Patellasehne: Was ist das genau?

Die Patellasehne hat in unserem Körper eine wichtige Funktion.
Die Patellasehne hat in unserem Körper eine wichtige Funktion.

Die Patellasehne – was ist das eigentlich genau? Immer wieder sind Sportler an der Patellasehne verletzt. Bastian Schweinsteiger, Franck Ribery oder Cristiano Ronaldo hatten bereits solche Probleme. Wie kommt das und was ist die Funktion einer Patellasehne?

 

Patellasehne: Ihre Aufgabe

„Die Patellasehne, oder genauer gesagt Patellarsehne, verbindet den Unterschenkel mit der Kniescheibe. Die Kniescheibe wiederum ist mit dem Oberschenkel verbunden. Somit ist die Patellasehne dafür zuständig, dass wir unser Bein strecken können“, sagt Dr. Markus Wendl, der unter anderem die Bundesliga-Juniorinnen vom 1. FC Nürnberg betreut.

Bei Verletzungen an der Patellasehne wird grundlegend zwischen zwei Arten unterschieden: Dem Riss und der Reizung. „Im Quartal habe ich vielleicht eine Person mit einem Riss, aber dafür bis zu zehn Leute täglich mit einer Reizung“, sagt Dr. Wendl. Probleme an der Patellasehne seien meistens die Folge einer Überbelastung.

 

Patellasehne: Der Riss

Bei einem Riss der Patellasehne ist in der Regel eine Operation nötig. Die Patellarsehne muss neu vernäht werden. Bis ein Sportler wieder langsam ins Training einsteigen kann, vergehen rund zwölf Wochen.  Zudem ist eine Physiotherapie notwendig.

 

Patellasehne: Die Reizung

Eine Reizung der Patellasehne ist in der Regel schmerzhafter und komplizierter. „Es kann sein, dass man einige Tage sogar auf Krücken laufen muss“, sagt Dr. Wendl. Erst sind entzündungshemmende Mittel notwendig, dann folgt in der Regel eine Wärme- oder Kältebehandlung. „Beides kann funktionieren, das kann man vorher nicht sagen. Aber in der Regel schlägt Kälte besser an“, so der Mediziner.

Durch Bandagen wird die Patellasehne entlastet, mit Hilfe von Physiotherapie kann die Reizung langsam in Griff bekommen werden. „Eine Reizung kann nach zwei Wochen ausgestanden sein, es kann aber im schlimmen Fall auch zwei Jahre dauern“, weiß Dr. Wendl.