Die Work and Travel-Checkliste: Was brauche ich?

Ab in die große, weite Welt, das Abenteuer wartet auf dich! Viele träumen von einem Auslandsaufenthalt nach Schule oder Studium. Neue Leute, fremde Länder, tolle Eindrücke und jede Menge Spaß. Doch wie funktioniert das eigentlich und worauf muss man achten?

Hinaus in die Weite Welt – davon träumen viele nach der Schule oder dem Studium.
Hinaus in die weite Welt – davon träumen viele nach der Schule oder dem Studium.
Inhalt
  1. Was bedeutet „Work and Travel“?
  2. Das sind die Voraussetzungen für “Work and Travel“
  3. In diesen Ländern ist Work and Travel möglich 
  4. Versicherungen, Visum & Co.
  5. Deine Packliste für die Reise
 

Was bedeutet „Work and Travel“?

Du bist bald mit Schule oder Studium fertig und willst ins Ausland? Willst Land und Leute kennenlernen, hast aber nicht so viel Kohle, eine mehrmonatige Reise zu finanzieren. Da passt Work and Travel perfekt. Das kannst du entweder individuell planen oder über eine Work and Travel-Agentur, die dir bei der Beschaffung von Visum & Co. hilft. Während du bei anderen Reisen alles vorab buchst und bezahlst, verdienst du dir bei Work and Travel das Geld während der Reise, oder zumindest den Großteil. Während du bei anderen Auslandsaufenthalten wie Sprachkursen, einem Praktikum oder einem Aufenthalt als Au-pair an einem Ort lebst, reist du bei einem Work and Travel-Programm durchs Land, lernst Kultur und Leute so auf eine ganz besondere Art und Weise kennen. Der Aufenthalt dauert von wenigen Monaten bis zu einem Jahr. Typische Work and Traveller-Jobs sind Gelegenheitsjobs, vor allem in der Gastronomie und in der Landwirtschaft. Vom Animateur bis hin zum Farmarbeiter ist alles möglich. Entweder du erhältst eine einfache Bezahlung oder kannst alternativ für freie Kost und Logis arbeiten. Du solltest zirka 200 Euro in der Woche für Unterkunft im Hostel, auf dem Zeltplatz oder anderen Schlafmöglichkeiten und Essen einplanen. Für Sightseeing und Weggehen solltest du auch noch einmal etwas einplanen. Wobei es viele gibt, die zunächst ein halbes Jahr arbeiten (dann auch sieben Tage die Woche) und die restlichen Monate herumreisen.

Als Gelegenheitsjobs helfen viele auf Farmen mit.
 

Das sind die Voraussetzungen für “Work and Travel“

Du musst mindestens 18 Jahre alt sein und darfst nicht älter als 30, in manchen Ländern 35 Jahre, sein. Du solltest die Landessprache beherrschen, sodass englischsprachige Länder am beliebtesten sind. Oftmals beinhaltet ein Work and Travel-Programm, das von verschiedenen Agenturen angeboten wird, zunächst einen Sprachkurs/Auffrischungskurs in den jeweiligen Ländern. Dort lernst du auch andere, die das Programm absolvieren, kennen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass du Rücklagen in Höhe von zirka 1800 bis 3500 Euro hast, sodass deine Ausreise auf jeden Fall gesichert ist. Und du dir, solltest du krank werden oder etwas Unvorhergesehenes passiert, eine Unterkunft leisten kannst. Ein Work and Travel-Aufenthalt erfordert ein gewisses Maß an Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen. Denk dran, dass Familie und Freunde weit weg sind und du vielleicht nicht so schnell Anschluss findest, wie du dir wünschst. Du musst spontan sein und solltest dir für keine Hilfsarbeit zu schade sein. Hinzu kommt, dass du ja erst vor Ort nach Jobs suchen kannst und sich das manchmal über mehrere Wochen hinziehen kann. 

Ein Work and Travel-Aufenthalt muss sorgfältig geplant werden. 
 

In diesen Ländern ist Work and Travel möglich 

Die Top Work and Travel-Länder sind Neuseeland, Australien und Kanada. Dort gibt es Working-Holiday-Visa. Mit diesem Visum darfst du bis zu einem Jahr im Land bleiben und arbeiten. Natürlich gibt es aber auch andere Länder, die du bereisen kannst und in denen du gleichzeitig Geld verdienen kannst. Jeder deutsche Staatsbürger kann auch "Working Holiday“-Programme in Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Hongkong, Israel, Japan, der Republik Korea, Neuseeland, Taiwan und Uruguay absolvieren. 

 

Versicherungen, Visum & Co.

Du brauchst eine spezielle Langzeit-Auslandskrankenversicherung, (die normale gilt nur für Aufenthalte bis zu sechs Wochen) mit der du auch arbeiten darfst. Dafür gibt eseine spezielle Work and Travel Auslands-Krankenversicherung (z.B. von der AOK). Um sich bis zu zwölf Monate im jeweiligen Land aufhalten zu können und dort auch arbeiten zu dürfen, musst du ein Visum beantragen. Nähere Infos zu Visum und Arbeitserlaubnis und wo genau du diese beantragst, findest du hier. Außerdem solltest du dich darüber informieren, ob du Impfungen auffrischen lassen musst. Genauere Infos findest du auf den Seiten des Auswärtigen Amtes.

 

Deine Packliste für die Reise

So dann geht es auch schon fast los! Jetzt gilt es nur noch zu überlegen, was du alles mitnehmen sollst. Überleg dir auch, ob du eventuell Autofahren willst und einen internationalen Führerschein beantragen solltest. Am besten nimmst du einen Rucksack mit (Fassungsvermögen 60 bis 80 L). Auf jeden Fall solltest du für alle Wetterlagen gewappnet sein, da du ja verschiedene Jahreszeiten durchlebst. Neben Sommersachen (Sonnenbrille, Kopfschutz, etc), solltest du an Regensachen und eine Allwetterjacke denken. Außerdem feste Wanderschuhe und praktische Dinge wie einen Hüttenschlafsack, eine faltbare Trinkflasche und ein kleines Notfalltäschchen. In das packst du Schmerztabletten, Tabletten gegen Übelkeit und etwas gegen Erkältung. Pflaster, Desinfektionsspray, eine Wundsalbe, Sonnencreme und desinfizierendes Handgel sollten nicht fehlen. 

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