"Terminator: Die Erlösung" im Test!

Hält das Spiel zum aktuellen Kino-Hit, was es verspricht?
Hält das Spiel zum aktuellen Kino-Hit, was es verspricht?

Als Videospiel-Begeisterter kennt man sie nur zu gut: Lizenz-Games zu aktuellen Kino-Hits. In den meisten Fällen leiden solche Titel an mangelnder Qualität und wirken, als seien sie auf die Schnelle programmiert worden. Auch "Terminator: Die Erlösung" ist solch ein Fall. Ob sich der Kauf dennoch lohnt?

Die Handlung als Prolog zum aktuellen "Terminator"-Kinostreifen - der Kampf der Überlebenden gegen das Skynet und seine Killermaschinen - dient diesem Third-Person-Shooter als Grundlage. Willkommen im Jahr 2016.

Skynet hat bereits die atomare Apokalypse ausgelöst und sendet nun seine Drohnen zur Vernichtung der letzten Menschen. John Connor ist Anführer der Widerstandsbewegung. Ihn soll der Spieler in klassischer Third-Person-Perspektive durch die zehn Abschnitte des Spiels lotsen. Mit den rechten Schultertasten wird geschossen bzw. mit Granaten geworfen, die Analogsticks lenken Bewegung und Sicht, auf Kommando wirft sich John in Deckung.

Bereits im ersten Abschnitt drängt sich einem der Eindruck auf, der Entwickler Grin hätte sein Actiongame ?Wanted? recycelt und mit neuen Texturen geschmückt. Das hier sieht unfassbar ähnlich aus, auch ähnlich abwechslungsarm. Immer dieselben Angreifer, immer dieselben Waffen. Die Grafik ist durch Erdtöne geprägt - alles grau und braun, kaum ein Lichtblick, kaum Effekte dazwischen. Zudem sieht man aufgrund der Kameraführung immer nur des Helden Rückansicht. Und die leidet unter schlechten Animationsphasen: Ein Rücken wie ein Besenstil, darunter ein Hintern wie ein Wackeldackel, das sieht künstlicher aus als ein T-1000. Den gibt?s hier übrigens nicht, dafür humanoide T-600, blecherne Spinnen-Bots und Wespen-Dronen. Als effektivste Überlebensstrategie bleibt das koordinierte Sperrfeuer aus der Deckung heraus im Koop-Modus - also zu zweit auf dem geteilten Bildschirm. Während ein Spieler die Horde umflankt und den Silizium-Hirnen von hinten die Lebensgeister killt, sorgt der andere frontal für Ablenkung. Doch auch das klappt nicht problemlos, denn entfernen sich beide Spieler zu weit von einander, bricht die Spielsitzung überraschend ab. Das hat weder Sinn noch Nutzen, sondern frustriert einfach nur.

Ist John als Einzelkämpfer unterwegs, tut er sich mit wechselnden KI-Begleitern zusammen. Die Jungs und Mädels plaudern, rufen und machen Stimmung, tun wenig, stören wenig - Zierrat halt. Aufgelockert werden die Zu-Fuß-Schießereien durch Rail-Shooting-Sequenzen. Dann klemmt sich John hinter Geschütze von Zügen oder Buggies und beschäftigt sich beispielsweise mit Robot-Bikes und deren Miniguns, oder nimmt die angenehm deutlich markierten Schwachpunkte fliegender Angriffsjäger unter Feuer. Sobald alle Turbinen ausgeschaltet sind, kracht der gigantische Flieger auf den Boden und löst ein kleines Glücksgefühl im Spieler aus. Nett anzuschauen ist auch der Showdown der Mensch-Maschinen-Schlacht mit dem XXL-Harvester-Biest.

Aber zwischen diesen paar Höhepunkten herrscht zu viel Leerlauf, Langeweile und Frust. Wieso gibt?s keine Ausweichmanöver? Muss sich das Deckungssystem so sperrig anfühlen? Schon nach vier bis fünf Stunden neigt sich die abwechslungsarme Ballerei dem Ende zu, und es bleibt als Fazit: großer Name, wenig dahinter.

In Kooperation mit 360 Live, dem unabhängigen Fachmagazin für Xbox 360.

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