Ferien-Liebesgeschichten: Süße Küsse unter Palmen

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Tolles Wetter, Ferien-Feeling und die ganz großen Gefühle - zwei Girls erzählen ihre romantischsten Ferien-Liebesgeschichten

Die schönste Reise meines Lebens

Der Traumurlaub in der Karibik beginnt chaotisch. Aber das Glück sitzt im gleichen Flugzeug...

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"Als meine Eltern versprachen, in diesem Jahr würden wir weder nach Kärnten noch an die Ostsee fahren, sondern in die Karibik fliegen, konnte ich mein Glück kaum fassen. Voller Vorfreude packte ich meinen Koffer, süße Kleidchen, bunte Flip-Flops, den neuen Bikini, Tops, Hotpants. Der Flug dauerte dann zwar über zwölf Stunden, aber das machte mir nichts aus. Ich hatte mir eine Jogginghose und ein gemütliches Shirt angezogen und konnte etwas schlafen. Als wir ankamen, war ich fit und wach. Und dann am Gepäckband sah ich ihn ... Er war groß, blond, schlank, hatte blaue Augen und das netteste Lächeln der Welt. Als wir kurzen Blickkontakt hatten, wurde ich fast ohnmächtig. Oh Gott, war der süß! Mein Vater hievte seinen Koffer vom Band und dann den meiner Mutter. Nur meiner kam nicht. Aber der des blonden Jungen offenbar auch nicht. Zum Schluss standen nur noch seine und meine Familie herum und warteten. Was für ein krasser Zufall! Bei der Gepäckermittlung sprach er mich an: "Da sind wir beide wohl die Einzigen, die mit langer Hose an den Strand gehen ..." Ich wurde knallrot und bekam nur ein "Hmm" heraus. Erst im Taxi zum Hotel wurde mir klar, dass das kein Witz war! Wie in Trance checkte ich mit meiner Family im Hotel ein. War ich jetzt sauer oder happy? Ich hatte keine Ahnung! Es war früher Abend, und nach einem kleinen Snack an der Bar ging ich allein an den Strand. Es war traumhaft schön. Weißer Sand, Palmen, türkisfarbenes Meer, orangefarbener Sonnenuntergang. Und ich in meiner alten Jogginghose! Ich legte mich in den Sand, schaute in den Himmel und seufzte. Da hörte ich ein Kichern neben mir. Der Blonde! "Hi", sagte er und ließ sich neben mich fallen. "Ich bin dir gefolgt", grinste er. "Wir müssen zusammenhalten, oder?" Ich nickte. Und dann bekam ich endlich den Mund auf. Und wie! Ich erzählte ohne Pause. Wir quatschten und lachten wie die Kinder. Er hieß Jonas und war auch zum ersten Mal außerhalb von Europa. Als es dunkler wurde, streichelte er mich ganz zart am Arm und sagte: "Ich glaube, ich bin gerade dabei, mich in dich zu verlieben." Ich bekam eine Gänsehaut. Sein Gesicht war ganz nah an meinem, ich spürte seinen Atem. "Jonas", flüsterte ich. Dann spürte ich seine Lippen auf meinen. Unser erster Kuss, von vielen..."

(Maren, 15)

Knapp daneben, aber mitten ins Herz

Manchmal braucht es nicht mehr als einen dicken Haufen ekliger Algen, um das Glück zu finden ...

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"30 Grad, strahlend blauer Himmel, Ferienanfang! Ich hatte mega-gute Laune, als mich Chrissy zum Cliquen-Ausflug an den Waldsee abholte. Wir wollten dort bis zum Abend bleiben, schwimmen, chillen, später dann ein Lagerfeuer machen. Als wir fast da waren, wurde ich nervös. Mein Schwarm Marco sollte auch mitkommen. Ich fand ihn schon seit drei Monaten toll, hatte mich aber noch nie getraut, ihm das zu sagen oder ihn direkt anzuflirten. Also beobachtete ich ihn mehr so aus dem Augenwinkel. Chrissy und ich sprangen in den See. Ich fühlte etwas Weiches am Bein und holte mit den Händen einen glitschigen Algenhaufen aus dem Wasser. Ich rief: "Los, Chrissy, fang!" - und warf ihr die Algen rüber. Sie kreischte und warf sie zurück. Ich konnte gerade noch ausweichen. "Na warte", prustete ich und schmiss den ekligen Haufen in ihre Richtung. Genau in dem Moment tauchte Marco aus dem Wasser auf - und die glitschigen Algen landeten auf seinem Kopf. Es sah aus, als hätte er eine grüne Perücke auf. Chrissy musste so lachen, dass sie fast ertrunken wäre, aber ich war vor Schreck wie gelähmt. "Hey!", rief er. "Das gibt Rache!" Er warf die Algen schnell zu mir rüber und traf mich an der Schulter. Sekunden später war er bei mir. "Warte mal", meinte er, nahm die Algen und rieb mich damit ein. Ich schrie wie verrückt, alles an mir war grün. Ich spritzte ihm Wasser ins Gesicht. Eine Sekunde lang schaute er mich überrascht an. Dann aber fing er an zu lachen und spritzte zurück. "Stopp, ich ergebe mich", keuchte ich. Er lachte. "Na gut, dann bring ich dich mal an Land." Seite an Seite gingen wir ans Ufer. Wir setzten uns auf sein Handtuch und quatschten über die Schule, unsere Freunde und den Ausflug. Abends saßen wir nebeneinander am Lagerfeuer und unterhielten uns mal miteinander, mal mit den anderen. Kurz vor Sonnenuntergang zog er mich hoch und zum Steg am See. "Du, Caro, ich fand's heute echt schön", sagte er leise. Ich strahlte ihn an und nickte. Im nächsten Moment schlang er seinen Arm um mich und küsste mich sanft auf die Lippen..."

(Caro, 14)