Neue Corona-Regeln für Schulen: was gilt jetzt?

Neue Corona-Regeln: Was gilt im Januar 2021 für Schüler*innen? Die Kultusminister haben festgelegt, wie lange die Schulen in Deutschland noch geschlossen haben . . .

Corona Regeln für Schulen 2021
Auch Anfang 2021 müssen Schüler wegen Corona zuhause lernen
Inhalt
  1. Corona: Wie lange bleiben die Schulen geschlossen? 
  2. Corona: Ein Stufenplan legt fest, wer wieder in die Schule muss!
  3. Corona: Was gilt jetzt an Schulen?
  4. Corona: So sieht es in den einzelenen Bundesländern mit den Schulschließungen aus

Die Corona-Pandemie trifft besonders Schüler*innen in Deutschland – denn ein Schulalltag ist nicht möglich. Doch auch nach Wochen des Lockdowns ist eine Rückkehr zur Normalität nicht in Sicht.

Hinweis: dieser Artikel wird von der BRAVO Redaktion immer wieder geupdatet. Aktueller Stand 8. Januar

 

Corona: Wie lange bleiben die Schulen geschlossen? 

Die Sitzung der Kultusminister vom 4. Januar 2021 bringt keine Entspannung für Schüler*innen. Schon im Vorfeld plädierten Politiker für eine Verlängerung des harten Lockdowns, inklusive der geschlossenen Schulen. Wie lange die Schulen geschlossen bleiben, wird jetzt ein Stufenplan festlegen. Und wie so oft während der Corona-Pandemie gilt: jedes Bundesland darf selbst entscheiden, wie es für seine Schüler*innen genau weiter gehen wird und wie lange sie nicht in die Schule dürfen und ein Präsenzunterricht nicht möglich ist. Eine Auflistung der aktuellen Maßnahmen unten 🙈

 

Corona: Ein Stufenplan legt fest, wer wieder in die Schule muss!

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, fordert im ARD-Morgenmagazin: „Präsensunterricht ist wegen des hohen Infektions-Geschehens nicht möglich“, so Meidinger, „Wir müssen volle Klassen bei diesem hohen Infektionsgeschehen vermeiden!" – und das sieht der Stufenplan vor. Nach einer Sitzung am 4. Januar wurde beschlossen, die Schulen vorerst weiter geschlossen zu halten und nur Stück für Stück wieder zu öffnen!

 

Corona: Was gilt jetzt an Schulen?

  • Die Schulpflicht besteht trotz Corona weiter: Für fast alle Schüler*innen gilt aber Distanz-Unterricht. Die Schulen bleiben fast alle geschlossen. Ein Stufenplan soll aber festlegen, wann welche Jahrgangstufen zurück in die Schule dürfen/sollen.
  • Stufe 1: Schüler der 1. bis einschließlich 6. Klasse sollen wieder zur Schule gehen dürfen. Mit dem Zusatz: wenn es die Infektions-Zahlen zulassen. Das wird je nach Bundesland (s.u.) verschieden sein – frühestens soll die Stufe 1 aber erst im Februar beginnen können. Wann Stufe 1 in welchem Bundesland dann genau beginnt und wann die Schulen für die erst- bis sechst-Klässler nicht mehr geschlossen sind, muss noch festgelegt werden.
  • Stufe 2: Schüler*innen ab der 7. Klasse der allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen dürfen im Wechsel-Unterricht zur Schule. Wechsel-Unterricht kennt ihr: alle betroffenen Schüler*innen werden in Gruppen eingeteilt, die abwechselnd in die Schule dürfen bzw. zu Hause unterrichtet werden. In welchem Rhythmus sich abgewechselt wird, entscheiden die Schulen. Ab wann Stufe 2 gilt (z.B. ab welchem Inzidenz-Wert) steht auch noch nicht fest.
  • Stufe 3: Alle Schüler*innen, aus allen Jahrgangsstufen sollen/dürfen wieder zur Schule – die Schulen haben also wieder regulär geöffnet. Bleibt zu hoffen, dass das möglichst schnell möglich sein wird.
  • Ausnahmen vom Distanzunterricht bzw. Abweichungen von dem Stufenplan gibt es wohl nur für Abschlussklassen (Abitur, Mittlere Reife). In diesen Abschlussklassen soll Wechsel- oder Präsenzunterricht stattfinden.
  • Die Ferien werden zum Teil verlängert/verschoben: Einzelne Bundesländer wollen durch eine Verschiebung oder Veränderung der Ferien eine Entspannung der Ansteckungs-Werte erreichen. Nachzulesen sind derartige Pläne auf den Websiten der jeweiligen Kultusministerien.  
  • Lehrpläne kürzen? Das soll nicht passieren – heißt: es soll weiterhin die Menge an Lehrstoff vermittelt werden, wie in bisherigen (Nicht-Corona-) Jahrgängen.

 

Corona: So sieht es in den einzelenen Bundesländern mit den Schulschließungen aus

Hinweis: Auch wenn einige Schulen in den Wechsel- oder Präsenzunterricht zurückkehren, gelten weiterhin die bekannten Hygiene- und Abstand-Maßnahmen an die sich bitte zu halten ist. Für weiterführende Informationen zu den Schulen der einzelnen Bundesländer, empfehlen wir einen Blick auf die Websiten der jeweiligen Kultusministerien. Auufgrund der Lage und stetig neuen Beschlüssen kann es durchaus vorkommen, dass die hier aufgeführten Beschlüsse wieder abgeändert wurden (aktueller stand 8.1.)

