercing nicht, ein/e professionelle/r Piercer/in hat aber auch damit kein Problem. Wichtig ist nur, dass du dich gründlich darum kümmerst und es sauber hältst,  bis die Wunde verheilt ist – da können schon auch mal sechs Wochen bis drei Monate oder noch mehr Zeit vergehen. Überlege dir also gut, ab wann du das Bauchnabelpiercing tragen kannst, ohne, dass es dich zu sehr beeinträchtigt. Der Piercing-Experte rät: "Steht in nächster Zeit ein Urlaub am Strand (Sonne, Salz, Sand) oder viel Sport und ähnliches (Reibung durch enge Klamotten, viel Bewegung, anspannen der Bauchmuskulatur) an, dann solltest du mit dem Stechen lassen noch etwas warten."

Bauchnabelpiercing: Alles was du wissen solltest!
Der/die Piercer/in sticht mit einer Nadel das Loch für dein Bauchnabelpiercing
 

Bauchnabelpiercing: So verläuft das Stechen!

  • Als Erstes musst du dich hinlegen, weil dein Bauch und die Haut sich so am besten entspannen können. Dann wird die Stelle, die gepierct werden soll, desinfiziert, betäubt und anschließend durch einen kleinen Punkt markiert.
  • Der/die Piercer/in lässt dich dann noch mal in den Spiegel gucken, ob dir diese Stelle auch gefällt. Falls du doch unsicher bist, trau dich auf jeden Fall etwas zu sagen. Lieber brecht ihr den Termin ab, als dass du dann ein Piercing hast, dass du nicht möchtest!
  • Mit einer speziellen Zange wird die Haut fixiert und eine Nadel wird durch die Markierung gestochen. Meistens wird das Bauchnabelpiercing nicht direkt durch den Nabel, sondern oberhalb durch die Hautfalte gestochen.
  • Gleichzeitig mit der Nadel wird ein kleiner Plastikschlauch durch das frisch gestochene Loch geführt. So kann der/die Piercer/in problemlos den Piercingschmuck einsetzten. Der Schlauch wird ganz zum Schluss entfernt. 
 

Tut ein Bauchnabelpiercing weh? So schlimm sind die Schmerzen wirklich! 

Ob es wehttut, ein Bauchnabelpiercing stechen zu lassen, hängt ein bisschen davon ab, wie schmerzempfindlich du bist. Angenehm ist es sicherlich nicht, aber es dauert in der Regel nicht mehr als 30 Sekunden. Meistens brennt es nach dem Stechen und beim Verheilen mehr. Wenn offene Wunden, blaue Flecken oder Narben bei dir generell lange brauchen, um zu verheilen, kannst du davon ausgehen, dass auch dein Piercing etwas Geduld verlangt. Ein Tipp vom Experten: "Sei vor deinem Termin ausgeschlafen, fit und auf keinen Fall nüchtern (ohne Essen). Fühlst du dich krank oder bist generell nicht gut drauf, lass den Termin lieber verschieben."

 

Wie pflege ich mein Bauchnabelpiercing richtig?

Am Anfang muss das Bauchnabelpiercing mit einem sterilen Verband oder Pflaster abgeklebt werden. Damit sich nichts entzünden kann. Das Pflaster solltest du regelmäßig wechseln und die Wunde auch immer wieder desinfizieren. Dafür bekommst du meistens ein Kit mit allen Pflegeprodukten mit. "Achte darauf, dass die Wunde immer sauber bleibt und du (oder andere) auch nicht mit deinen Fingern dran gehst. Um die Entzündungsgefahr zu minimieren, verzichte erstmal auf Schwimmbäder, Badewannen, Solariumgänge und zu enge Kleidung wie High-Waist-Hosen am Bauch", empfielt Oliver Loichinger. Andere Schmuckstücke kannst du frühestens nach zwei Monaten rein machen. Es ist aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich, wann es ganz abgeheilt ist. "Achtung! Du solltest sofort zu deinem/r Piercer/in gehen, wenn die Haut um den Bauchnabelpiercing sehr rot oder deutlich entzündet ist oder gar eitert. Die können dir dann weiterhelfen. UND: Kaufe deinen Schmuck immer im Studio und lege Wert auf hochwertige Materialien, anstatt Billigware aus dem Internet zu bestellen. Am besten verträgt der Körper Titan", verrät Oliver.

Bauchnabelpiercing: Alles was du wissen solltest!
Bauchnabelpiercing und Sport – Pass gut auf!
 

Wie lange darf ich mit einem neuen Bauchnabelpiercing keinen Sport machen?

Hier gibt es keine allgemeingültige Antwort. Da es sich um eine Wunde handelt, musst du vorsichtig sein, denn sie kann sich durch Dreck, Schweiß oder übermäßige Reibung entzünden. Sport, bei dem du direkt auf das Bauchnabelpiercing kommst (zum Beispiel beim Reck-Turnen oder ähnliches), solltest du erstmal aussetzen und warten, bis dein Piercing vollständig abgeheilt ist und du es herausnehmen kannst. So oder so solltest du den Körperschmuck beim Sport abnehmen oder zumindest abkleben, da du sonst hängen bleiben könntest und es herausreißt. Gib deinem Körper Zeit, so hast du noch sehr lange viel Freude mit deinem coolen Accessoire. 

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