Survival-Training: Wie du in der Wildnis überlebst

Ist hier jemand? Wenn du in der Wildnis überleben möchtest, musst du auf viele verschiedene Dinge achten.
Ist hier jemand? Wenn du in der Wildnis überleben möchtest, musst du auf viele verschiedene Dinge achten. Foto: StockPhotoPro/ stock.adobe.com

Schlafstätte bauen

Die DIY-Schlafstätte schützt dich in der Nacht.  Foto: Shutterstock

Der Bau einer Schlafstätte steht ganz oben auf deiner To-do-Liste. Dein kuscheliges Bett musst du wohl oder übel gegen ein praktisches Laub-Zelt eintauschen. Es schützt dich in der Nacht vor Kälte und hält dich bei Regen trocken. Für deine Notunterkunft benötigst du Äste und Laub. Such dir zuerst eine trockene, möglichst windgeschützte Stelle. Ein Y-förmiger Ast (Astgabel) markiert den Eingang deines Zelts. Auf ihn wird ein großer, stabiler Ast gelegt, der auf der anderen Seite auf dem Boden aufl iegt. Weitere Äste an der Seite geben der Konstruktion mehr Halt. Zuletzt wird aus Laub ein dichtes Dach auf die Äste gelegt.

Dein Magen meldet sich mit lautem Knurren – Hunger! Die letzten Kekse aus deinem Rucksack hast du auch schon verdrückt. Verhungern musst du dennoch nicht, denn in der Wildnis findest du so einiges Essbares. Selbst wenn du im ersten Moment denkst „Igitt, wie eklig!“, Insekten sind eine gute Nahrungsquelle. Heuschrecken schmecken geröstet am besten, Ameisen solltest du vorher kochen. Regenwürmer haben übrigens einen sandigen Geschmack. Ganz wichtig: Finger weg von Pflanzen, die du nicht kennst! Eine Pflanzenvergiftung macht sich oft durch Übelkeit oder Schwindel bemerkbar.

Gefahren in der Wildnis

Du kannst erleichtert aufatmen: Die Wahrscheinlichkeit, in freier Wildbahn auf einen Bären zu treffen, ist ziemlich gering. In Deutschland gilt der Braunbär schon lange als ausgestorben. Zudem sind Bären scheue Tiere, die Menschen lieber aus dem Weg gehen. Auch die Waldbewohner Wolf und Wildschwein meiden Begegnungen mit dem Menschen. Triffst du trotzdem auf ein wildes Tier, ist es wichtig, dass du Ruhe bewahrst. Indem du dich langsam und vorsichtig zurückziehst, signalisierst du dem Tier, dass du keine Bedrohung darstellst.

Orientierung in der Wildnis

„Hilfe, wo bin ich?“ Schilder, die dir den Weg weisen, suchst du in der Wildnis vergeblich! Schnell bei Google Maps nachschauen? Nope, deinem Handy ist schon längst der Saft ausgegangen. Die Faustregel in der Wildnis: Mach dich mit deiner Umgebung vertraut! Präg dir besondere Stellen ein.

Feuer machen

Pfadfinder schwören in der Natur auf die Feuerbohren-Methode. Foto: Alamy

Die richtige Ausrüstung

Das Wetter

In der Natur bist du Wind und Wetter gnadenlos ausgesetzt, die Frage „Wie wird das Wetter?“ spielt für dich eine wichtige Rolle. Veränderungen in deiner Umgebung können dir eine Antwort liefern. Anhand dieser Wetter-Signale lässt sich eine Vorhersage treffen. So kündigen zum Beispiel viele Nacktschnecken und Regenwürmer einen Regenschauer an. Kurz vor dem Niederschlag verströmen Pflanzen und Bäume einen intensiveren Geruch. Große dunkle Wolken und starker Wind verraten dir, dass ein Gewitter im Anmarsch ist. Bei Gewitter gilt: in die Hocke gehen und sich klein machen!

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