Sex-Forscher fordert: Pornos im Unterricht gucken!

Pornos
Durch Smartphones haben Jugendliche heute viel einfacher Zugriff auf pornographische Videos.

Jugendliche sehen Pornos. Heimlich, obwohl es eigentlich verboten ist. In der Dr.-Sommer-Studie von 2009 gaben 69% aller Jungen und 57% aller Mädchen im Teenageralter an, dass sie schon einmal Pornos gesehen haben.

Die meisten Mädchen finden Pornos abstoßend (46%), aber bei den meisten Jungs (57%) gelten Pornos erregend und als Lehrmaterial. Jeder zweiter Jugendliche (50%) schaut sich die Porno-Videos zusammen mit Freunden an, fast immer im Internet oder auf Smartphones.

 
 

Pornos haben mit dem echten Sex-Leben fast nichts zu tun!

Jetzt fordert aber der  dänischer Sexual-Forscher Christian Graugaard von der Universität Aalborg, dass sich Schüler die Pornos auch im Unterricht ansehen sollten. Seine Forderung: "Anstelle von langweiligem Sexualkundeunterricht, in dem man ein Kondom über eine Gurke rollt, möchte ich die Kinder lieber zu kritischen Konsumenten erziehen, die Pornos mit einer gewissen Distanz und Reflexion sehen.“

Natürlich werden die Pornos nicht nur angeschaut, sondern die Lehrer sollen mit den Schülern auch darüber sprechen. Die meisten Porno-Filme haben mit dem echten Sexleben nämlich fast nichts zu tun. Dies sollen die Jugendlichen lernen und sich kein falsches Bild von Sex machen.

In Gesprächen mit Pädagogen wird das Tabu "Porno" gebrochen und die Schüler können herausfinden, wo die Gefahren aber auch der Nutzen von Pornographie liegt.