Corona: RKI warnt "Nur SO beenden wir die Pandemie..."

Angesichts der Impfunwilligkeit vieler Bürger*innen wird der Ton von RKI Chef Lothar Wieler schärfer: Pandemie, Krankheit und Tod lassen sich nur mit einem Mittel beenden

Corona: RKI Warnung an Impfgegner & -Muffel – Pandemie, Krankheit und Sterben werden weiter gehen!
Kein Ende der Corona Pandemie und des Leidens in Sicht?
Inhalt
  1. Aktuelle Impfquote lange nicht ausreichend
  2. Impfmuffel, -Unwillige und -Gegner verlängern Pandemie, Krankheit und Tod
  3. Nicht impfen geht zu Lasten der Kinder
 

Aktuelle Impfquote lange nicht ausreichend

In der neuen Pressekonferenz in Berlin mit RKI Chef Wieler und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden die aktuellen Corona-Zahlen besprochen.
Die größte Sorge: Die sinkende Impfbereitschaft der Bürger*innen! Denn die aktuellen Impfquoten reichen nicht aus, um Sicherheit in der kalten Jahreszeit garantieren zu können.
Im Juli wurde berechnet, dass eine 4. Welle verhindert werden kann, wenn wir bei den 12- bis 59-Jährigen eine Impfquote von 85% erreichen. Und bei den älteren über 60 Jahren 90%. Das haben wir nicht geschafft! Trotz genug Impfstoff“, so Wieler. Deutschlandweit liegt die Quote aller Bürger*innen gerade mal bei knapp über 61% (Impfdashbaord). Weit entfernt vom eigentlichen Ziel angesichts des nahenden Herbstes und Winters. 

Besonders

  • Sachsen (55,7%)
  • Thüringen (58,6%)
  • und Brandenburg (59,9%)

sind die Schlusslichter im Bundeländer Vergleich (Stand 8.9.). Aber sogar Spitzenreiter Bremen (76%) ist noch weit vom Impf-Ziel des RKI entfernt. Die über 60-Jährigen haben mit 83% das Ziel fast erreicht. Die 18- bis 59-Jährigen mit 66,5% und die 12- bis 17-Jährigen mit (23,8%) weit verfehlt.

Wieler rät:
„Wir alle möchten sicher durch den Herbst und Winter kommen. Und es werden auch sicher alle die Pandemie beenden wollen. Dafür müssen wir alle so viele Erkrankungen wie möglich mit allen Mitteln verhindern. Das ist nur möglich, wenn entsprechend viele Menschen geimpft sind.“

RKI Chef Wieler warnt Impfmuffel und Gegner vor Tod und Pandemie
RKI Chef Lothar Wieler ist angesichts der sinkenden Impfbereitschaft extrem besorgt
 

Impfmuffel, -Unwillige und -Gegner verlängern Pandemie, Krankheit und Tod

Der Chef des Robert Koch Institutes wird angesichts der sinkenden Impfbereitschaft und Impfmuffel, sowie -Unwilligkeit sehr ernst:
Klar muss sein: wer sich nicht impfen lässt, wird sich in absehbarer Zeit mit SARS-CoV-2 infizieren.“ Eine Warnung, die Impfgegner bisher nicht ernst genommen haben. Trotzdem gilt weiter die dringende Warnung: Ein Teil wird dann schwer erkranken, Langzeitfolgen erleiden, möglicherweise auch sterben“, so Wieler.

„Die Impfstoffe sind sicher und wirksam. Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto früher ist die Pandemie beendet.
Es liegt in unseren Händen schwere Verläufe und Todesfälle zu verhindern. Machen wir das!“

Alle Infos zu Ausbreitung und Gefahren der neuen Mu-Variante

 

Nicht impfen geht zu Lasten der Kinder

Auch um die aktuell schon hohen Inzidenzen bei Kindern zu kontrollieren sind ALLE gefragt, die sich impfen lassen können. Wieler erklärt: „Alle die sich impfen lassen können: Lassen Sie sich bitte impfen. Und das gilt für alle Menschen in unserem Land, die älter als 12 Jahre sind!“ 
Aktuell haben die 10- bis 14-Jährigen mit 181,6 die höchste Inzidenz aller Altersgruppen. Bei den jüngeren zwischen 5 und 9 Jahren machte sie zuletzt einen gefährlichen Sprung von 99,6 auf 146 (Quelle RKI Bericht)! Schutz durch eine Impfung können die Kinder nicht in Anspruch nehmen – die aktuellen Impfstoffe sind erst ab 12 Jahren zugelassen. 

"Wer sich impfen lässt trägt zum Schutz derer bei, die sich nicht impfen lassen können“, erklärt Wieler, „Das sind vor allem Kinder unter 12 Jahre.
Der Schutz liegt in unseren Händen – greifen wir danach!“