Yik Yak: Die Läster-App aus den USA

Yik Yak
Jeder will ein Seflie mit dem Yak-Maskottchen in den USA.

Die App "Yik Yak" ist ganz einfach: Wenn man sie auf seinem Smartphone öffnet, dann sieht es fast aus wie Twitter - kurze Sprüche und Postings in chronologischer Reihenfolge.

Es gibt nur einen Unterschied: Die Postings sind anonym. Außerdem werden nur Postings aus einem 2-Kilometer-Umkreis angezeigt. Wer will, der kann auch ein Pseudonym benutzen.

Besonders an Schulen in den USA wurde die App schnell ein Hit: anonyme Nachrichten posten, Gerüchte verbreiten und auch intime Gedanken wurden geteilt. Die Yaks, so heißen die Nachrichten, sind Anonym. Wenn man nicht wie bei Twitter und Facebook einen Nick oder sogar den echten Vor- und Nachnamen angeben muss, dann gibt es keine Hemmschwelle. An US-Schulen wurde die App mittlerweile verboten, an Unis kann man Yik Yak immer noch fleißig nutzen. Die kritischen Stimmen und auch die Mobbing-Fälle häufen sich.

 

Found on Yik Yak in #Atlanta

Ein von Yik Yak (@yikyakapp) gepostetes Foto am

Auch in der Schweiz ist die App schon bei den Schülern angekommen. Doch ein Verbot  wie in den USA will man hier nicht - obwohl auch hier die App eher für Gerüchte und Mobbing genutzt wird. Die Rektorin Doris Dietler der Kantonsschule Wil sagte dazu im Interview mit 20min.ch: "Verbote reizen dazu, sie zu übertreten und scheinen mir in diesem Zusammenhang nicht sehr zielführend." 

Wirklich anonym sind die User der App Yik Yak übrigens nicht: Die IP-Adressen und die Standortdaten der Nutzer werden gespeichert und können bei entsprechendem Verdacht von der Polizei abgefragt werden.