Streit um zu dünne Schaufensterpuppen

Schaufensterpuppen
Bei den Puppen stehen die Rippen hervor

Eigentlich wollte sich Laura Berry bloß eine neue Hose kaufen - doch dann schaffte sie es plötzlich, das UK-Modeunternehmen Topshop in die Knie zu zwingen!

Denn beim Shoppen fielen ihr die unrealistisch dünnen Körper der Schaufensterpuppen auf. Auf Facebook machte sie ihrem Ärger Luft. Laura regt sich darüber auf, dass solche "Traum-Körper" den Jugendlichen ein falsches Bild vermitteln und sie verunsichern.

In nur wenigen Stunden hatte ihr Beitrag über 3000 Likes und mehrere hunderte Kommentare. Und auch Topshop selbst meldete sich zu Wort.

Das Unternehmen sieht die Meinung ihrer Kundin ein und wird von nun an keine ultra-dünnen Schaufensterpuppen mehr bestellen.

 

Auch Primark und La Perla verbannen zu dünne Schaufensterpuppen

Die Rippen stehen hervor, die Beine sind dünn wie Streichhölzer - so sieht doch nicht der Körper einer "normalen" Frau aus? Doch. Das meint Graeme Popplewell, Chef der neuseeländischen Klamotten-Kette Glassons. In seinen Geschäften stehen solche klapperdürren Schaufensterpuppen - zum Ärgernis vieler Kunden.

Schaufensterpuppen

Jura-Studentin Emily Robins will sich gegen diese falsche Wahrnehmung wehren. Deshalb postete die 25-Jährige die Bilder der Puppen auf Twitter und startete so eine große Diskussion. Unter dem Pic schrieb Emily den ironischen Satz: "Abführen ist in in dieser Saison!" Im Internet fand sie dadurch viele Unterstützer. Nur der Glassons-Chef will von zu dünnen Puppen nichts wissen. Der BMI liege bei 18,8 - im "normalen Bereich". Außerdem liege es am Licht, dass die Schaufensterpuppe so dünn aussieht.

Der Shop wurde nun aufgefordert, die Schaufensterpuppen auszutauschen. Andere Firmen mit ähnlichen Puppen haben dies bereits getan - so zum Beispiel die britischen Marken Primark und La Perla.