Wie entsteht ein Marktwert?

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In der Fachpresse wird der Wert eines Fußballers oft mit dem Marktwert beziffert. Doch kommt's dabei wirklich an? Unser Beitrag im Lexikon verrät die Antwort.

Der Marktwert ist keine offiziell festgelegte Summe, sondern lediglich ein Schätzwert, der sich – je nach aktueller Situation – verändern kann. Bei der Ermittlung müssen verschiedene Faktoren beachtet werden, die am Ende den Ausschlag geben. An erster Stelle steht natürlich die Leistung. Wie gut ist der Fußballer? Hat er eine gute Saison gespielt oder ist ihm zuletzt nur wenig gelungen? Natürlich zählen hierbei auch die Leistungen in der Vergangenheit. Hat ein Top-Kicker mal eine schlechte Saison gespielt, sinkt der Marktwert nicht automatisch ins Bodenlose. Ebenfalls wichtig: Das Alter des Kickers. Logisch, denn ein 32 Jahre alter Spieler kann nur noch wenige Jahre auf dem Feld stehen. Ist ein Fußballer hingegen 21 Jahre alt, kann er dem Verein noch viele Jahre helfen – und ist darum dementsprechend teurer. Der dritte wichtige Faktor ist die Laufzeit des aktuellen Vertrages. Wer bezahlt schon gigantische Summen für einen Spieler, der in einem halben Jahr gratis aus dem Markt ist? Aus diesem Grund sind die Vereine auch daran interessiert, möglichst langfristige Verträge mit ihren Leistungsträgern abzuschließen.

Wichtig: Der Marktwert ist ein Richtwert und auf keinen Fall bindend. Wieviel Geld am Ende tatsächlich bezahlt wird, ergibt sich erst am Ende der Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen. Es sei denn, der gewünschte Spieler hat eine festgeschriebene Ablösesumme in seinem Vertrag vermerkt – dann kann er den Verein für diesen Betrag verlassen. Selbst, wenn sie deutlich unter seinem Marktwert liegt. Der teuerste Europäer ist übrigens [search:ronaldo]Cristiano Ronaldo[/search]. Sein Marktwert liegt derzeit bei 90 Mio. Euro.