WM-Aus: Sperre für Simunic

Josip Simunic wird aufgrund faschistischer Äußerungen nicht an der WM in Brasilien teilnehmen.

Nach der gelungen Qualifikation in den Play-offs zur Weltmeisterschaft Ende November sorgte Josip Simunic für einen Skandal. Jetzt hat die FIFA den Innenverteidiger zu einer Sperre von zehn Spielen verdonnert. Das bedeutet gleichzeitig das WM-Aus. Bitter! Auch Bayern-Profi Mario Mandzukic verpasst das Eröffnungsspiel.

Josip Simunic, der zwischen 1998 und 2011 in der Bundesliga für den HSV, Hertha und Hoffenheim aktiv war, wird nicht an der WM-Endrunde in Brasilien teilnehmen und damit wohl auch seine Laufbahn in der kroatischen Nationalmannschaft beenden.

Über das Stadionmikrofon hatte der 35-Jährige "Za Dom - Spremni!" gerufen. Übersetzt heißt das "Für die Heimat - bereit!" - eine Parole des faschistischen Geheimbunds "Ustascha".

Die FIFA greift hart durch und begründet die Strafe wiefolgt: "...die Kommission kam zum Schluss, dass dieser Gruß diskriminierend sei und die Würde einer Gruppe von Personen u.a. in Bezug auf Rasse, Religion oder Herkunft verletze." Die 10-Spiele-Sperre setzt erst mit dem Turnierbeginn ein, dazu erhält Simunic sogar ein Stadionverbot und eine Geldstrafe von knapp 25.000 Euro.

 

Mandzukic fehlt beim WM-Eröffnungsspiel

In demselben Spiel holte sich der Bayern-Star wegen groben Foulspiels eine Rote Karte ab. Doch anders als bei seinem Team-Kollegen zeigte sich die FIFA in diesem Fall gnädig und sperrte den Stürmer nur für ein Spiel. Damit fehlt [search:Mandzukic]Mandzukic[/search] im Eröffnungsspiel der WM am 12. Juni 2014 gegen Brasilien.