Jules Bianchi: Die Hoffnung schwindet

Jules Bianchi hat sich bei seinem Horror-Unfall in Japan schwer verletzt.
Jules Bianchi hat sich bei seinem Horror-Unfall in Japan schwer verletzt. Foto: getty images

Philippe Bianchi, der Vater von Jules Bianchi, hat schlechte Neuigkeiten über den Gesundheitszustand seines Sohnes. "Eigentlich muss ein Fortschritt in den ersten sechs Monaten zu verzeichnen sein. Jetzt sind es neun Monate, und Jules ist nicht aufgewacht und macht keine signifikanten Fortschritte. Mittlerweile bin ich weniger optimistisch, als ich es zwei oder drei Monate nach dem Unfall sein durfte. Damals konnte man auf ein besseres Ergebnis hoffen", sagte er dem öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender "France Info".

Jules Bianchi: Horror-Unfall

Zuletzt gab es schlechte Nachrichten über den Franzosen. Der Zustand von Formel-1-Pilot Jules Bianchi soll sich nach seinem Horror-Unfall verschlechtert haben, hieß es. Der 25-Jährige soll bereits Hirnmasse verloren haben!

Wie schlimm steht es um Jules Bianchi wirklich? Wenn man Gerhard Wolf, seit 1997 Mitglied der Medical Commission des Weltverbands FIA ist, Glauben schenken mag, sieht es gar nicht gut aus! In einer Pressemitteilung hieß es, Bianchi habe eine "axonale Schädigung". „Das ist die medizinische Ausdrucksweise für eine sehr schwere Hirnverletzung, wo auch Hirnmasse verloren geht und zwar durch den Bluterguss, der bereits operiert werden musste. Das heißt, es ist wohl auch Hirn zugrunde gegangen. Dieser Befund klingt leider nicht sehr erfreulich", sagte Wolf dem "Motorsport-Magazin".

Die erste Operation für den beim Rennen von Japan schwer verunglückten Bianchi fand bereits unmittelbar nach seinem Unfall statt. Der Unfall von Bianchi ereignete sich auf regennasser Fahrbahn. Der Marussia-Pilot krachte in einen Abschleppkran, der gerade dabei war, dass Auto vom deutschen Formel-1-Fahrer Adrian Sutil zu bergen.

Nach dem Unfall von Bianchi gab sein Formel-1-Team eine Stellungnahme in Namen der Familie heraus: "Wir bitten um Geduld und Verständnis bezüglich weiterer medizinischer Neuigkeiten, die nur in Verbindung mit dem Krankenhaus in Yokkaichi herausgegeben werden, wenn die Ärzte es für angemessen halten.“

Mika Salo, einer der Rennkommissare in Suzuka, sagte nach dem Unfall von Bianchi, dass der Franzose „einen sehr starken Schlag gegen den Kopf“ bekommen habe.

Nach dem schweren Unfall von Bianchi wurde das Rennen in Suzuka abgebrochen. Der Sieg ging an Lewis Hamilton (Mercedes). Zweiter wurde sein Teamkollege Nico Rosberg vor Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull).