Die klassische 4-3-3 Aufstellung

Eine klassische 4-3-3 Aufstellung mit Positionen nach Rückennummern.

Begriffe wie "Doppel-Sechs" werden in jeder Mannschaftsaufstellung benutzt. Um sie zu verstehen, muss man die klassischen Aufstellungen anschauen. Damals wurden die Rückennummern noch nach Positionen verteilt, daher kommen auch diese Bezeichnungen. Hier ist eine klassische 4-3-3 Aufstellung.

Neben der klassischen 4-4-2 Aufstellung ist das 4-3-3 zur Erklärung heutiger Begriffe am bedeutendsten. Das 4-3-3 ist dabei die offensivere Aufstellung, was vor allem daran liegt, dass zwei offensive Mittelfeldspieler und drei Stürmer auf dem Platz stehen. Man kann in der Grundaufstellung die Herkunft des Begriffs Doppel-Sechs erkennen, aber auch die etwas seltener benutzte Doppel-Acht kann man hier sehen. Wie beim 4-4-2 wird auch hier die Abwehr von einem Libero (Nummer 5), zwei Manndeckern (2,3) und einem Vorstopper (4) gebildet. Davor spielt ein defensiver Mittelfeld-Spieler mit der Nummer 6 und zwei Spieler auf den sogenannten Halbpositionen.

 

Halbpositionen und Außenstürmer

Die Mittelfeldspieler mit der Nummer 8 und 10 spielen auf halbrechts und halblinks und bilden ein Spielmacher-Duo. Da die Nummer 10 normalerweise für einen einzelnen Spielmacher reserviert war, spricht man heutzutage bei Aufstellungen mit Halbpositionen von der "Doppel-Acht". Die Außenbahnen werden teilweise von ihnen abgedeckt, vor allem Offensiv sind aber die Außenstürmer (Nummer 7 und 11) auf den Seiten zu finden. Früher waren diese beiden tatsächlich reine Stürmer, werden heute Außenstürmer eingesetzt, z.B. bei [tag:bayern]Bayern München[/tag] mit [search:robben]Arjen Robben[/search] und [search:ribery]Franck Ribéry[/search] haben die auch Defensiv-Aufgaben.

 

Der Mittelstürmer

Das Herzstück des Angriffs ist in dieser Aufstellung aber der Mittelstürmer mit der Nummer 9. Angreifer, wie der Holländer Marco van Basten waren im Sturmzentrum zu finden und normalerweise Kopfballspezialisten, aber auch technisch stark und hatten einen guten Schuß. Diese Position gibt es im Prinzip auch heute noch. Bei Bayern ist das zum Beispiel [search:gomez]Mario Gomez[/search], der eigentlich eine "Neuner"-Position spielt – auch wenn er die Nummer 33 trägt. Allerdings gilt auch hier, dass Mittelstürmer früher so gut wie nie nach hinten mitgearbeitet haben. Diese Spieler waren neben den Spielmachern fast immer die bekanntesten, wichtigsten und gefürchtesten Gegner, denn sie machten normalerweise die meisten Tore.