5 Urologen-Mythen: Jungs, das passiert wirklich beim Urologen.

Wenn Jungs Probleme mit Penis oder Hoden haben, scheuen sie sich oft vor dem Gang zum Männerarzt. Doch dafür gibt es keinen Grund - warum, erfährst du hier.

5 Urologen-Mythen: Jungs, das passiert wirklich beim Urologen.
Probleme mit Penis oder Hoden? Dann ist der Urologe oder Androloge der richtige Ansprechpartner für Jungs!
Inhalt
  1. Mythos 1: Da wird einem der Finger in den Po gesteckt!
  2. Mythos 2: Da kriegt man ganz leicht eine Erektion bei der Untersuchung!
  3. Mythos 3: Wenn ich eine Erektion bekomme, denkt der Arzt, ich steh auf ihn/sie!
  4. Mythos 4: Der Arzt kann erkennen, ob ich mich selbstbefriedige!
  5. Mythos 5: Der stellt mir peinliche Fragen!

Für Jungs ist es oft nicht so selbstverständlich zum Männerarzt zu gehen, wie es für  Mädchen der Gang zum Frauenarzt ist. Doch natürlich gibt es (intime) Fragen und Probleme, die Jungen lieber mit einem Facharzt für Männergesundheit klären möchten. Das ist in erster Linie der Androloge. Doch auch der Urologe ist für Jungs der richtige Ansprechpartner. 

Der Androloge beschäftigt sich ausschließlich mit den männlichen Fortpflanzungsfunktionen wie zum Beispiel der Hormonbildung oder der Zeugungs- und Erektionsfähigkeit

Zum Urologen können alle gehen, die zum Beispiel mit Blase, Nieren oder Harnleiter Probleme haben. Also Jungen und Mädchen, Männer und Frauen. Gleichzeitig ist der Urologe aber auch Spezialist für alles, was mit der männlichen Sexualität zu tun hat: Probleme an Penis oder Hoden und Fragen zur Potenz. Er ist aber auch der Ansprechpartner für Fragen zur körperlichen Entwicklung, zur männlichen Sexualität und Verhütung.

Geht ein Junge zum Urologen, wird dieser sich erst mal mit ihm unterhalten und über den Anlass des Besuches sprechen. Dann wird er versuchen, eine Lösung für das vorgetragene Problem zu finden. Manches wird er sich ansehen müssen. Einiges vielleicht auch durch Abtasten oder Ultraschall abklären. Es kommt ganz drauf an, was das Problem ist. Oft genügt ein Gespräch.

Trotzdem scheuen sich manche Jungs vor einem Besuch beim Männerarzt. Doch dafür gibt es keinen Grund. Denn die meisten Urologen sind locker drauf und vor allem an einer sachlichen Klärung des Anliegens ihrer Patienten interessiert. 

Wenn es um den ersten Besuch beim Urologen geht, sind leider auch viele Gerüchte und Mythen im Umlauf, die einen Jungen nur noch mehr verunsichern, aber meistens völlig falsch sind. Was es wirklich damit auf sich hat, erfährst du hier: 

 

Mythos 1: Da wird einem der Finger in den Po gesteckt!

In dieser Sache können Jungs ganz beruhigt sein. Eine derartige Tastuntersuchung ist bei jugendlichen Patienten normalerweise nicht nötig. Es sei denn, der Junge hat genau dort ein Problem.

 

Mythos 2: Da kriegt man ganz leicht eine Erektion bei der Untersuchung!

Eine Tastuntersuchung ist meistens erstmal gar nicht erforderlich. Außerdem passiert es äußerst selten, dass ein Patient auf Berührung an Penis oder Hoden mit einer Erektion reagiert. Und selbst wenn das passiert, weiß der Arzt, dass hier körperlich alles gut funktioniert – für ihn ist das gut zu wissen.

 

Mythos 3: Wenn ich eine Erektion bekomme, denkt der Arzt, ich steh auf ihn/sie!

Der Arzt weiß, dass eine Erektion eine normale körperliche Reaktion auf Berührung an Penis oder Hoden sein kann und dass das normalerweise nicht sexuell motiviert ist. Außerdem ist jedem Urologen bewusst, dass gerade Jungen in der Pubertät ungewollt spontane Erektionen haben. Da wird kein Arzt komisch reagieren.

 

Mythos 4: Der Arzt kann erkennen, ob ich mich selbstbefriedige!

Das kann er nicht. Manche Jungen denken zwar, dass eine leichte Peniskrümmung vom Onanieren kommt und befürchten, der Arzt könne dadurch Rückschlüsse ziehen. Tatsächlich ist eine leichte Krümmung aber normal und hat mit Selbstbefriedigung nichts zu tun. Der Arzt wird es also weder sehen, noch danach fragen. Er weiß außerdem, dass SB total normal ist und dass es fast alle machen.

 

Mythos 5: Der stellt mir peinliche Fragen!

Das Gespräch läuft so, dass der Patient dem Arzt sagt, warum er da ist. Der Arzt stellt dann nur die Fragen, deren Antworten er braucht, um die optimale Behandlung oder den besten Rat zu anzubieten. Vielleicht findest du das etwas peinlich. Aber sieh es mal so: Der Arzt hat Schweigepflicht und ihr beide wollt, dass dein Problem behoben wird. Da gehören Fragen zur Abklärung eben dazu.

Und selbst wenn du beim Arzt bist, weil du dir aus Neugierde bei einer blöden Aktion irgendetwas verletzt hast, macht dir der Arzt deswegen keine Vorwürfe, sondern versucht dir in erster Linie zu helfen.

Wichtige medizinische Infos rund um die männliche Pubertät gibt's hier

Hier kannst du dir kostenlos die Broschüre "Starke Infos für Jungen" herunterladen - eine Initiative der Deutschen Urologen in Zusammenarbeit mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V.

Du weißt nicht, an wen du dich wenden kannst? Hier findest du einen Urologen in deiner Nähe