Was bedeutet Freundschaft?

Freundschaften geben dem Leben Sinn, doch was bedeutet Freundschaft eigentlich? Wir haben uns das Ganze mal tiefer angeschaut!

Was bedeutet Freundschaft?
Freundschaft bedeutet für jeden Menschen etwas anderes

Was bedeutet Freundschaft? Hast du dich das schon einmal gefragt? Vielleicht hast du eine ganz klare Definition dafür, vielleicht merkst du aber auch beim Nachdenken, dass du es gar nicht genau fassen kannst, ab wann du einen Menschen als Freund*in betrachtest. Irgendwo ironisch: Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir neue Freund*innen finden können oder wie wir es schaffen, dass unsere geschlossenen Freundschaften alles überstehen. Also scheint ja doch jeder Mensch, ob bewusst oder unbewusst, eine Definition über Freundschaft zu haben, oder? Was Freundschaft bedeutet, haben wir mal genauer betrachtet und geben euch auf diese Frage eine Antwort. 🤜🤛

10 Freundschaftssprüche für jede Gelegenheit

 

Was macht eine Freundschaft aus?

Was macht eine Freundschaft aus?
Platonische Liebe – sie macht den Kern einer Freundschaft aus

Freundschaften sind sehr individuell, schließlich ist es bei den Menschen, die sie pflegen auch nicht anders. Deswegen gibt es eine Menge Definitionen – von persönlichen bis hin zu eher wissenschaftlichen. So definiert Britannica.com Freundschaft als „Zustand dauerhafter Zuneigung, Wertschätzung, Intimität und Vertrauen zwischen zwei Menschen“. Das Urban Dictionary definiert Freundschaft etwas persönlicher: „Freundschaft ist, wenn du jemanden liebst mit jeder Faser deines Seins und möchtest, dass sie glücklich sind, selbst wenn das bedeuten sollte, dass du etwas opfern musst, um sie glücklich zu machen.Klingt nach der Definition von Liebe, oder? Und etwas anderes ist Freundschaft auch nicht!

 

Freundschaft ist eine platonische Form der Liebe, die wir für die Menschen empfinden, die uns nahestehen. Freund*innen sind für uns da, wenn es uns schlecht geht – genauso, wie wir für die da sind. Freundschaften haben ihre Höhen und Tiefen, wie jede Form von Beziehung zwischen Menschen, doch in ihrem Kern sind sie stabil. Wir wissen einfach, dass ein Streit nicht bedeutet, dass wir diese Person nie wieder sehen oder mit ihr sprechen werden. Freundschaften, die es wert sind, geführt zu werden, zeichnen sich aus durch

  • Die beidseitige Bereitschaft, in das Glück der anderen Person zu investieren (ob durch Zeit, Ratschläge oder auch mal eine klare Ansage)
  • Den gegenseitigen Respekt der Prinzipien und Einstellungen beider Personen
  • Einen guten Einfluss – ein*e wahre*r Freund*in möchte, dass du die beste Version deiner Selbst bist 💖

Bei einer Freundschaft geht es nicht darum, dass beide Seiten immer super happy gehalten und bei jeder noch so absurden oder gar toxischen Entscheidung und Verhaltensweise unterstützt werden. Im Gegenteil! Ein*e wahre*r Freund*in kann dir auch mal die Meinung sagen – und vielleicht wirst du es nicht hören wollen, vielleicht wirst du sogar wütend sein oder es wird dich verletzen. Doch anders als bei toxischen Freund*innen, ist es bei echten Freund*innen ihr oberstes Ziel, dich glücklich zu sehen und dass es dir auf lange Sicht gut geht. Sie werden versuchen, dich wieder auf diesen Pfad zu führen und manchmal werden sie vielleicht auch an dir ziehen dafür. Freundschaft bedeutet in diesem Fall auch, diese Hilfe als solche auch annehmen zu wollen – und zu können.

 

Wie entstehen Freundschaften?