  • Schulen weiter geschlossen in Baden-Württemberg: "Schulen bleiben zunächst weiterhin geschlossen", so das Kultusministerium Baden-Württemberg. Das Ziel ist, zumindest Grundschulen ab dem 18. Januar wieder zu öffnen. Auch Abschlussklassen, sollen dann wieder in die Schule gehen dürfen. Ob das möglich ist, sollen zeitnahe Gespräche klären. 
     
  • Schulschließungen in Bayern dauern an: Bis 29. Januar 2021 bleiben die Schulen geschlossen und es findet für alle Jahrgangsstufen Distanzunterricht statt. Sollten die Corona Infektionswerte bis Ende Januar gesunken sein, kann mit dem oben genannten Stufenplan und der Öffnung der Schulen begonnen werden. 
     
  • Berlin öffnet Schulen teilweise: In Berlin findet weiterhin kein Regelunterricht statt. Für die Abschlussklassen gilt ab 11. Januar Wechselunterricht. Ab 18. Januar sollen die Jahrgangsstufen 1 bis 3 im Präsenzunterricht für drei Stunden täglich in die Schulen dürfen. Ab 25. Januar sollen die Stufen 4 bis 6 folgen. Nach dem 8. Februar (Ende der Winterferien) soll Wechselunterricht stattfinden. 
     
  • Schulschließungen Brandenburg: Bis vorerst 10. Januar findet weiter Distanzunterricht statt – nur für Abschlussklassen öffnen die Schulen. Welche Regeln ab 11.1. gelten, muss noch beschlossen werden. 
     
  • Corona-Tests für Schüler*innen in Bremen: Vom 11. bis 15.1. bietet die Stadt Bremen den Schüler*innen Covid-Tests auf freiwilliger Basis an. Die Anwesendheitspflicht bleibt bis 31. Januar ausgesetzt. Den Klassen 1 bis 6 soll Präsenzunterricht ermöglicht werden, die Klassen 7 bis 9 sollen im Wechsel in die Schulen dürfen. 
     
  • Schulen weiter weitestgehend zu in Hamburg: Der Schulbetrieb in Hamburg bleibt weiter eingeschränkt und auch bis 31.1. findet kein Präsenzunterricht statt. Eltern dürfen aber entscheiden, ob ihre Kinder zuhause oder in der Schule lernen sollen. Bisher wird das Angebot angeblich nur von 20 Prozent der Schüler genutzt.  
     
  • Präsenzpflicht an Schulen in Hessen weiter ausgesetzt: Bis 31.1. gelten in Hessen folgende Regeln an den Schulen: Schüler*innen der Klassen 1 bis 6 dürfen – müssen aber nicht – in die Schulen. Die Präsenzpflicht bleibt weiter ausgesetzt. Ab den 7. Klassen findet Distanz-Unterricht statt. Prüfungen die aufschiebbar sind, finden nicht statt. Abschlussklassen sollen in den Schulen unterrichtet werden. 
     
  • Schulen in Mecklenburg-Vorpommern: Wie in anderen Bundesländern ist die Präsenzpflicht bis zum 31.1. aufgehoben. Für die Klassen 1 bis 6 wären die Schulen geöffnet. Auch für Abschlussklassen ist Präsenzunterricht möglich.  
     
  • Schulen im Wechselunterricht in Niedersachsen: Vom 11.1  bis zum Ende des Schulhalbjahres am 29. Januar findet Wechselunterricht und Distanzlernen statt. Das Kultusministerium Niedersachen strebt aber eine schnelle Umsetzung des oben aufgeführten Stufenplans an, wie auf der Website des Minesteriums zu lesen ist. Der Wechsel aus Distanz- und Präsenz-Unterricht wird in verschiedene Szenarien unterteilt. 
     
  • Schulen geschlossen in Nordrhein-Westfalen: In allen Schulen wird spätestens ab 13.1. für alle Jahrgangsstufen als Distanzunterricht eingeführt. Bis 31.1. sollen die Schulen geschlossen bleiben. 
     
  • Fernunterricht für Schüler*innen in Rheinland-Pfalz: Bis zum 15. Januar 2021 findet ausschließlich Fernunterricht statt. Abiturprüfungen im Januar sollen weiter in der Schule durchgeführt werden. Wie es danach weiter geht, muss noch beschlossen werden. 
     
  • Lockdown auch für Schulen im Saarland verlängert: Alle Schüler*innen sollen bis 31.1. zuhause bleiben. Nur Abschlussklassen sollen gestaffelt in die Schulen zurückkehren. 
     
  • Schulen weiter geschlossen in Sachsen: Auch in Sachsen bleiben die Schulen bis 31. Januar zu! Ab 18. Januar sollen aber die Abschlussklassen in die Klassenräume zurück dürfen. Die Winterferien sollen verkürzt werden und nun vom 31.1. bis 6.2. andauern – Osterferien sollen dafür verlängert werden und schon am 27. März beginnen und wie geplant am 10. April enden. 
     
  • Auch in Sachsen-Anhalt bleiben die Schulen zu: Ab dem 11.1. bleiben die Schulen geschlossen und auch hier dürfen/können nur die Abschlussklassen in die Schulen kommen.
     
  • Schleswig-Holstein lässt Schulen weiter geschlossen: Ab dem 11. Januar sollen die Schülerinnen und Schüler in der Distanz lernen und der Präsenzunterricht ist ausgesetzt. Abschlussjahrgängen soll ab 11.1. Präsenzunterricht angeboten werden. 
     
  • Ferien verschoben, Schulen geschlossen in Thüringen: Schulen bleiben bis 31. Januar 2021 geschlossen, wobei die Winterferien auf den 25.1. (bis 29.1.) vorverlegt werden und nicht wie geplant in der zweiten Februarwoche sind. Abschlussprüfungen sollen den Schulen gehalten werden. Erst ab 1. Februar sollen die Schulen langsam wieder öffnen. Details gibt es noch nicht.