Was ist ein Leistenbruch? Operation Und was passiert bei einer?

Sven Bender wurde nach einem Leistenbruch auf beiden Seiten operiert

Sven Bender wurde erfolgreich an der leiste operiert. Der Mittelfeldspieler hatte auf beiden Seiten einen Leistenbruch. Was bedeutet das?

Grafik eines Leistenbruchs

Ist die Bauchdecke gerissen, drückt der Darm durch die Lücke. Ein sogenannter "Bruchsack" entsteht. Auch wenn der Leistenbruch nicht immer eine Beeinträchtigung darstellt, muss er trotzdem unbedingt operiert werden. Denn im schlimmsten Fall kann sonst der Darm abgeklemmt werden, wodurch das Darmgewebe abstirbt und eine Bauchfellentzündung entsteht. Und das ist lebensgefährlich. Deswegen immer zum Arzt gehen, wenn du einen Knubbel in der Leistengegend hat, der dir komisch vorkommt.

Die OP eines Leistenbruchs ist ein Routine-Eingriff. Ungefähr 150.000 Operationen dieser Art werden jedes Jahr in Deutschland durchgeführt. Dabei gibt es verschiedene Methoden, mittlerweile wird aber am häufigsten ein Netz in die Bauchdecke implantiert. Das wurde übrigens auch bei Dortmunds Sechser Sven Bender gemacht. Dabei wird mit kleinen Schnitten ein Zugang zum Bruch geschaffen. Ein Kunststoffnetz wird großflächig über den Bruch genäht und hält somit die Eingeweide im Bauchraum. Diese Netz ist spannungsfrei, das heißt es schränkt die Bewegung des Bauchs nicht ein. Der Vorteil: Bereits nach kurzer Zeit ist man wieder voll belastbar. Sven Bender soll zum Beispiel in vier Wochen schon wieder auf dem Platz stehen.