Wie ich mich durch FOMO fast selbst in den Wahnsinn trieb!

Die Angst etwas zu verpassen
Kennst Du das auch: Du hast Angst etwas zu verpassen?

Es gab eine Zeit in meinem Leben (und das ist vermutlich völlig normal), da war ich nur unterwegs. Von der Schule ging es sofort zu meiner besten Freundin, zusammen fuhren wir zu einem Kumpel und kamen erst spät wieder zurück. Am Wochenende kam ich meistens nur nach Hause, um ein bisschen zu schlafen. Warum das so war? Weil ich am liebsten immer und überall dabei sein wollte, um auch gar nichts zu verpassen. 

Selbst heute kommt es noch vor, dass ich mich für einen Tag mit vier unterschiedlichen Personen verabrede, um es allen, aber auch mir recht zu machen. 

 

Was bedeutet FOMO?

Die komische Angst, irgendetwas zu verpassen, wird inzwischen auch als FOMO bezeichnet. Ausgeschrieben und übersetzt bedeutet FOMO: Fear of missing out - also die Angst etwas zu verpassen. Es handelt sich genauer um eine zwanghafte Sorge, eine soziale Interaktion, eine ungewöhnliche Erfahrung oder ein anderes Ereignis zu verpassen und nicht auf dem Laufenden zu sein. 

Auch durch unsere Handys, die immer online sind, kann so ein Gefühl verstärkt werden. Oder wie oft schaust Du auf Dein Smartphone, wenn Du eigentlich einen gemütlichen Abend vor dem TV geplant hattest? Ich selbst muss mich auch an einigen Tagen zusammenreißen. Manchmal kann ich mich gar nicht auf einen Film oder eine Serie konzentrieren, weil ich ständig Facebook oder Instagram checke. 

Und mich nervt das total! Nur weil ich mal einen halben Tag nicht auf mein Smartphone starre, geht meine Welt schon nicht unter. Doch auch außerhalb des virtuellen Kosmos ging es mir sogar manchmal schon schlecht, wenn ich im Nachhinein bei Snapchat und Co. sehen konnte, welche Freundinnen Spaß zusammenhatten, während ich eben nur chillte (Das ist auch ein Symptom von FOMO). 

 

Was kann ich gegen FOMO tun?

Doch ist das wirklich so schlimm? NEIN ist es nicht! Wie bei vielen anderen "Krankheiten" (FOMO ist noch keine medizinisch anerkannte Krankheit), ist der erste Schritt, sein "Problem" selbst zu erkennen. Da es mich oft nervt, dass ich geknickt bin, wenn ich irgendwo nicht dabei gewesen bin oder die Finger von meinem Smartphone nicht lassen kann, habe ich erkannt, dass ich etwas tun muss. 

Aus diesem Grund habe ich angefangen darüber nachzudenken, was mich wirklich glücklich macht und worauf ich wirklich Lust habe (und nicht, wo ich einfach nur dabei sein will, um nichts zu verpassen). Bei dem Gedanken, am Samstagabend in meinem Lese-Sessel zu sitzen, ein Buch zu lesen und Kakao zu trinken, fühle ich mich gerade so wohl (weil ich weiß, dass es mir nach den letzten stressigen Wochen einfach gut tun wird), dass es mir wirklich egal ist, ob meine Freunde auf einer fetten Party sind. 

Außerdem versuche ich auch Gruppen-Chats bei WhatsApp stumm zu schalten und andere Push-Nachrichten auszustellen. Mir hat zudem Sport sehr geholfen - so habe ich mir einen Ausgleich geschaffen. Und (auch wenn es manchmal schwer fällt) ich kann Dir noch den Tipp geben, Dein Handy sonntags einfach am Strom zu lassen und gar nicht anzufassen. Geh an die frische Luft, geh mit der besten Freundin spazieren und lass das Smartphone zu Hause. 

Es ist wirklich nicht schlimm, mal bewusst etwas zu verpassen - glaub mir! ;) 

 
 

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