Corona Ansteckung: Die 4 gefährlichsten Situationen

Experten widmeten sich in einer Untersuchung der Frage, in welchen Situationen man in Zeiten der Corona Pandemie am gefährlichsten lebt und definierten vier Gefahrenherde

Corona Ansteckung gefährliche Situationen
Wo lauert die größte Gefahr, sich mit Corona anzustecken?
Inhalt
  1. Aerosole verbreiten SARS-CoV-2
  2. Die 4 gefährlichsten Ansteckungs-Möglichkeiten
  3. Ansteckung vermeiden mit diesen Maßnahmen

Corona macht uns alle verrückt: Bin ich sicher im Supermarkt? Im Bus? Oder in fremden Räumen? Experten haben jetzt die gefährlichsten Ansteckungs-Situationen benannt.

 

Aerosole verbreiten SARS-CoV-2

Soviel wissen bereits alle: Das Virus verbreitet sich über feine Partikel, die Aerosole, welche infizierte Menschen beim Atmen oder Sprechen ausstoßen. Werden diese dann von anderen Menschen eingeatmet, besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus. Das Robert Koch Institut beschreibt dies klar auf der Website: „Der Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2 ist die respiratorische Aufnahme virushaltiger Partikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen, Singen und Niesen entstehen“. Deswegen wird seit Monaten das Tragen einer medizinischen Maske und Lüften gepredigt. Denn so wird das Virus von der Maske aufgehalten und durch das Lüften verflüchtigt. Dennoch gibt es Situationen, in denen sich Menschen höchster Gefahr aussetzten.

 

Die 4 gefährlichsten Ansteckungs-Möglichkeiten

In einer Untersuchung die nun im medizinischen Journal LANCET veröffentlicht wurde, haben sich Experten mit zahlreichen Studien auseinander gesetzt und die Ergebnisse dieser ausgewertet, verglichen und zusammengefasst. Dabei wurden 4 extreme Risiko-Situationen benannt:

  • SINGEN: Die gefährlichste Situation ist laut den Experten das Singen zusammen mit anderen Menschen. Bereits in der Vergangenheit wurden mehrere Fälle gemeldet, bei denen sich zahlreiche Menschen beim gemeinsamen Singen, etwa bei Kirchenchor-Proben, ansteckten. Das liegt daran, dass beim Singen Aerosole noch stärker ausgeschieden werden als beim Sprechen oder Atmen.
     
  • GESCHLOSSENE RÄUME: Auch wird durch die Untersuchung bestätigt, dass man sich in Innenräumen einer viel größeren Gefahr aussetzt als unter freiem Himmel oder in Räumen mit einer guten Lüftung.
     
  • KONTAKT MIT ASYMPTOMATISCHEN INFIZIERTEN: Die Experten geben außerdem an, dass asymptomatische Infizierte, also Menschen, die keine Symptome haben, für etwa 40% aller Ansteckungen verantwortlich sein sollen.
     
  • VERSEUCHTE RÄUME: Außerdem besteht ebenso die Möglichkeit sich mit Corona via Aerosolen anzustecken, wenn man sich NACH einem Infizierten in den gleichen Raum begibt (und der Infizierte den Raum verlassen hat). Als Beispiel hierfür werden zwei Gäste eines Hotels angegeben, die sich nicht direkt begegnen, sie aber nacheinander durch den gleichen Flur gehen. In den Autos von Infizierten konnten SARS-CoV-2 Spuren drei bis 11 Stunden NACHDEM die Patienten das Auto verlassen hatten, nachgewiesen werden.

„Bei der Untersuchung aller Studien konnte kein Beweis erbracht werden, der die Ausbreitung von SARS-CoV-2 über Aerosole in der Luft widerlegen würde“, heißt es in der Veröffentlichung der Untersuchung.

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Ansteckung vermeiden mit diesen Maßnahmen

Neben den gefährlichsten Situationen identifizierten die Experten auch die notwendigen Maßnahmen, die ergriffen bzw. beibehalten werden müssen. Diese sind:

  • Hände waschen und das Reinigen von Oberflächen, sei nach wie vor wichtig, dennoch sollte man der Eindämmung der Aerosole noch größeres Augenmerk schenken.
  • In Räumen müssen eine gute Ventilation und Luftfilterung garantiert sein.
  • Abstand halten, sowie qualitativ hochwertige medizinische Masken sind ebenso notwendig (wenn auch nichts Neues für die meisten Menschen).
  • Auch wird es empfohlen, so wenig Zeit wie möglich in einem geschlossenen Raum (mit anderen Menschen) zu verbringen.