Wie entstehen Freundschaften?
Gemeinsame Erfahrungen und Interessen helfen, eine Freundschaft aufzubauen und aufrecht zu erhalten

Freundschaften entstehen durch ganz unterschiedliche Dinge und Situationen – hättest du bei jedem*jeder deiner Freund*innen bei der Begegnung damals gedacht: Die Person wird safe mein Bestie! Wahrscheinlich nicht. 😉 Generell gibt es diese Faktoren, die die Entstehung einer Freundschaft begünstigen:

  • Gemeinsame Interessen: Das ist wohl der Faktor, durch den die meisten Freundschaften entstanden sind! Wenn wir gemeinsame Interessen haben und dadurch auch gemeinsame Aktivitäten finden, die beiden Seiten Spaß macht, ist das schon mal ein sehr guter Grundstein für die Entstehung einer Freundschaft. Das ist aber auch kein Garant für eine tiefe Freundschaft: Wir können immer noch sehr tiefe Gefühle für eine Person hegen, mit der wir nicht viele Gemeinsamkeiten verbringen. Auf Dauer kann es aber schwierig werden, die Freundschaft aufrechtzuerhalten, wenn wir keine gemeinsamen Aktivitäten haben, die uns beiden Spaß macht.
  • Gemeinsame Geschichte: Das meint nicht nur die Leute, die wir schon ewig kennen. Eher geht es hier darum, dass man zusammen etwas erlebt hat. Im „besten“ Fall etwas, was für beide eine schwierige und fordernde Zeit war, in der die jeweils andere Person eine große Stütze war. Auch das kann aber auf Dauer nicht die einzige Gemeinsamkeit bleiben – immer nur in der gemeinsamen Vergangenheit zu schwelgen, bringt weder die Freundschaft noch die befreundeten Personen in irgendeiner Form weiter.
  • Gemeinsame Prinzipien: Das überschneidet sich ein wenig mit gemeinsamen Interessen. Jemand, der dich in deinen Haltungen, moralischen Vorstellungen und/oder Prinzipien unterstützt und diese teilt, ist dir sicherlich schon mal grundsätzlich sympathischer! Das geht aber auch in die andere Richtung: Bspw. eine politische Einstellung, die so gar nicht mit dir konform ist, MUSS kein Thema zwischen euch sein – aber ob eine wahre und tiefe Freundschaft daraus entsteht bzw. aufrechterhalten werden kann, ist fraglich.
  • Gleichberechtigung: In ungefähr jeder Form von Beziehung ein Muss und das gilt natürlich auch für eine Freundschaft. Gemeint ist, dass die Unterstützung jeglicher Art nicht einseitig sein darf. Eine Person sollte nicht alleinig von der anderen abhängig sein!

Das sind nur einige Beispiele, die zeigen sollen, was Freundschaft bedeutet und wie sie entstehen kann. Vielleicht passt das Geschriebene perfekt auf dich und deine Freund*innen, vielleicht auch gar nicht. Und das muss es auch nicht! Es gibt Freund*innen, die auf den ersten Blick komplette Gegensätze in Aussehen, Verhalten und Einstellungen sind. Und auch das kann sehr wertvoll sein, schließlich geht es bei Freundschaften nicht darum, das perfekte Spiegelbild zu finden (sollte es auch in anderen Formen von Beziehungen nicht gehen).

Gerade ein*e Freund*in, die in vielen Punkten ganz anders ist als du, kann dir dabei helfen, deinen Horizont zu erweitern, weiter zu schauen, als bis zu deinem eigenen kleinen Tellerrand, deine Komfortzone auch mal zu verlassen und dich etwas zu trauen, was du dir vorher nicht hättest vorstellen können. Freund*innen können das alles sein! Wir lachen, streiten, weinen mit ihnen – und jede Erfahrung bringt uns näher, zeigt uns, wer wir sind und wer die andere Person ist.

Was bedeutet Freundschaft? Peter Ustinov hat es einmal sehr schön gesagt: „Freunde sind die Familie, die wir uns selber aussuchen.“ 🥰