Corona: Neue BioNTech Studie verunsichert Geimpfte

Eine neue Studie aus Belgien deckt auf, dass Bi­oN­Tech Geimpfte weniger Antikörper entwickeln. Was das jetzt für Folgen hat!

Corona Studie: so gefährlich leben BioNTech Geimpfte
Die Mehrheit der Deutschen ist mit BioNTech geimpft. Wird das jetzt zum Problem?
Inhalt
  1. BioNTech:  Deutschlands Impfstoff Nummer 1
  2. Moderna gegen BioNTech
  3. Mehr Antikörper bedeuten besseren Impfschutz?
  4. Moderna und BioNTech Impfungen unterschiedlich
  5. Nicht nur Antikörper wichtig
  6. Wie gut schützt BioNTech?
 

BioNTech:  Deutschlands Impfstoff Nummer 1

Bis Anfang September wurden über 114 Millionen Dosen Impfstoff nach Deutschland geliefert. Eine überwiegende Mehrheit (fast 83 Millionen) sind dabei von BioNTech/Pfizer zur Verfügung gestellt worden.
Damit ist der Impfstoff die Nummer eins bei uns. Kein Wunder: versprach das Vakzin noch Anfang des Jahres einen 95-prozentigen Schutz gegen SARS-CoV-2. Doch angesichts der neuen Delta Variante, die sich seit Juni ausbreitet und nun für fast alle Neuinfektionen verantwortlich ist, fragen sich immer mehr:
Hilft das Vakzin von BioNTech denn auch JETZT gegen eine Infektion?

Eine neue Studie aus Belgien stellt dies in Frage und sorgt für Unruhe.

Mehr Infos ▶️  zwei Impfungen reichen nicht 

 

Moderna gegen BioNTech

In der neuen Studie aus Belgien wurden die beiden zugelassenen mRNA Impfstoffe von Moderna und BioNTech verglichen. Festgestellt wurde, dass Moderna Impflinge deutlich mehr Antikörper produzieren würden als BioNTech-Probanden. Ein Problem für die Millionen BioNtech Geimpften?

 

Mehr Antikörper bedeuten besseren Impfschutz?

Mehr ist besser? Das könne bei Antikörpern nicht pauschalisiert werden, wie Immunologe Carsten Watzl von der Technischen Universität Dortmund im Gespräch mit der Deutschen Welle erklärt: „Sie (Antikörper) binden das Virus so, dass es keine weiteren Zellen mehr infizieren kann. Aber wie hoch die Anzahl dieser Antikörper sein muss, ist eben noch unklar", erläutert Watzl. 

  • Es ist noch nicht klar, wie viele Antikörper genug sind, um vor einer Infektion zu schützen.

Damit kann auch nicht klar gesagt werden, dass die Anzahl der durch die BioNTech Impfung produzierten Antikörper nicht ausreichend seien.

 

Moderna und BioNTech Impfungen unterschiedlich

Beide Impfstoffe – von Moderna und BioNTech – sind mRNA Impfstoffe, weshalb viele Menschen denken, es handle sich eigentlich um den selben Impfstoff. Ein Irrtum: So enthält Moderna nämlich 100 Mikrogramm Wirksubstanz, BioNTech nur 30 Mikrogramm. Allein dies sorgt schon für unterschiedliche Immunantworten bei Geimpften. Außerdem waren die Impf-Abstände in der Studie unterschiedlich. Moderna wurde im Abstand von vier Wochen, Biontech im Abstand von drei Wochen verimpft.

 

Nicht nur Antikörper wichtig

Neben Antikörpern sind auch die T-Zellen wichtig im Kampf gegen eine Infektion, wie Watzl erklärt. Diese nehmen ihre Arbeit im Kampf gegen das Virus auf, wenn es in Zellen eingedrungen ist und die Antikörper das Virus nicht mehr erreichen können.
T-Zellen würden die infizierten Zellen dann abtöten, damit sich das Virus nicht weiter entwickeln kann. Die T-Zellen lassen sich auch messen – was aber laut Expert*innen deutlich schwieriger ist als bei Antikörpern.
Die T- Zellen wurden in der Belgischen Studie aber nicht untersucht.   

Mehr Infos ▶️  Wie gefährlich ist die neue Mu Variante?

 

Wie gut schützt BioNTech?

Da Studien meist der schnellen Virus Entwicklung hinterherhinken ist die Frage nicht leicht zu beantworten. Aktuell steht in Deutschland der Schutz vor der Delta Variante im Mittelpunkt. Wie sieht also der Schutz vor Delta von BioNTech Geimpfte aktuell aus?

Studien aus UK (durchgeführt im April/Mai 2021) zeigen, dass das Vakzin von BioNTech zu

  • 88% effektiv gegen eine symptomatische Erkrankung durch B.1.617.2 / Delta (zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis) und zu
  • 96% effektiv gegen eine schwere Erkrankung sei.

Spätere Studien aus Israel geben den Wert mit

  • 39% Schutz gegen eine Infektion
  • 90% Schutz gegen eine schwere Infektion an.