Entschlüsselt: Die Psychotricks aus der Netflix-Serie "Haus des Geldes"

Netflix: Die Psychotricks des Professors aus Haus des Geldes
Foto: Netflix

Emotionen pur

Der Professor weiß, dass sich Menschen fast immer von Gefühlen leiten lassen. Das heißt, er zieht nicht nur logisches Denken in seine Planung mit ein, sondern auch Emotionen! Sein Trick: andere nicht – nicht mal die Polizei – unter Druck setzen. Denn das würde zu Panik führen, und dann lassen sich Situationen nicht mehr steuern.

Kenn deine Mitmenschen. Ist jemand aufbrausend wie Tokio oder mitfühlend wie Rio? Der Professor weiß exakt, wie seine Bande tickt, und gibt jedem genau die Aufgaben, die perfekt zu seinem Charakter passen. So fühlt sich niemand überfordert – und alle bleiben cool!

Tokio kann sich nur schwer beherrschen... Foto: Netflix

Sergio Marquina, wie der Professor wirklich heißt, lenkt seine Feinde geschickt von sich ab, indem er die Ordnungshüter gegeneinander aufhetzt. Er tut so, als hätte er einen Informanten in den Reihen der Polizei. Und während die Kommissare damit beschäftigt sind, den angeblichen Spion zu finden, hat er freie Bahn für seine Pläne ...

Wer fragt, der führt

Psychologischer Fakt: In einem Gespräch hat immer der die Oberhand, der Fragen stellt. Das nutzt der Gangster-Boss für sich. Immer wenn Raquel gefährliche Fragen stellt und sie ihm auf die Schliche kommen könnte, beginnt er, Gegenfragen zu stellen. Und zwar absichtlich dumme, z.B. über ihr Sexleben – das bringt seine Verfolgerin total aus dem Konzept, und sie kümmert sich augenblicklich nicht mehr um die wichtigen Fragen.

Du kennst es: Du hast einen Streit und brüllst rum. Dein Gegenüber auch – zack, die Situation eskaliert. Der Professor vermeidet solche Momente mit einem Trick: SCHWEIGEN! Immer wenn ihn jemand krass angeht, zieht er sich zurück und lässt den anderen mit dessen Wut allein – und sich abregen. Er redet erst wieder, wenn sein Gesprächspartner wieder vernünftig ist.

Charme pur!

Support schafft Stärke

Wer Boss sein will, muss sich auch so verhalten. Das macht auch der Professor. Er behandelt seine Crew nicht wie Angestellte. Er ist fair, und auf ihn ist Verlass. Das spornt die Bande zu Höchstleistungen an.

Der Professor entlockt anderen easy Geheimnisse – vor allem Ermittlerin Raquel. Wie er das schafft? Erst stellt er eine Frage, hängt aber sofort einen Satz wie „Oh, sorry! Du muss das nicht erzählen“ an und gibt sich schüchtern. Sein Gegenüber hat dadurch das Gefühl, ihn beruhigen zu müssen, und plappert los – samt allen Geheimnissen. Menschen sind sehr sozial und wollen sich mit anderen austauschen! Das nutzt der Professor aus!

Der Professor schafft es, Ermittlerin Raquel ganz schön aus dem Konzept zu bringen. Foto: Netflix

Gut geplant

Was ist das Schlimmste, das passieren könnte? Wie würde ich in dieser Situation handeln? Der Professor überlegt genau, was passieren könnte, indem er sich gedanklich in die Lage seiner Gegner versetzt. So wirkt es, als könne er die Schritte der anderen vorhersehen – dabei hat er einfach nur jede mögliche Handlung bedacht, analysiert und sich darauf vorbereitet. Die Handlungen logisch denkender Menschen lassen sich besonders gut vorhersehen.

Wer schlau ist, stellt sich dumm! Der Professor hat voll den Durchblick, aber er lässt sein Wissen und seine Intelligenz nie raushängen! Der Trick ist easy, aber genial: Andere denken, sie seien dir überlegen – so werden sie leichtsinnig und beginnen sogar, dir zu vetrauen. Denn: Der tut ja nix. ;-) DENKSTE!

Vertrau (fast) niemandem

Netter Kerl

Der Professor bemüht sich darum, immer freundlich zu wirken. Vor allem der Polizei gegenüber, die nicht weiß, wer er wirklich ist. Der psychologische Trick dahinter: Netten Menschen unterstellt man sehr selten böse Absichten. So gerät er nicht in das Fadenkreuz der polizeilichen Ermittlungen.