Guru: Muskelbündelriss

Lukas Podolski fällt bei Arsenal mit einem Muskelbündelriss. Der BRAVO Sport Guru erklärt euch, was es damit auf sich hat.
Der Muskel ist ein so genanntes kontraktiles Organ, das durch eine Abfolge von Kontraktionen (Anspannung) und Erschlaffung die menschliche Bewegung ermöglicht.

Es war, als hätte er es schon ­eine Sekunde nach der Verletzung genau gewusst: Als Lukas ­Podolski (28) beim CL-Playoff-Spiel seines FC Arsenal gegen Fenerbahce Istanbul Ende August nach einem Sprint plötzlich zusammensackte und auf dem Rasen liegen blieb, stand dem Nationalspieler der Schreck ins Gesicht geschrieben. Die Diagnose folgte einen Tag später: Muskelbündelriss! „Mir war schnell klar, dass das was Ernstes ist“, so Poldi, der seitdem beim englischen Topklub auf Eis liegt.

Schaubild: 1. Gesunde Muskelfaser, 2. Muskelfaser-Riss, 3. Zerrung

Bündelriss: Das spürt man

Das sind die Folgen

In der Aufnahme des MRT erkennt man ein so genanntes "Loch" (weißer Bereich), das bei schweren Muskelverletzungen entstehen kann, gefüllt mit abgestorbenem Gewebe. "Diese Delle lässt sich je nach Ausprägung deutlich ertasten.", erklärt Experte Dr. Rarreck

"Bei Muskelverletzungen, die ausreichend auskuriert wurden, sollte es nicht zu Folgeschäden kommen", sagt Dr. Thorsten Rarreck. "Ein Muskelbündelriss etwa ist nach meiner Erfahrung frühestens nach sechs bis acht Wochen auskuriert. Bei zu frühem Comback kann es zu neuen, kleineren Verletzungen und dann zu Vernarbungen kommen. Und das bedeutet dauerhafte Schäden!" Zum Beispiel kann dadurch die Sprintfähigkeit eines Spielers dauerhaft geschwächt werden.