Wieder Werder: Bremen fährt zum UEFA-Cup-Finale nach Istanbul.

Wieder Werder: Bremen fährt zum UEFA-Cup-Finale nach Istanbul.
Wieder Werder: Bremen fährt zum UEFA-Cup-Finale nach Istanbul.

Was für ein Spiel: Mit 3:2 bezwingt der SV Werder Bremen den Hamburger Sport-Verein in dessen Stadion und zieht ins Finale des diesjährigen UEFA-Pokals ein . . .

Hauptdarsteller auf dem Rasen von Hamburg (neben Diego und Olic): eine Papierkugel, geworfen von einem Fan. Es war die 82. Minute in der HSH Nordbank-Arena in Hamburg. Gravgaard (HSV) ist unbedrängt im Ballbesitz, doch weil ein zerknülltes Blatt Papier den Weg des Balles kreuzt, wird dieser abgefälscht und springt ins Toraus.

Die folgende Ecke, getreten von Diego, verlängert von Almeida, köpft Werder-Kapitän Frank Baumann zum 3:1 ins Tor. Obwohl Olic vier Minuten später noch auf 2:3 verkürzen kann (sein zweiter Treffer an diesem Abend, in der 13. Minute hatte er sein Team in Führung gebracht), verliert der HSV die Partie und scheitert somit im Halbfinale am Nordkonkurrenten ? wie schon am 22. April, als die Hamburger gleichfalls vor heimischer Kulisse gegen Werder verloren.

Damals standen sich beide Bundeligisten im DFB-Pokal-Halbfinale gegenüber. Während der HSV sich schnell wieder motivieren muss, um die Chance auf die deutsche Meisterschaft zu wahren oder zumindest die Champions League-Qualifikation unter Dach und Fach zu bringen, bereitet sich Werder auf zwei Finals Ende diesen Monats vor.

Am 20. Mai trifft die Truppe von Thomas Schaaf auf Schachtjor Donezk in Istanbul, zehn Tages später dann in Berlin auf Bayer Leverkusen, wenn es um den nationalen Pokal geht.

Zuvor allerdings, an diesem Sonntag, empfangen die Werderaner einen alten Bekannten, ihren aktuellen Lieblingsgegner: Der Hamburger Sport-Verein reist an die Weser, zum vierten und letzen Gefecht im Dauerduell der Nordrivalen.

UEFA-Pokal, Halbfinale (Rückspiele):

Schachtjor Donzek ? Dynamo Kiew 2:1

Hamburger SV ? Werder Bremen 2:3