Verhüten mit Diaphragma und Co.!

Caya ist ein neuartiges Diaphragma

Viele Mädchen informieren sich gut über unterschiedliche Verhütungsmethoden, weil sie selber entscheiden wollen, welche Methode wirklich gut zu ihnen passt. Besonders sicher sind dabei hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder der Verhütungsring. Es gibt aber immer mehr Mädchen und junge Frauen, die nach hormonfreien Alternativen suchen.

Da Anwendungsfehler vor allem am Anfang leicht passieren können und einige dieser Barriere-Verhütungsmittel recht groß erscheinen, werden sie Jugendlichen eher nicht empfohlen. Mädchen, die keine hormonellen Verhütungsmittel benutzen dürfen oder ohnehin zusätzlich mit Kondom verhüten, können hier aber vielleicht interessante Möglichkeiten entdecken.

Das Diaphragma

Richtig eingelegt bedeckt es den Muttermund vollständig. Es ist in unterschiedlichen Größen erhältlich. Um herauszufinden, welche Größe die individuell passende ist, ist eine Beratung durch den Frauenarzt oder eine Ärztin einer Beratungsstelle wichtig. Denn nur ein gut passendes Diaphragma schützt richtig vor einer Schwangerschaft. Die zusätzliche Anwendung eines Verhütungsgels ist wichtig.

Frühestens acht Stunden nach dem Sex darf das Diaphragma wieder rausgenommen werden. Wer öfter nacheinander Sex haben will, muss zwei Stunden nach dem letzten Samenerguss erneut eine Portion Verhütungsgel in die Scheide einführen, damit der Schutz vor einer Schwangerschaft höchstmöglich bleibt. Alternativ oder zusätzlich kann aber auch ein Kondom verwendet werden.

Später wird das Diaphragma einfach aus der Scheide gezogen und mit Seifenwasser abgespült. Es sollte trocken gelagert werden, bis es zum nächsten Einsatz kommt.

Verhütungsgel kostet etwa 10 Euro pro Tube.

Auch das Caya Diaphragma muss vor dem Einführen mit einem Verhütungsgel bestrichen werden. Dieses muss bei mehrfachem Sex mit einem Applikator wieder neu in die Scheide eingeführt werden. Weitere Infos findest Du im Video.

Anleitung:

Die Portio Kappe:

Portio Kappe FemCap

Wenn die Kappe richtig platziert ist, kann sie dort bis zu 42 Stunden liegen. Vor jedem neuen Geschlechtsverkehr sollte allerdings mit einem Applikator neues Verhütungsgel in die Scheide eingeführt werden. An der kleinen Schlaufe sollte sie frühestens sechs Stunden nach dem letzten Sex wieder herausgezogen werden. Mehr dazu erfährst Du im Video.

Anleitung:

Das lea contrazeptivum:

Lea contrazeptivum

Das lea contrazeptivum ist eine Weiterentwicklung der Portio Kappen und besteht ebenfalls aus Silikon. Es ist vergleichsweise leicht an den richtigen Platz zu bringen, auch wenn es zunächst im Vergleich recht groß erscheint. Es kann bis zu 40 Stunden vor dem ersten Geschlechtsverkehr eingeführt werden. Dafür muss es vorher mit Verhütungsgel bestrichen und richtig rum tief in die Scheide eingeführt werden. Dort sucht es sich seinen richtigen Platz fast von selbst.

Durch sein spezielles Ventil entsteht ein leichter Unterdruck, wodurch es sich leicht am Muttermund festsaugt und dadurch gut hält. Flüssigkeiten aus der Gebärmutter können durch das Ventil abfließen, ohne dass sie Sicherheit eingeschränkt wird. Daher kann "lea" länger in der Scheide bleiben, als die anderen Barrieremethoden. Frühestens acht Stunden nach dem Sex darf "lea" wieder an der kleinen Schlaufe aus der Scheide gezogen werden, damit der Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft größtmöglich ist.

Ein großes Plus im Vergleich zu den anderen Barrieremethoden ist, dass Mädchen mit "lea" innerhalb von 48 Stunden jederzeit spontan Sex haben können und dabei nur ein Mal zu Anfang das Verhütungsgel auftragen müssen. Danach nicht mehr. Egal, wie oft man in diesem Zeitraum Sex hat. Diaphragmen können das nicht bieten, weil sie zum einen nur 24 Stunden in der Scheide verbleiben dürfen. Zum anderen dürfen beim Diaphragma maximal zwei Stunden zwischen Auftragen des Gels und dem Geschlechtsverkehr vergangen sein, damit ein Schutz gewährleistet bleibt. Danach muss bei den Diaphragmen erneut Gel in die Scheide eingeführt werden.

Sicherheit:

Die Sicherheit von Barrieremethoden zu Verhütung hängt entscheidend von der richtigen Passform und der korrekten Anwendung ab. Deshalb ist eine Anleitung und Beratung durch einen Frauenarzt empfehlenswert. Wird alles richtig gemacht, liegt der Pearl Index sogar unter zwei. Das heißt: Weniger als zwei von hundert Frauen, die auf diese Weise verhütet haben, sind innerhalb eines Jahres schwanger geworden. Bei Anwendungsfehlern ist die Sicherheit natürlich stark eingeschränkt und es kommt zu Versagerquoten bis zu 17 Prozent.

Keines der hier vorgestellten Verhütungsmittel schützt vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Das können nur das Kondom und das Femidom.

Kosten und Haltbarkeit:

Die Kosten für eine Verhütung mit Barrieremethoden müssen auch jugendliche Anwenderinnen normalerweise selbst übernehmen.

Die Kosten im Überblick:

Diaphragma knapp 50 Euro plus Applikatoren für das Erneuern des Gels bei mehrfachem Geschlechtsverkehr

Portio Kappe circa 65 Euro plus Applikatoren für das Erneuern des Gels bei mehrfachem Geschlechtsverkehr -

Lea contrazeptivum circa 47 Euro - keine zusätzlichen Applikatoren nötig

Austausch nach einem Jahr wird empfohlen

ab der ersten Anwendung zwei Jahre haltbar

Nach einer Scheideninfektion wird empfohlen, ein neues Produkt zu verwenden, da auch durch Abkochen nicht in jedem Fall alle Keime abgetötet werden können.