Wolfsburg und seine Topverdiener

Topverdiener bei den Wölfen: Diego soll über acht Millionen Euro pro Jahr abgreifen.

Der VfL Wolfsburg war unter Felix Magath berühmt dafür, in den Transferperioden kräftig auf dem Spielermarkt zuzulangen. Mit knapp 40 Spielern ist der Wolfsburger Kader der mit Abstand größte in der Bundesliga. Viele Topverdiener beim VfL sitzen regelmäßig auf der Bank und kosten Millionen. Ein Problem, welches das neue Führungsduo Allofs/Hecking nun angeht. Checkt hier, wieviel Kohle die Topverdiener in Wolfsburg kassieren.

Der neue Manager Klaus Allofs ist erst seit wenigen Wochen im Amt und hat schon einiges bewegt: Mit Dieter Hecking hat Allofs bereits einen neuen Trainer und mit Ivan Perisic einen neuen Offensivmann nach Wolfsburg geholt. Doch bei einer Baustelle ist Allofs noch nicht sehr weit gekommen. Der VfL hat mit knapp 40 Spielern den größten Kader der Bundesliga — viele von ihnen sind im Ligadurchschnitt Topverdiener.

Während der Magath-Ära saß das Geld beim VfL locker, der Ex-Trainer ging in jeder Transferperiode auf große Einkaufstour. Nun scheint man in Wolfsburg umdenken zu wollen — Allofs und Hecking wollen den Kader verkleinern und Stars, die viel Geld kosten und nicht oder kaum spielen, abgeben. Bis zum 31. Januar bleibt den beiden neuen "Leitwölfen" dafür Zeit, ehe die Transferperiode endet. Das Problem: Spieler, die den VfL verlassen könnten, sind vom Gehalt her für die meisten Liga-Konkurrenten nahezu unbezahlbar.

 

Lakic und Co. kosten zu viel Kohle

Teurer Bankdrücker: Srdjan Lakic
Teurer Bankdrücker: Srdjan Lakic

Absoluter Topverdiener in den Reihen der Wölfe ist der Brasilianer Diego. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel verdient der Spielmacher im Jahr 8,2 Millionen Euro — Prämien sind darin nicht enthalten. Selbst für einen Spitzenspieler wie Diego ist das ziemlich viel Kohle. Aber: Diego spielt. Problematischer ist die Situation bei Edeljokern wie Srdjan Lakic, der im Jahr fette 2,6 Millionen mit nach Hause nimmt, aber im Team der Wolfsburger, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle spielt.

Hinzu kommen eine ganze Reihe von Topverdienern, wie zum Beispiel Christian Träsch, die im Bereich "zwei Millionen Euro und mehr" für ihre Dienste kassieren. Wer davon unter dem neuen Trainer Dieter Hecking eine Rolle spielt und wer nicht, wird sich zeigen. Fest steht nur: Der VfL Wolfsburg unterhält einen insgesamt zu teuren Kader — über 75 Millionen Euro soll der vom VW-Konzern finanzierte Klub jährlich für Spielergehälter investieren. Zum Vergleich: Der deutsche Meister Borussia Dortmund unterhält einen Kader mit Kosten von jährlich ca. 50 Millionen Euro — etwa ein Drittel weniger als das, was der aktuelle Tabellenfünfzehnte der Bundesliga an Kohle rausschmeißt.

Das Problem für Allofs und Hecking ist, dass es sich als schwierig erweisen dürfte Edelreservisten wie Lakic und Co. an andere Vereine abzugeben, denn: Bevor diese Spieler für deutlich weniger Kohle bei anderen Vereinen anheuern, würden sich die meisten wohl eher mit dem Reservisten-Dasein in Wolfsburg anfreunden.

Das Wolfsburger-Problem auf den Punkt gebracht: Zu viele Spieler verdienen überdurchschnittlich viel Geld, andere Vereine, die Interesse an diesen Spielern haben könnten, schrecken vor den zu hohen Gehältern zurück — die Folge: Der VfL hat Schwierigkeiten, den Kader und die damit verbundenen Kosten zu reduzieren... das Wolfsburger Dilemma.

Doch nachdem Felix Magath, genauso wie sein Vorgänger Dieter Hoeneß, die Gehaltsausgaben ständig erhöht habt, soll nun Schluss damit sein — keine leichte Aufgabe für Allofs und Hecking.

 

Die Topverdiener der Bundesligisten

Bayern München: Franck Ribéry, Jahresgehalt: ca. 10 Millionen Euro

VfL Wolfsburg: Diego, Jahresgehalt: ca. 8,2 Millionen Euro

Schalke 04: Klaas-Jan Hunterlaar, Jahresgehalt: ca. 6,5 Millionen Euro

Borussia Dortmund: Mario Götze, Jahresgehalt: ca. 4,5 Millionen Euro

Hamburger SV: Rafael van der Vaart, Jahresgehalt: ca. 3,8 Millionen Euro

VfB Stuttgart: Serdar Tasci & Cacau, Jahresgehalt: je ca. 3,5 Millionen Euro

1899 Hoffenheim: Tim Wiese, Jahresgehalt: ca. 3 Millionen Euro

Borussia Mönchengladbach: Luuk de Jong, Jahresgehalt: ca 2,8 Millionen Euro

Bayer Leverkusen: Simon Rolfes, Jahresgehalt: ca. 2,5 Millionen Euro

Werder Bremen: Aaron Hunt, Jahresgehalt: ca. 2,5 Millionen Euro

Hannover 96: Mame Diouf, Jahresgehalt: ca. 1,8 Millionen Euro

1. FC Nürnberg: Raphael Schäfer, Jahresgehalt: ca. 1,5 Millionen Euro

Eintracht Frankfurt: Pirmin Schwegler & Alex Meier, Jahresgehalt: je ca. 1,2 Millionen Euro

Mainz 05: Adam Szalai, Jahresgehalt: ca. 0,8 Millionen Euro

SC Freiburg: Cedrick Makiadi, Jahresgehalt: ca. 0,8 Millionen Euro

Fortuna Düsseldorf: Nando Rafael, Jahresgehalt: ca. 0,6 Millionen Euro

FC Augsburg: Simon Jentsch, Jahresgehalt: ca. 0,5 Millionen Euro

Greuther Fürth: Gerald Asamoah, Jahresgehalt: ca. 0,5 Millionen Euro

 

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