Der BRAVO-Otto: Die Story!

Selena Gomez erhielt den Gold-Otto 2011 als "Bester weiblicher TV-Star"

Seit 55 Jahren bestimmen die BRAVO-Leser, welche Stars Europas größen Fan-Preis gewinnen. Alle Facts zum Otto gibt's hier.

Schiebermütze in den Nacken geschoben, rote Latzhose, die Ärmel hochgekrempelt, den Putzlappen in der linken Hand, die rechte am Lampenstativ und ein Grinsen im Gesicht - als fiktiver Kolumnist der BRAVO präsentierte sich der Otto in den ersten Jahren. Seine Geschichte begann mit der Gründung des Magazins 1956. Zu jener Zeit war BRAVO noch ein "Magazin für Film und Fernsehen" und Otto war folgerichtig Beleuchter beim Film und kommentierte mit Berliner Zungenschlag Ereignisse aus der Welt des Showbiz. "Jetzt rede ick!", hieß seine Kolumne.

Otto, der Beleuchter - Pate der ersten Verleihungen (Ausgabe 3, 1960)
Otto, der Beleuchter - Pate der ersten Verleihungen (Ausgabe 3, 1960)

Eine frühe Otto-Medaille (Ausgabe 15, 1963)
Eine frühe Otto-Medaille (Ausgabe 15, 1963)

957 kürten die BRAVO-Leser zum ersten Mal ihre beliebtesten Stars. Bei dieser Wahl erhielten die Gewinner noch Medaillen, in die "Beleuchter-Otto" eingeprägt war. Es gab seinerzeit nur sechs Gewinner - alle Filmschauspieler.

Bei den Männern waren das James Dean (Gold), Horst Buchholz (Silber) und Burt Lancaster (Bronze); bei den Damen Maria Schell (Gold), Gina Lollobrigida (Silber) und Romy Schneider (Bronze). Niemand ahnte zu dieser Zeit, dass der Otto eines Tages zu den begehrtesten Entertainment-Preisen der Welt zählen würde.

Freddy Quinn mit Otto-Medaille (Ausgabe 12, 1962)
Freddy Quinn mit Otto-Medaille (Ausgabe 12, 1962)

55 Jahre später - der Otto wird heute in sieben Kategorien vergeben - gründet das Geheimnis dieses Preises immer noch darauf, dass einzig und allein die BRAVO-Leser über Sieg oder Niederlage entscheiden. Genau deshalb ist der Otto bei Künstlern so begehrt. 1960, der Wandel zum Musikmagazin deutete sich langsam an, wurde die Kategorie "Sänger/Sängerin" neu ausgelobt. Freddy Quinn gewann vor Peter Kraus und Elvis Presley.

Ein Jahr später kam die Kategorie Fernsehen hinzu. Das Pantoffelkino hatte die Wohnzimmer von Deutschland erreicht und Familie, Freunde und Bekannte trafen sich, wo immer eine "Glotze" flimmerte. Willy Millowitsch und die Mutter der Nation, Inge Meysel, machten das erste Rennen. Inge Meysel erhielt insgesamt - und das ist bei den TV-Stars Rekord - 11 Ottos.

966 befanden die Verantwortlichen, die Otto-Taler erinnerten zu sehr an olympische Medaillen. Es sollte etwas mehr zum Anfassen sein: eine Statue.

Verschiedene Künstler wurden mit der Gestaltung beauftragt. Hans Held (www.hans-held-haid.de), der für eine Zeichentrickfirma arbeitete, entwarf im Zuge des seinerzeit angesagten Western-Trends und dem Hype um "Winnetou" den schnuckeligen kleinen Indianer mit der keck in die Höhe gerichteten Feder. Otto, der Beleuchter, war tot. Ein neuer Star war geboren: Otto, der Indianer!

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