Was tun gegen Rotwerden?

Was tun gegen Rotwerden?
Was tun gegen Rotwerden? Foto: iStock
Auf Pinterest merken

"Wie peinlich! Es passiert schon wieder!" Viele Jungen und Mädchen werden in aufregenden Momenten ungewollt rot - und schämen sich dafür. Wer das immer wieder erlebt, würde manchmal am liebsten im Erdboden versinken. Aber keine Angst! Mit ein paar kleinen Tricks gehst Du bald viel lockerer mit dem Rotwerden um. Hier geht´s los . . .

Erlaube Dir, rot zu werden!
Erröten ist eine natürliche, menschliche Reaktion. Sag zu dir selbst: "Es ist okay, dass ich jetzt rot werde. Das geht auch wieder weg!" Selbst wenn Du es noch nicht glaubst: Wiederhole diese Worte immer wieder!

Wenn Du rot wirst, sprich es selber an!
Du stehst vor Deinem Schwarm, möchtest ihn ansprechen und merkst: Es geht wieder los - die Röte steigt Dir ins Gesicht! Dann sprich es selber an, bevor es jemand anders tut. "Ich wollte dich was fragen. Und jetzt bin ich so aufgeregt, dass ich schon wieder rot werde. Voll blöd." Sicher wird niemand etwas Negatives darauf antworten. Im Gegenteil. Ehrliche Worte sind ein guter Einstieg für ein gutes Gespräch.

Versteck Dein Rotwerden nicht!
Je mehr Du Dein Rotwerden verbergen willst, umso mehr Stress machst Du Dir. Und dadurch hält Dein Erröten noch länger an. Denk daran: Es gehört zu Dir, dass Du leicht rot wirst.

  • Keiner kann aus Deinem Erröten Deine Gedanken und Gefühle ablesen.
  • Nicht jeder nimmt Dein Erröten wahr! Schon gar nicht so intensiv wie Du selbst.
  • Viele Menschen sehen das Rotwerden nicht als Schwäche, sondern als eine sehr menschliche und liebenswerte Reaktion.

Atmen nicht vergessen!

Diese Atemübung hilft Dir, Dich zu entspannen:
Leg Deine Hand flach auf den Bauch, etwa zwei Zentimeter unterhalb des Bauchnabels. Atme tief ein und stell Dir vor, wie Dein Atem langsam bis hinunter zu Deiner Hand fließt und die Hand auf dem Bauch anhebt. Dann stell Dir vor, wie Dein Atem wieder über den Brustraum zurück durch die Nase nach außen entweicht. Spüre dabei, wie Deine Hand nach unten sinkt. Wiederhole das ruhig einige Male! Du wirst sehen: Auf diese Weise wirst Du wieder entspannt und Deine Gesichtsfarbe normalisiert sich ganz schnell.

Stärke Dein Selbstbewusstsein!
Lenke Deinen Blick auf Deine Stärken und Fähigkeiten, also auf das, was Du gut kannst! Mach Dir klar: Nur weil Du oft rot wirst, bist Du kein unnormaler Mensch.
Ignoriere blöde Kommentare!
Lerne Anspielungen auf Dein Rotwerden einfach zu überhören! "Ach wie niedlich, jetzt wird er/sie wieder rot . . . !" Solche doofen Sprüche kommen von Menschen, die sich wichtig machen wollen, indem sie andere ärgern und kränken. Lass Dich davon nicht beeinflussen.

istock 000049139646 large
Foto: iStock

Lerne eine Entspannungstechnik!
Zum Beispiel "Autogenes Training" oder "Yoga". Solche Methoden helfen Dir, Dein Selbstbewusstsein zu stärken und Stress abzubauen. Am besten lernst Du Entspannungsübungen unter Anleitung in der Gruppe. Frag beim Kinder- und Jugendarzt oder bei Deinem Sportverein nach, wo solche Kurse angeboten werden oder wende Dich an eine Jugendberatungsstelle in Deiner Nähe.

Wenn alles nichts hilft:
Es kann sein, dass Dir diese Tipps nicht weiter helfen. Wenn Du unter Deinem Rotwerden extrem leidest, brauchst Du professionelle Hilfe. Wende Dich am besten an einen Arzt und/oder an einen Psychotherapeuten!

Was bei Aufregung in unserem Körper passieren kann!

Unser Körper hat sich einiges ausgedacht, wie er auf Stress reagieren und ihn dadurch besser bewältigen kann. Wir erklären, was alles in Dir vorgehen kann und welche guten Seiten Du daran sehen kannst, statt alles nur zu verteufeln.

Erröten
Deine Aufregung bringt ganz einfach Dein Blut in Wallung - es steigt Dir buchstäblich zu Kopf! Die starke Durchblutung hat auch Vorteile: Deine Augen beginnen besonders schön zu strahlen und Deine Lippen wirken voll und sinnlich.

Hitzewallungen!
Dein Körper läuft auf Hochtouren und Deine Zellen verbrauchen jede Menge Sauerstoff, um Energie bereitzustellen. Die Folge: Dir wird hot, hot, hot!

Gänsehaut!
Deine Nerven stehen unter Strom! Die Muskelfasern unter der Haut spannen sich an und die Härchen richten sich auf. Übrigens: Derselbe Ablauf lässt auch Deine Brustwarzen hart werden!

istock 000023370399 large
Foto: iStock

Stottern!
Dreht Dir Dein Sprachzentrum manchmal den Strom ab? Dein Körper empfängt Stress-Signale und bereitet sich auf einen Ausweg aus der Stress-Situation (Flucht) vor. Die Energie wird vom Kopf in die Beine gelenkt.

Herzklopfen!
Spürst Du plötzlich Deinen Herzschlag? Wer verliebt oder aufgeregt ist, zeigt ähnliche Körperreaktionen wie jemand der Angst hat! Dazu gehört auch ein beschleunigter Herzschlag. So bekommst Du mehr Energie und kannst Deine Aufmerksamkeit besser fokussieren.

Zittrige Knie!
Kennst Du das Gefühl, als würden Dir die Beine wegsacken? Entweder liegt es an Deinen neuen Schuhen mit den extrahohen Absätzen - oder daran, dass Dein Körper durch die Aufregung zu viel Blut in Deine gepumpt hat. Und dieser Energieüberschuss bringt Deine Knie zum Zittern.

Appetitlosigkeit oder Übelkeit!
Du bist nicht krank, sondern vielleicht verknallt oder einfach nur mega aufgeregt! Du brauchst Deine ganze Kraft, um Dich auf eine Sache zu konzentrieren? Deshalb bleibt für die Verdauung nichts mehr übrig. Das Ergebnis: Der Magen wird weniger durchblutet und Dein Hungergefühl liegt auf Eis.