Fair Fashion: Alles über nachhaltige Kleidung

Was immer mehr Menschen fordern, wird endlich ein echter Trend: Fair Fashion. Denn auch ein toller Style kann nachhaltig sein! Hier findest du alle Infos zu nachhaltiger Kleidung.

Fair Fashion: Alle Infos zu nachhaltiger Kleidung
Hinter Fair Fashion steckt Mode, die nachhaltig produziert wurde und unter anderem auf faire Arbeitsbedingungen achtet.

Billig und viel kaufen, selten tragen und schnell wieder wegwerfen – die Herstellung von und der Umgang mit Kleidung schadet der Umwelt oft enorm, trotzdem sind nachhaltig produzierte Klamotten für viele noch keine Option. Weil die Preise abschrecken? Weil Öko-Mode hässlich ist? Weil es egal ist? Zeit, ein paar Vorurteile über Bord zu werfen! Fair Fashion ist cooler, als du denkst. Auch echte Fashionistas können die Umwelt und die Menschen schonen und so nachhaltiger leben. Und trotzdem Geld sparen.

Fair Fashion Nachhaltige Klamotten
Deutsche Verbrauchen kaufen im Schnitt 60 Kleidungsstücke im Jahr. Aber wie viel Kleidung brauchen wir wirklich?
 

Fair Fashion: Tipps für nachhaltige Mode

  • Stell dir vor dem Kauf die Frage, wie oft du dieses Kleidungsstück wirklich tragen wirst. Weniger und dafür bessere und nachhaltigere Kleidung zu kaufen ist die bessere Entscheidung. Aufgrund der Qualität hält es nicht nur länger, sondern mutiert auch nicht zur Schrankleiche, weil du deine faire Fashion mehr wertschätzt.  
  • Gegen einen glitzernden Party-Look ist nichts einzuwenden, aber setz bei täglichen Basics auf Bio-Baumwolle oder Bambus statt auf Kunstfasern. Manche Stoffe und Klamotten werden sehr stark chemisch behandelt und sind nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für dich.
  • Guter Webpelz ist teuer. Daher wird Kunst-Pelz oft durch echtes Fell ersetzt, das in Chinas Pelztierfarmen billig produziert wird, teilweise unter grausamen Bedingungen. Wer braucht echtes Tierfell an der Kapuze?
  • Der Grüne Knopf soll als erstes staatliches Siegel fair und ökologisch produzierte Kleidung sichtbar machen und so den Kauf von Fair Fashion erleichtern. Sozial und ökologisch produzierte Mode kannst du auch mit der App „Fair Fashion Finder“ aufspüren.
  • Du willst nicht auf deinen Shopping-Bummel verzichten? Wie wäre es stattdessen mit einem Secondhand-Kauf oder einem Besuch auf dem Flohmarkt? 
  • Verwende umweltschonendes Waschmittel und wasch deine Wäsche nicht heißer als bei 40 Grad. Weichspüler solltest du ganz weglassen. Die Duftstoffe im Waschmittel sind stark genug, und ein Esslöffel Essig macht die Wäsche umweltfreundlich weich.
 

Niedrige Preise sind toll – aber für wen? Die Kosten der Billigmode

Ein ganzes Outfit für weniger als zehn Euro? Billige Kleidung ist auf den ersten Blick sehr verlockend. Doch auf wessen Kosten geht der niedrige Preis? Hinter diesem Geschäft mit der Billigmode stecken Wahrheiten, die für uns fast unsichtbar sind. Wir sparen auf dem Rücken anderer, denn nicht nur die Umwelt leidet unter der Produktion von Billigmode, sondern auch die Menschen, die diese Kleidung unter oft katastrophalen Bedingungen herstellen müssen. Vor allem in Bangladesch, dem größten Exporteur von Kleidung weltweit. Nur 10 Prozent unserer Kleidung kommt aus Deutschland, noch krasser: bis zum Ladentisch legt Kleidung bis zu 20.000 Kilometer zurück!

Fair Fashion Produktion von Billigmode
Eine Gerberei in Dhaka/Bangladesch: Billigmode wird oft unter katastrophalen Umständen produziert.
 

Stars für Green Fashion

  • Marteria (37): Neben dem HipHop liegt Rap-Ikone Marteria auch der Umweltschutz am Herzen. Unter dem Namen BACK2GREEN hat er gemeinsam mit der GREEN-BERLIN-Gang eine „nachhaltige Fair-Fashion-Kollektion aus Recycling-Polyester und Bio-Baumwolle“ gelauncht. Mit dem Launch seiner nachhaltigen Kollektion setzt Rapper Materia ein wichtiges Zeichen. Echt coole Sache, Bro!
  • Emma Watson (29):  Die Schauspielerin bringt Mode auf ein neues Level. Zusammen mit dem Online-Secondhand-Shop ThredUp hat sie ein Tool kreiert, mit dem man seinen ökologischen Fußabdruck in Sachen Kleidung herausfinden kann.