PMS: Das hilft gegen Menstruations-Schmerzen

Mädchen hat Bauchweh
Bauchschmerzen sind bei PMS am häufigsten

Mit ihrer ersten Menstruation bekommen viele Mädchen das sogenannte PMS - das Prämenstruelle Syndrom - und leiden unter Schmerzen, Gereiztheit und Heißhunger-Anfällen vor und während der Periode. Was hilft dagegen?

 

Wann geht es los mit der ersten Menstruation?

Das kann von Mädchen zu Mädchen sehr unterschiedlich sein und hängt mit den Erbanlagen zusammen. Als Faustregel gilt: Etwa ein Jahr nach Beginn der Brustentwicklung kriegen Mädchen ihre erste Periode. Die meisten bekommen sie mit 12 oder 13. Wer sie schon mit 10 oder 11 beziehungsweise erst mit 14 oder 15 hat, muss sich aber keine Sorgen machen – auch das ist völlig normal. Wer trotzdem unsicher ist, spricht am besten mit einer Ärztin oder einem Arzt darüber. Viele Mädchen haben Angst, dass die Periode völlig überraschend einsetzt. Zum Beispiel in der Schule. Das passiert aber nur selten. Normalerweise kündigt sie sich ganz vorsichtig an. Dann sind erst mal nur ein paar Tröpfchen im Slip. Du hast das Gefühl, bald deine Tage zu bekommen? Dann verwende vorsorglich Slip-Einlagen und steck dir eine Binde in die Tasche.

Mädchen sucht in Handtasche
Am besten Tampons und Slipeinlagen immer dabei haben!
 

PMS – kriegt das jedes Mädchen?

Während viele Mädchen überhaupt kein Problem mit ihrer Periode haben, leiden manche unter Bauchkrämpfen, Rückenschmerzen, Übelkeit, starken Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen. Manche Mädchen kriegen Fressanfälle kurz vor oder während der Periode, andere schlechte Laune, depressive Verstimmungen oder unkontrollierbare Wutanfälle. Die Gesamtheit dieser Beschwerden nennt man Prämenstruelles Syndron - PMS. Verantwortlich dafür sind die Hormone. Während es einige Mädchen nur ein bisschen nervt, fühlen sich andere richtig krank. 

Daher kommen Bauchnabel-Fussel
Aua, Bauch ... bei PMS helfen Ruhe UND Bewegung
 

Was kann man gegen Menstruationsschmerzen tun?

Oft helfen Ruhe, Entspannungsübungen, Wärme und Kräutertees. Vor allem die lästigen Bauch- und Rückenschmerzen lassen sich damit gut in den Griff bekommen. Wenn du merkst, dass es im Rücken oder im Bauch zieht, binde dir einen Schal um oder leg, wenn du zu Hause bist, eine Wärmflasche auf. Gegen die Stimmungsschwankungen kann man nicht viel tun, aber wenn du weißt, dass es vorbei geht, ist es nicht so schlimm. Wenn du deine beste Freundin vorwarnst ("Achtung, Zickenalarm, ich hab meine Periode!") hat sie sicher gleich Verständnis. Ansonsten gehst du Schwierigkeiten in der Zeit am besten aus dem Weg und löst deine Probleme lieber zu einem anderen Zeitpunkt. Auf Sport musst du nicht verzichten, im Gegenteil - Bewegung tut richtig gut! Vor allem Gymnastik, Yoga und langsames Joggen entkrampfen und halten den Kreislauf in Schwung. 

Wärmflasche
Eine Wärmflasche wirkt oft Wunder bei PMS
 

Wann muss man wegen PMS zum Frauenarzt?

Du fühlst dich jedes Mal richtig krank, wenn du deine Tage hast? Dann lass dich mal vom Frauenarzt durchchecken und beraten. Er kann dir ein sanftes Mittel dagegen verschreiben. Auch hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können die Beschwerden verstärken. Es gibt fast immer Alternativen, deshalb solltest du mit starken PMS-Beschwerden auf jeden Fall zum Arzt. In Extremfällen bildet sich eine Migräne aus, vor allem bei Mädchen, die oft unter Kopfschmerzen leiden. Das solltest du ernst nehmen und dich behandeln lassen.

Du warst noch nie beim Frauenarzt? Das sind die wichtigsten Infos

 

Trotz Periode und PMS gut drauf!

Ganz wichtig: Sei nicht so streng mit dir - schließlich verliert dein Körper bei jeder Menstruation Blut und die Hormone spielen ein wenig verrückt. Und natürlich musst du dich erst mal an die Periode gewöhnen, bis du mit Tampons oder Binden gut zurechtkommst und den Verlauf deiner Blutung richtig einschätzt. Wenn du dir unsicher bist, hol dir Tipps von Freundinnen, die ihre Tage schon haben. Auch deine Mutter kann dir Infos geben und freut sich bestimmt, wenn sie dir helfen kann. Peinlich? Quatsch, die Periode gehört zum Leben aller Mädchen und Frauen. Wegen deiner Monatsblutung musst du auf nichts verzichten, was dir Spaß macht. Wenn du Tampons benutzt, ist sogar Schwimmen überhaupt kein Problem. Während einige Mädchen sich mit ihren PMS-Beschwerden zu Hause einkuscheln, lassen sich andere auch gern ablenken. Richtig gut sind Spaziergänge - zum Beispiel mit der besten Freundin.

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Wenn die Periode unregelmäßig kommt

Viele Mädchen sind verunsichert, wenn ihre Periode nicht in regelmäßigen Abständen - die Regel sind 28 Tage - einsetzt, viel zu kurz oder lange andauert und ungewohnt schwach oder stark ist. Wenn es dann noch wehtut, ist man schnell total entnervt. Doch gerade am Anfang ist das völlig normal. Es kann manchmal Monate oder sogar Jahre dauern, bis die Tage etwa alle drei, vier Wochen kommen. Nur selten sind andere Gründe dafür verantwortlich, dass die Periode auf sich warten lässt oder ganz ausbleibt. Zum Beispiel körperlicher oder seelischer Stress, eine Krankheit, die Einnahme von Medikamenten oder eine krasse Ernährungsumstellung. Mädchen, die schon Sex haben, können vielleicht auch eine Schwangerschaft nicht ausschließen – deshalb: ab zum Arzt!

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