Bundesfreiwilligendienst: 10 Tipps und Adressen

Bundesfreiwilligendienst
Wir erklären dir, was es mit dem Bundesfreiwilligendienst auf sich hat! Foto: Thinkstock
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1. Was ist der Bundesfreiwilligendienst?

Den Bundesfreiwilligendienst (kurz BFD oder Bufdi) gibt es seit 2011. Damals wurde der Zivildienst abgeschafft und der Bundesfreiwilligendienst soll nun allen offen stehen, egal ob männlich oder weiblich.

Gerade für Jugendliche, die unsicher sind, was sie einmal beruflich machen wollen, ist der BFD eine klasse Sache. So kann man in Bereiche reinschnuppern, die man sonst so nicht kennenlernen würde. Und bei der Ausbildungssuche macht es einen super Eindruck!

2. Wo arbeitet man beim Bundesfreiwilligendienst?

Es gibt echt mega viele Einrichtungen, wo man den BFD machen kann. Die Einsatzbereiche sind vielfältig: Soziales (Kinder- und Jugendhilfe, Jugendarbeit, Wohlfahrts-, Gesundheits- und Altenpflege, Behindertenhilfe), Umwelt- und Naturschutz, Sport, Integration, Kultur- und Denkmalpflege, Bildung, Zivil- und Katastrophenschutz.

Wer die Schule mit 16 Jahren abgeschlossen hat, kann sich für den Bundesfreiwilligendienst bewerben.

3. Wie lange kann man den Bundesfreiwilligendienst machen?

Normalerweise dauert der BFD ein Jahr. Man kann aber auch für ein halbes Jahr oder 1,5 Jahre den BFD machen. Es darf maximal auf zwei Jahre verlängert werden.

Bundesfreiwilligendienst
Foto: Thinkstock

4. Was verdient man beim Bundesfreiwilligendienst?

Das ist total unterschiedlich! Die Einsatzstelle entscheidet selber, wie hoch das "Taschengeld" ausfällt. Maximal darf 357,00 Euro gezahlt werden. Manchmal wird auch eine Verpflegungspauschale und die Arbeitskleidung gezahlt.

Die Einsatzstelle zahlt auch aber auch alle Beiträge zur Renten,-Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. (Das ist gut, so bist du versichert und musst diese Kosten nicht auch noch selber zahlen!)

5. Wie sieht es mit Kindergeld und Waisenrente aus beim Bundesfreiwilligendienst?

Keine Sorge, während des Bundesfreiwilligendienst bleibt der Anspruch auf das Kindergeld und auch auf die Waisen-/Halbwaisenrente bestehen. 

Wusstest du, dass du einen Abzweigungsantrag für das Kindergeld stellen kannst, wenn du nicht mehr zu Hause wohnst? Wenn du diesen Antrag bei der Kindergeldkasse abgibst (und deine Eltern zustimmen), dann kann dein Kindergeld sogar direkt auf dein eigenes Konto überwiesen werden.

6. ...und wenn das Geld nicht zum Leben reicht?

Falls du für den BFD von Zuhause ausziehen musst, dann kann das gezahlte "Taschengeld" schon sehr knapp sein. Falls du gar nicht mit dem Taschen- und dem Kindergeld auskommst, dann kannst du Wohngeld beantragen. Falls es dann immer noch nicht reicht, kannst du es immer noch bei den Jobcentern einen Antrag stellen, dass dein Einkommen auf den Hartz 4 Satz angepasst wird.

7. Nach dem BFD: Sonderurlaub für Vorstellungsgespräche!

Alle, die den Bundesfreiwilligendienst machen, können für Vorstellungsgespräche, Termine beim Arbeitsamt oder bei Probearbeit und Eignungstest freigestellt werden. Einfach bei der Einsatzstelle ankündigen und dann wird gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Die Freistellung für die Bewerbungstermine ist gesetzlich festgehalten und kann euch nicht verboten werden.

8. Was lernt man noch alles?

Als Bufdi lernt man nicht nur seine eigene Einsatzstelle kennen, sondern besucht auch regelmäßig Seminare. Dort kann man die anderen Freiwilligen aus der Region kennen lernen und sich mit ihnen austauschen. In den Seminaren lernt man einiges über Deutschland, die Gesellschaft und unsere Umwelt.

Bundesfreiwilligendienst
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9. Wie finde ich Einsatzstellen und wie bewerbe ich mich drauf?

Hier  und hier werden freie Stellen gemeldet werden. 

Außerdem gibt es auch immer wieder Einsatzstellen, die ihre Bufdis über Anzeigen im Internet oder in den Zeitungen suchen. Einfach die Augen offen halten. Wenn du bereits weißt, dass eine Einrichtung den BFD anbietet, kannst du auch einfach dort anrufen und mal nachfragen.

10. Ansprechpartner vor Ort für alle Fragen

Und wenn du da nicht fündig wirst, dann gibt es immer noch Ansprechpartner für jede Region!
Zu finden sind die über Bafza : einfach dein Bundesland und deine Stadt suchen und schon wird der richtige Ansprechpartner rausgeworfen.