DFB-Pokal: FC Schalke 04 betrogen?

DFB-Pokal: Schalke betrogen?

Im DFB-Pokal-Halbfinalspiel zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt gab es jede Menge Diskussionsbedarf. Ein vermeintliches Handspiel lässt die Schalker toben, Frankfurt zieht wieder ins Pokalfinale ein.

Für den FC Schalke 04 ist der Traum vom Finale in Berlin geplatzt: Nach der 0:1-Niederlage in der eigenen Arena scheidet Schalke gegen Eintracht Frankfurt aus. In einem von Taktik geprägtem Spiel hatten die Gäste am Ende das Glück auf ihrer Seite. In der 75. Minute brachte Luka Jovic die Eintracht nach einem Eckball sehenswert per Absatz-Kick in Führung. Danach wurde es wild: Zunächst sah der erst 33 Sekunden zuvor eingewechslte Gelson Fernandes nach einem brutalen Foulspiel die Rote Karte, in der Nachspielzeit gab es dann eine weitere strittige Entscheidung. 

Strittige Entscheidung kostet S04 die Verlängerung

In der sechs minütigen Nachspielzeit warfen die Königsblauen alles nach vorne und kamen nochmals zu guten Chancen. Nach einem geklärten Eckball brachte der Schalker Caligiuri den Ball erneut in den Sechzehner, Franco Di Santo nahm den Ball mit der Brust an und drosch das Leder in die Tormaschen. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer, der Schiedsrichter Robert Hartmann entschied sofort auf Handspiel und gab den Treffer nicht. Die Proteste der Schalker halfen nichts, der Treffer zählte nicht. Dabei war die Aufregung verständlich, denn in so einem Fall hätte sich der Videoassistent aus Köln melden müssen. Bei Leon Goretzka saß der Frust tief: "Franco ist fünf Mal am Tag im Kraftraum. Ich glaube, dass er den Ball mit seiner Brust annehmen kann. Das ist auf jeden Fall brutal ärgerlich. Er kann ja auch einfach warten. Mittlerweile hat man die technischen Hilfsmittel. Die sind eigentlich dafür da, um Spiele fairer zu gestalten. Für genau solche Situationen wurde der Videobeweis eingeführt."

Frankfurt erneut im Finale

Auf der anderen Seite herrscht hingegen pure Freude: Niko Kovac hat seine Eintracht zum zweiten Mal hintereinander ins DFB-Pokalfinale nach Berlin gecoacht und trifft dort am 19. Mai auf seinen neuen Arbeitgeber FC Bayern München. Im letzten Jahr unterlagen die Adler Borussia Dortmund im Finale 1:2.