Furzen: Was bedeutet es, wenn Pupse extrem stinken?

Übler Geruch, Bauchschmerzen oder sogar Blähungen – Furzen kann ganz schön unangenehm werden! Aber warum stinken Pupse eigentlich?

Furzen: Was bedeutet es, wenn Pupse extrem stinken?
Wie sehr deine Pupse stinken, hängt von deiner Ernährung ab!
 

Warum pupsen wir?

Auch wenn es manche Menschen vielleicht nicht zugeben wollen: Furzen muss jeder – sogar mehrmals am Tag! Etwa ein Liter Luft verlässt unseren Körper täglich auf diese Weise. Neben der Verdauung liegt das auch daran, dass wir oftmals mit der Nahrung Luft schlucken – und da der Körper mit ihr nichts anfangen kann, wird sie wieder ausgestoßen. Furzen ist also ein natürlicher Weg des Körpers, überschüssige Luft aus dem Körper abzubauen. Zudem entstehen bei der Verdauung im Darm Gase, die ebenfalls rausmüssen.

 

Furze: Bakterien schuld am Gestank

Das Unschöne am Furzen ist dabei vor allem der Gestank. Das geht allen so. Der Grund für den unangenehmen Geruch beim Pupsen sind Bakterien im Darm. Beim Verarbeitungsprozess von Nahrung produzieren diese u.a. Schwefel-Wasserstoff, der für die mehr oder weniger stark riechende Note mitverantwortlich ist. Der Geruch beim Furzen ist jedoch alles andere als ein schlechtes Zeichen. Sogar ganz im Gegenteil: Der Gestank ist nur eine Folge der Arbeit, die die Bakterien im Darm leisten. Genau aus diesem Grund können Fürze auch dein Leben retten! Jeder Pups bedeutet im Endeffekt, dass das jeweilige Verdauungssystem gesund ist und einwandfrei funktioniert. Klingt komisch, ist aber so.

 

Furze stinken schlimmer, wenn man sich gesund ernährt!

Wessen Fürze besonders stark riechen, muss sich keine Sorgen machen. "Fauler Gestank bedeutet nur, dass die konsumierten Kohlenhydrate verdaut werden. Das Ganze ist ein Gärungsprozess", erklärt der Gastroenterologe Dr. Myron Brand. Wer beim Furzen einen extrem faulen Gestank feststellt, lebt sogar besonders gesund - so verrückt es auch klingt. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Eiweißen und ballaststoffreichen Lebensmitteln wie Brokkoli oder Haferflocken verursacht nämlich schwefelhaltige Gase der ganz übelriechenden Sorte. Dabei handelt es sich also um einen ganz natürlichen Vorgang des menschlichen Körpers. Generell sind Kohlenhydrate hauptverantwortlich für häufiges Pupsen. Eine besonders übel riechende Version von Furzen sind Blähungen, diese können sogar Bauchschmerzen oder einen aufgeblähten Bauch verursachen.

 

Was kann man gegen stinkende Fürze tun?

Angeblich soll es eine neue Pille geben mit der deine Fürze nach Schokolade riechen und die Unterhosen von Shreddies versprechen, den Geruch deiner Fürze zu Filtern. Klingt alles komisch und unglaubwürdig? Ist es auch. Denn ganz generell kann man nichts gegen stinkende Pupse machen. Wer jedoch die Eiweißmenge in seiner Ernährung (Eier, Milchprodukte, Fleisch, Hülsenfrüchte) reduziert, kann Blähungen zumindest etwas vorbeugen und den faulen Geruch etwas vermindern, dieser entsteht nämlich durch den hohen Schwefel-Anteil in den Lebensmitteln. Wer auf Kohlenhydrate verzichtet kann immerhin die Häufigkeit der Gas-Produktion verhindern.