Feigwarzen! So schützt Du Dich!

Die HPV-Impfung kann vor Feigwarzen schützen!

Es gibt Viren, durch die Jungen und Mädchen Warzen im Intimbereich bekommen können. Wie Du Dich davor schützen kannst, erfährst Du hier.

Feigwarzen können durch eine Ansteckung mit dem HP-Virus beim Geschlechtsverkehr entstehen. Diese Warzen im Genitalbereich können bei Jungen und Mädchen auftreten. Sie sind nicht nur hässlich, sondern auch sehr unangenehm. Und ich seltenen Fällen kann eine unerkannte Infektion mit bestimmten HP-Viren sogar zu Krebs führen - dem Gebärmutterhalskrebs, gegen den die HPV-Impfung schützen kann, wenn Mädchen sich rechtzeitig impfen lassen. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, dass Du Dich gut darüber gut informierst.

Hier erfährst Du mehr darüber:

Wie kann man Feigwarzen bekommen?

Feigwarzen werden in der Regel durch sogenannte humane Papillomaviren (HPV) verursacht. Meistens werden diese Viren beim ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Sehr selten kannst Du Dich aber auch über gemeinsam benutzte Handtücher oder beim Baden mit einer infizierten Person damit anstecken. Zwar kann Dich ein Kondom beim Sex in bestimmten Fällen vor einer Infektion schützen, jedoch nicht immer. HP-Viren können nämlich durch den direkten Hautkontakt mit Feigwarzen übertragen werden.

Ein Kondom schützt Dich also nur, wenn sich die Warzen oder deren Viren direkt an dem Penis des Partners oder der Vagina Deiner Partnerin befinden. Wenn er/sie jedoch Warzen an einem anderen Ort im Intimbereich hat (Hoden, Damm, Schamlippen), dann sollte der direkte Hautkontakt mit diesen Hautstellen vermieden werden. Denn die HP-Viren, die die Feigwarzen verursachen, können auch beim Petting übertragen werden.

Wie schützt Du Dich als Mädchen vor HP-Viren?

Mädchen können sich vorbeugend bei ihrem Frauenarzt die HPV-Impfung geben lassen. Drei Spritzen innerhalb eines halten Jahres sorgen für den vollständigen Impfschutz.

Gut zu wissen: Es gibt zwei verschiedene Impfstoffe, von denen der eine zusätzlich zu dem Schutz vor Gebärmutterhalskrebs auch vor Feigwarzen schützt. Eine solche Impfung sollte möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr passieren, damit das Mädchen rechtzeitig geschützt ist. Aber auch danach ist sie noch sinnvoll. Alle Mädchen können sich über diese Impfung bei ihrem Frauenarzt beraten lassen.

Und was können Jungen dagegen machen?

Auch Jungen können Feigwarzen kriegen. Bei ihnen bilden sich die Warzen hauptsächlich an der Penisspitze oder

am Hodensack. Auch Jungen könne sich dagegen impfen lassen. Es gibt Untersuchungen, bei denen man Jungs im Alter von zwölf bis 15 Jahren geimpft hat und sie genauso gut auf die Impfung angesprochen haben wie Mädchen. Da es aber bisher keine offizielle Impfempfehlung für Jungen gibt, müssten sie bzw. ihre Eltern die Kosten selber bezahlen. Ob auch Jungs durch eine Impfung vor bestimmten Krebsarten geschützt werden können, ist noch nicht

eindeutig erwiesen. Man weiß aber, dass bei einigen Tumorerkrankungen HP-Viren mit im Spiel sind.

Wie erkennst Du Feigwarzen?

Wenn Du Dich mit dem HP-Virus angesteckt hast, kann es einige Wochen oder sogar Monate dauern, bis bei Dir Feigwarzen auftreten. Oft werden Feigwarzen anfangs sogar übersehen. Sie sehen aus wie stecknadelkopfgroße, meist gutartig wuchernde Geschwülste, die braun-rot oder weißlich gefärbt sind. Ganz oft verursachen Feigwarzen auch fast keine oder nur geringe Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen. Aber sie sind kein schöner Anblick und rufen bei Betroffenen starke Schamgefühle hervor.

Es kann aber auch sein, dass unentdeckte Feigwarzen Schmerzen beim Sex verursachen. Wenn also unklar ist, warum der Sex weh tut, sollte die Ursache immer von einem Arzt gecheckt werden.

Wie testet Dich Dein Arzt auf den HP-Virus?

Normalerweise untersucht die Frauenärztin bei Mädchen zunächst den äußeren Genitalbereich und der Urologe oder Androloge bei Jungs den Penis, Hoden und den After. Meistens kann er oder sie dann schon sehen, ob der Patient Feigwarzen hat. Sie sind nämlich sehr einfach zu erkennen. Wenn sich der Arzt/die Ärztin aber nicht ganz sicher ist, dann betupft er/sie die Feigwarzen mit verdünnter Essigsäure. Meistens kann er/sie die Feigwarzen dann als kleine weiße Felder erkennen. Gegebenenfalls untersucht er/sie auch den Gebärmutterhals bei Mädchen und bei Jungs den Genitalbereich und After mit einem Mikroskop. Um ganz sicher zu sein, entnimmt er/sie auch eine kleine Gewebeprobe, die er/sie dann auf den genauen Feigwarzen-Erreger untersucht.

Wie behandelt Dich Dein Arzt, wenn Du Dich angesteckt hast?

Wer von Feigwarzen betroffen ist, muss über mehrere Wochen Cremes und spezielle Lösungen auf die Warzen auftragen. Manchmal hilft auch nur eine Laserbahnadlung durch den Arzt. Und falls die Feigwarzen nicht nur äußerlich sind und Du sie deshalb nicht selber behandeln kannst, dann musst Du zur Behandlung jedes Mal zum Arzt/zur Ärztin gehen. Es ist meist eine langwierige Sache, bis der Arzt die Warzen so behandelt hat, dass sie nicht mehr stören und nicht mehr zu sehen sind. Und leider garantiert selbst eine aufwendige Behandlung keine vollständige Beseitigung der HP-Viren. Deshalb kann es immer sein, dass die Feigwarzen bei Betroffenen wieder auftreten.

Stimmt es, dass eine HPV Infektion zu Krebs führen kann?

Normalerweise sind die Feigwarzen, die durch eine HPV Infektion entstehen können, gutartige Hautveränderungen. Deshalb stellen sie meist keine Gefahr dar. Einige besonders garstige Typen der HP-Viren können jedoch zu Krebs führen. Bei Mädchen können diese Viren demnach Gebärmutterhalskrebs, bei Jungen Krebs am Penis und Anus verursachen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass Du Dich als Mädchen ein Mal pro Jahr durch einen sogenannten Abstrich am Muttermund auf Gebärmutterhalskrebs untersuchen lässt, wenn Du schon Geschlechtsverkehr hast.

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