Terror-Angriff auf die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo"

"Je suis Charlie"
"Je suis Charlie"

Hast du auch schon den Satz "Ich bin Charlie" oder auf Französisch "Je suis Charlie" gelesen und dich gefragt, was es damit auf sich hat? Gestern war ein schwarzer Tag für Europa und ein Angriff auf die Pressefreiheit. Am 7. Januar 2015 stürmten gegen 11. 30 Uhr drei Attentäter die französischen Redaktion "Charlie Hebdo". Zwei waren mit Kalaschnikows bewaffent. Sie töteten zwölf Menschen und elf Menschen wurden verletzt, davon vier schwer.

Unter dem Hashtag #CharlieHebdo teilen weltweit die Menschen ihr Mitgefühl für die Opfer des Angschlags.

 

Warum wurde die Redaktion angegriffen?

"Charlie Hebdo" ist eine Satire-Zeitschrift. Man könnte sie vielleicht mit der deutschen Seite www.der-postillon.com vergleichen. In den Artikeln wurde immer  provoziert, Religionen wurden alle auf’s Korn genommen. Auch die katholische Kirche führte viele Prozesse gegen die Zeitschrift, verlor‘ sie aber alle.

Aber auch Politiker und Rechtsextreme waren nicht sicher. Politisch korrekt war "Charlie Hebdo" nie. Die Mohammed-Zeichnungen der dänischen Zeitschrift "Jylland-Posten", die 2006 zu Protesten in der islamischen Welt führten, wurden in "Charlie Hebdo" abgedruckt. Es folgten in den Jahren immer wieder neue islamkritische Inhalte. Ein Brandanschlag 2011 zerstörte die Redaktionsräume fast vollständig. Eine erste Antwort auf die Kritik am radikalen Islam.

 

Wer waren die Täter?

Die Täter sollen "Allah ist groß" und "Wir haben den Propheten gerächt" gerufen haben, bevor sie das Feuer auf die Redaktion eröffneten. Deswegen wird vermutet, dass der Anschlag einen religiösen Hintergrund hat. Außerdem wird vermutet, dass die Täter eine militärische Ausbildung haben. Ob eine Verbindung zu radikalen Islamisten besteht ist noch unbekannt. Viele Muslime distanzieren sich von dieser Blut-Tat und verurteilen den Anschlag.

Ein Verdächtiger, der 18-jährige Hamyd M., hat sich bereits der Polizei gestellt. Er soll den mutmaßlichen Tätern geholfen haben. Die beiden Haupttäter sollen zwei Brüder (Said und Cherif K.) sein, beide sind auf der Flucht. Aktuell scheint die Polizei ihnen dicht auf den Fersen zu sein.

 

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