?Tropico 3? im Test

?Tropico 3? im Test
?Tropico 3? im Test

Hola y bienvenidos a ?Tropico 3?! Willkommen zu einem Aufbau-Spiel im Stile von ?Anno? angesiedelt in der entspannenden Karibik. Als El Presidente müssen sich Spieler behaupten, Städte erbauen und zum Wohle des Volkes handeln. gamesTM hat sich das PC-Spiel angeschaut.

Guten Morgen, Tropico! Auch heute melde ich, Juanito, mich wieder um euch zu sagen, wie schön das Leben auf dieser Insel doch ist. Heute habe ich einen ganz besonderen Leckerbissen für euch: El Presidente höchstpersönlich hat sich die Mühe gemacht, für euch einen Blick auf das Wetter zu werfen. Unser geliebter Nationsvater sagt einen heiteren Tag voraus. Und selbst die Nacht wird mild, sternenklar und sonnig. Das glaubt ihr nicht? Aber Amigos! Ihr wisst doch, El Presidente hat immer Recht! Selbst, wenn er sich mal irrt...

Ja, der Presidente der kleinen Bananenrepublik Tropico ist wahrlich allmächtig. Kein Wunder, verbirgt sich hinter dem Zigarren rauchenden Vater der Republik doch der Spieler selbst, der über Gedeih und Verderb der tropischen Insel entscheidet. Ganz im Stil der ersten satirischen Aufbausimulation ?Tropico? hat der Spieler die Wahl: Er kann gütig sein, eine Sozialversicherung einführen und kostenlose Behausungen für die Armen anbieten. Er kann aber auch mit eiserner Faust regieren, den Bewohnern ihre letzten Pesetas aus den Taschen ziehen, und die Staatseinnahmen auf das eigene schweizer Bankkonto wandern lassen. Como tú quieras.

Doch bevor man im Regierungssessel Platz nimmt, wählt man sein Alter Ego aus 18 berühmten Vorgaben wie Ché Guevara oder stellt sich über einen wenig umfangreichen Editor selbst einen Presidente zusammen. Dazu gehören auch charakterliche Merkmale ? gute wie schlechte: Wer einen religiösen Fanatiker mit einem Finanzgenie kombiniert, erhält beispielsweise Respekt vom religiösen Lager und wirtschaftet sparsamer, erntet aber wegen seines Fanatismus Rüge von anderen politischen Lagern. Schön auch, wie die Bevölkerung auf diese Eigenschaften reagiert. Da kann es schonmal passieren, dass Protestler auf der Straße mit Schildern gegen die Knauserigkeit ihres Führers wettern. Unverständlich nur, dass vor jeder der insgesamt 15 Missionen der Kampagne der Presidente erneut gebastelt werden muss. Das hemmt den Spielfluss.

Die Missionsziele sind abwechslungsreich: 8.000 Einheiten Exportwaren verschiffen, ein Touristenparadies errichten, oder mindestens 20 Jahre an der Macht bleiben. Leicht ist das auf Tropico allerdings nie, denn hier gilt es mehrere Jahre vorauszuplanen. Zucker oder Tabak zum Beispiel werden auf Plantagen angebaut, die drei Jahre Zeit zum Wachsen brauchen.

Auch grafisch ist ?Tropico 3? eine Augenweide: Im kristallklaren Meer wiegen Algen, an den detaillierten Gebäuden erkennt man liebevolle Verzierungen und auf den Straßen wuseln die Tropicaner auf dem Weg zur Arbeit. Schade nur, dass die noch immer fast alle gleich ausschauen: gelbe Shirts, weiße Kleider, Rot für die Kinder ? hier fehlt Abwechslung.

Der Sound ist nicht mehr ganz so fetzig wie im ersten ?Tropico?. Immer noch dringen heiße Latinorhythmen ans Ohr des Presidente, doch nur allzu oft vergehen Minuten ohne Musik. Dann vernimmt man nur Bauarbeiter oder das Kreischen der Möwen am Hafen. Schade, hier hätte man mehr Flair schaffen können.

Unterm Strich muss man aber sagen, dass endlich wieder eine Diktatoren-Simulation daraus geworden ist, wie sie Fans kennen und lieben ? bockschwer, ungewöhnlich und eben ein tropischer Strategie-Koloss, der sich selbst alles andere als ernst nimmt. Toll!

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