LINA über neues Album „Melodrama“: „Viel vulnerabler geht es nicht.“
LINA veröffentlichte vergangenen Freitag (23.01.2026) ihr neues Album „Melodrama“. Im Interview mit BRAVO.de hat die Sängerin unter anderem erzählt, warum sie diesen Titel für ihr neues Projekt gewählt hat und wie viel LINA wirklich in diesem steckt. 👀
„Melodrama“: „Passt wie die Faust aufs Auge“
„Melodrama“ ist das bereits fünfte Studioalbum von LINA – doch warum hat sie diesen Titel für dieses gewählt? „Ich denke, dass Menschen mich tendenziell schon als ein bisschen dramatisch bezeichnen würden. Ich überdramatisiere hier und da gerne mal Dinge, bin schnell sehr emotional geladen und habe krasse Highs und Lows und bin dann auch oft melancholisch. Ich verlaufe mich manchmal in einem eigenen kleinen Drama in meinem Tag. Allein meine zeitliche Planung ist schon ein kleines Drama. Dementsprechend passt es wirklich wie die Faust aufs Auge zu mir.“
Das ist anders gelaufen bei „Melodrama“
2016 veröffentlichte LINA mit „Official“ ihr erstes Album – zehn Jahre und vier weitere Alben später, ist die Sängerin nun in ihrer „Melodrama“-Ära. In einem Jahrzehnt passiert natürlich viel und LINA hat sich weiterentwickelt und auch in ihrem Umfeld hat sich viel geändert – das zeigt sich auch in ihrer neuen Musik: „Ich habe in einem komplett neuen Team gearbeitet – ich habe die Leute erst in den letzten zweieinhalb Jahren kennengelernt. Das war sehr erfrischend und sehr wichtig für mich. Es trägt alles komplett meine Handschrift, vom ersten bis zum letzten Ton. Ich war quasi der Master of Disaster – auch bei der Abgabe. Irgendwann dachte ich: ‚Oh mein Gott, warum kann denn nicht noch mal jemand anderes mit draufgucken?‘ Es war aber auch total das selbstbestimmende Gefühl, und ich freue mich einfach sehr darüber, dass so viel Lina in dem Album steckt. Ich bin mit diesem Album einfach ein Herz und eine Seele und ich habe noch nie an einem anderen Album so viel meine Fingerchen drin gehabt.“
LINA: Ein Blick in ihre Gefühlswelt
Und genau das macht es auch zu ihrem persönlichsten und ehrlichsten Album. Angst davor, ihre Fans und alle Hörer*innen so tief in ihre Gefühlswelt blicken zu lassen, hat die Sängerin aber nicht: „Ich finde, es ist so ein bisschen wie in der Literatur, dass man sich denkt: ‚Okay, ist es jetzt das Leben des Autors oder ist es das nicht?‘ Man weiß es nicht, und ich finde es so schön, dass man mit seinen Gefühlen, Emotionen und Erfahrungen so spielen kann in der Musik. Es sind sehr ehrliche Songs auf ‚Melodrama‘, und wenn man zum Beispiel den letzten Song hört, den Draft zu ‚Morgen ist auch noch ein Tag‘, da gibt es nicht viel zu diskutieren. Viel vulnerabler geht es nicht. Aber ich finde, es ist wichtig, auch seine sehr traurigen Gedanken zu teilen. Es erfüllt mich mit Stolz, trotzdem eine gewisse Confidence auf dem Album auszustrahlen und einen poppigen Sound zu haben, viel mit Humor zu nehmen, seine Sehnsüchte auszuschreiben und von ihnen zu singen.“










