Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Der Begriff Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Man soll nachhaltig denken, nachhaltig handeln, nachhaltig leben. Doch was ist das eigentlich? Was verbirgt sich hinter dem sperrigen Begriff?

Was bedeutet Nachhaltigkeit?
 

Der Begriff Nachhaltigkeit und der Umweltschutz

Nachhaltigkeit bedeutet, sich so bewusst zu verhalten, konsumieren, und zu handeln, ohne dass es negative Auswirkungen für die Zukunft hat. Man sollte also versuchen, die Dinge so zu erhalten wie sie sind oder sogar versuchen sie zu verbessern. Dieser Gedanke steht aktuell ganz oben auf der Agenda, wenn man über den Umweltschutz nachdenkt. Nachhaltig auf der Erde zu leben heißt dementsprechend, dass man versucht den Zustand der Erde so an die Nachwelt weiterzugeben, dass die folgenden Generationen genauso leben können wie wir jetzt. Einfach gesagt – bedeutet das für jeden Einzelnen – so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen. Das kann man auf jeden Lebensbereich übertragen. So ist es am besten, regionale Lebensmittel zu essen, damit keine unnötigen Transportwege entstehen oder Wälder abgeholzt werden müssen, um z.B. mehr Nahrungsmittel wie Avocados anzubauen. Bevor wir neue Klamotten oder neue Sachen kaufen, sollten wir genau überlegen, ob es nötig ist. Oder ob wir die alten Sachen nicht länger nutzen können, um nachhaltiger zu leben. Für viele Alltagsgegenstände gibt es auch Alternativen. So können Plastikzahnbürsten durch Bambuszahnbürsten ersetzt werden, da Bambus ein nachwachsender Rohstoff ist – im Gegensatz zu Plastik. Oder Einwegrasierer durch einen Rasierhobel ersetzt werden und somit schonendere Rohstoffe gefördert werden.

 

Wo kommt der Begriff Nachhaltigkeit her?

Der Ursprung des Nachhaltigkeitsgedankens liegt in der Forstwirtschaft, also der Bewirtschaftung von Waldflächen. Die Idee, dass in einem Wald nur so viel abgeholzt werden sollte, wie der Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren kann, hat sich mit den Jahren und der zunehmend schlechten Umweltveränderung auf das politische, wirtschaftliche und ökologische Verhalten ausgeweitet, und das ist auch gut so! Nachhaltiges Denken und Handeln war noch nie so wichtig und sollte zum Leitbild unserer heutigen Gesellschaft werden. Denn der Mensch verbraucht so viele Ressourcen, die der Erde dann fehlen, wie noch nie.

 
 

Ausblick in die Zukunft

Wir wollen, dass die Erde, auf der wir leben, langfristig erhalten bleibt. Leider haben wir Menschen in den letzten Jahrhunderten alles dafür getan, dass wir zu einer regelrechten Bedrohung für die Erde geworden sind. Gerade die Wirtschaft sollte ihre Gewinne nachhaltig, d.h. umwelt- und sozialverträglich erwirtschaften, d.h. unter klima- und menschenfreundlichen Bedingungen, sodass die Generation nach uns keine Nachteile hat. Laut dem Klimaschutzbericht unserer Bundesregierung erwärmt sich die Erde pro Jahrzehnt durch den vom Menschen verursachten Klimawandel derzeit um 0,2 °C. Die jährlichen Pro-Kopf-CO2-Emissionen sind in Deutschland mit rund 9,6 Tonnen im Jahr 2018 noch ungefähr doppelt so hoch wie der internationale Durchschnitt von 4,8 Tonnen pro Kopf. Der jährliche Bedarf an Ressourcen und natürlichen Rohstoffen hat sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts fast verzehnfacht – alarmierende Zahlen!

 
 

Unsere Natur ist wichtig

Nachhaltigkeit ist demnach eine Entwicklung, die sowohl auf unsere Gegenwart als auch unsere Zukunft ausgerichtet ist. Dabei spielen viele verschiedene Bereiche eine Rolle z.B. der Verbrauch von natürlichen Ressourcen oder das Niveau der Emissionen und Luft- bzw. Wasserverunreinigungen. Die Natur sollte immer im Vordergrund stehen! Sie ist unser höchstes Gut und sichert unser Überleben, also schützt sie!