Drohnen: Die fliegenden Alleskönner

Eroberer des Himmels: Was Drohnen alles können
Eroberer des Himmels: Was Drohnen alles können

Paketbote, Fotograf, Naturbeobachter, Lufttaxi, ­Rettungshelfer: Drohnen sind wahre Multitalente, die in vielen verschiedenen Einsatzgebieten genutzt werden können. In Deutschland schwirren derzeit um die 500.000 Drohnen in der Luft herum, die Millionenmarke wird laut Experten in Kürze geknackt. Vor allem bei Hobby- und Profi-Fotografen werden die unbemannten Luftfahrzeuge immer beliebter. Das Drohnen-Fieber geht um!

 

Drohnen im Einsatz

In den Händen des Militärs wird aus dem harmlosen Gadget eine gefährliche Waffe. Kleine Drohnen werden zum unauffälligen Auskundschafter, große und bewaffnete Kampf-Drohnen können hingegen erhebliche Schäden anrichten. Ihr Einsatz steht stark in der Kritik. Seit ein paar Jahren machen auch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste verstärkt Gebrauch von professionellen Multicoptern. Polizei-Drohnen fotografieren Tatorte oder begeben sich auf Vermisstensuche. Bei Bränden unterstützen Drohnen mit Wärmebildkameras die Feuerwehr, im Kata­strophenfall erleichtern Drohnen die Rettung der Opfer. Immer mehr Landwirte greifen zur Drohne. Über Äcker und Felder geht der mit Sensoren und Kamera ausge­stattete Helfer auf Entdeckungstour und gibt dem Bauer Aufschluss über den Zustand seiner Felder.

 

Unter Beobachtung

Von den handlichen Drohnen profitiert unter anderem der Tier- und Naturschutz. Felder und Landwirtschaft können effizient überwacht werden. Durch den Einsatz von Forschungs-Drohnen können aber auch Tiere in ihrem natürlichen Umfeld beobachtet werden, gerade bei bedrohten Tierarten ist das wichtig. Denn die kleinen Fluggeräte können schwer zugängliche Orte erreichen und zum Beispiel Eisbären in den nördlichen Polarregionen beobachten sowie auch über die tiefsten Dschungel Südamerikas fliegen.

 

Es fliegt was in der Luft

Einsteigen bitte, die Taxi-Drohne hebt ab!

Der Flug mit der Taxi-Drohne soll in einigen Jahren ganz selbstverständlich sein. In Dubai drehen die ersten Drohnen ihre Testrunden, ab 2020 sollen die Flugtaxen ohne Pilot den Regelbetrieb aufnehmen. Auf Hochtouren laufen auch die Tests mit Liefer-Drohnen. Den Versand via Drohne hat der Lieferdienst DHL bereits vor zwei Jahren erprobt, Firmen wie Amazon sehen ebenfalls Potenzial in der Lieferung aus der Luft. Allerdings wird die Paket-Drohne den Briefträger nicht so schnell ablösen können, technische Herausforderungen und gesetzliche Hürden stehen der Einführung von Liefer-Drohnen im Weg.

 

Was ist verboten, was nicht?

Wer hierzulande eine Drohne durch die Lüfte gleiten lässt, muss sich an einige Regeln halten. Komplettes Flugverbot herrscht an Orten wie Flughäfen, Gefängnissen, Wohn- oder Naturschutzgebieten sowie über großen Menschenansammlungen. Außerdem gilt: Die Drohne muss in Sichtweite geflogen werden, eine Flughöhe von über 100 Metern ist tabu. Für schwere Drohnen, die mehr als 2 kg wiegen, braucht man inzwischen einen Drohnen-Führerschein. Mit der steigenden Anzahl an unbemannten Fluggeräten in der Luft steigt das Unfall- und Kollisionsrisiko, die strengen Drohnen-Gesetze sollen Zwischenfälle mit Quadrocoptern verhindern.

 

Die Welt von oben

Die Nachfrage nach Quadrocoptern und Drohnen mit Kamera geht durch die Decke. Das ist wenig verwunderlich, die ­Luftfahrzeuge liefern atemberaubende Luftaufnahmen, die die Erde aus einem ganz ­neuen Blickwinkel zeigen. Berglandschaften, Wälder, Swimmingpools, Klippen, Städte – ­Fotos aus der Vogelperspektive bestechen durch ihre Einzigartigkeit. Für ihre Drohnen blättern Profi-Fotografen gern mal ein paar Tausend Euro hin. Eine Mini Drohne als Einsteiger-Modell ist schon ab 20 € zu haben. Wer Wert auf ­gute Luftaufnahmen und Videos legt, sollte, wenn er eine Drohne kauft, auf jeden Fall mehr investieren.