Stabhochsprung

Keine Sportart für Jedermann. Stabhochsprung ist eine technisch anspruchsvolle Disziplin, die der Leichtathletik angehört. Nach ihrem Anlauf müssen die Athleten eine hochliegende Sprunglatte mit Hilfe eines langen, flexiblen Stabes überqueren. Seit 1896 ist die Disziplin für Männer olympisch, die Frauen springen erst seit 2000 um olympisches Gold! Doch: Wie stehen die deutschen Chancen im Stabhochsprung? Welches sind die internationalen Top-Favoriten und wer macht das Rennen um Gold unter sich aus?

 

Frauen auf Goldkurs

Silke Spiegelburg auf dem Sprung zum Sieg?
Silke Spiegelburg auf dem Sprung zum Sieg?

In diesem Jahr haben die deutschen Leichtathleten die Stäbe fest im Griff: Im Stabhochsprung gehört Silke Spiegelburg zu den wohl größten Favoritinnen im Kampf um das olympische Gold. Ihre Generalprobe für London ist knapp eine Woche vor Beginn der Spiele geglückt. Bei einem Wettbewerb in Monaco sprang Silke Spiegelburg über 5,82 Meter und verbesserte damit den Deutsche Rekord um zwei Zentimeter. Die Atheltin, die in Leverkusen trainiert, setzt sich damit an die Weltspitze - Keine andere Stabhochspringerin hat in diesem Jahre die Latte über diese Höhe überqueren können.

Eine weitere Deutsche mit der immer zu rechnen ist, ist Martina Strutz. Die muskulöse Athletin ist eine krasse Kämpferin und hat mit Silber bei der EM in Helsinki ihre starke Form bestätigt.

International ist die Russin und Weltrekordhalterin Elena Isinbaeva ein ernstzunehmende Konkurrentin. Sie hat es in dieser Saison bereits auf eine Höhe von 4,75 Meter geschafft.

 

Auch Björn Otto meldet Medaillenansprüche an

Björn Otto will auf Medaillenränge fliegen!
Björn Otto will auf Medaillenränge fliegen!

Auch bei den Männer ist das deutsche Aufgebot im Stabhochsprung erstklassig. Gleich vier Athletin haben in diesem Jahr die Olympia-Norm abgehakt. Das Problem dabei: Es gab nur drei Tickets für London zu vergeben. Einer davon, der immer wieder für Deutschland abgeräumt hat, ist Björn Otto. Der Höhen-Flieger ist deutscher Meister und hat vor knapp zwei Monaten die Silbermedaille bei den Europameisterschaften abgeräumt. 5,92 Meter hat der Stabhochspringer als Bestmarke aus dieser Saison stehen. Höher hinaus ging es nur für den Franzosen Renaud Lavillenie, der fünf Zentimeter mehr drauf legte.

Weitere deutsche Top-Springer, die in London ganz hoch hinaus wollen, sind Malte Mohr und Raphael Holzdeppe. Auch sie haben Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen.