Wimbledon: Federer sensationell raus

Aus in Runde 2: Die Titelverteidigung in Wimbledon ist für Roger Federer futsch!

Was geht denn dieses Jahr in Wimbledon ab? Nach dem sensationellen Aus von French-Open-King Rafael Nadal in der ersten Runde erwischte es in Runde 2 mit Titelverteidiger Roger Federer den nächsten Topfavoriten. FedEx verlor sensationell gegen den Underdog Sergej Stachowsky aus der Ukraine.

Das muntere Favoritensterben in Wimbledon geht weiter. Rafael Nadal erwischte es in Runde 1, Roger Federer muss nach seinem zweiten Match auf dem heiligen Rasen die Koffer packen - krass. Der Schweizer verlor gegen Stachowsky in vier Sätzen und kann die Titelverteidigung damit abhaken. Besonders krass: 36 Mal in Folge hatte FedEx bei den vier Grand-Slam-Turnieren (Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open) mindestens das Viertelfinale erreicht. Zuletzt musste er vor neun Jahren die Segel vor einem Grand-Slam-Viertelfinale streichen – bei den French Open 2004. "Es ist enttäuschend und frustrierend, dass ich heute keine Mittel gefunden habe. Das tut sehr weh, hier zu verlieren", so der Schweizer, der aber auch in der Niederlage Größe zeigte: "Er war in den entscheidenden Punkten besser", so FedEx über seinen Gegner.

Doch das ist bei weitem nicht alles: Wimbledon spielt dieses Jahr verrückt und liefert eine Sensation nach der anderen. Nach dem Nadal-Aus, gewann gestern der deutsche Qualifikant Dustin Brown gegen den ehemaligen Wimbledon-Champion Lleyton Hewitt – mindestens eine Überraschung. Später am Abend scheiterten dann Federer und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga, der verletzt aufgeben musste. Und auch bei den Damen musste sich vorher bereits French-Open-Finalistin Maria Scharapowa aus Russland der Portugiesin Michelle Larcher de Brito geschlagen geben. Mit Andrea Petkovic verabschiedete sich eine weitere Hoffnung aus deutscher Sicht ebenfalls frühzeitig.

Viele Faoriten trauern, umso besser für die übrigen Titelkandidaten. Nach dem Aus von Nadal und Federer freuen sich zwei andere Cracks wohl ganz besonders: Novak Djokovic und Andy Murray. Kaum einer zweifelt wohl noch daran, dass das Finale zwischen dem Serben und dem Schotten steigen wird, aber: Man weiß ja nie!