Was ist mit Arjen Robben los? Bandscheiben-Vorwölbung? Was ist das?

Arjen Robben fällt seit dem 14. November verletzungsbedingt aus.

Arjen Robben ist der Dauerpatient beim FC Bayern. Mit einem kleinen Muskelfaserriss fehlt er bereits seit drei Wochen. Der wahre Grund für seinen Ausfall liegt aber im Rücken des Holländers: Eine Bandscheiben-Vorwölbung legt Robben lahm.

Arjen Robben fehlt seit dem Länderspiel zwischen Deutschland und Holland am 14. November in Amsterdam. Dort hatte er sich einen kleinen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugeszogen. Doch der Flügelflitzer kommt nicht mehr auf die Beine. Jetzt erklärt der 28-jährige Linksfuß: "Der Muskelfaserriss ist verheilt. Aber der Rücken bereitet mir wieder Probleme. Vor einer Woche hatte ich wieder Schmerzen." Grund dafür ist eine Bandscheiben-Vorwölbung an der Lendenwirbelsäule, die auf einen Nerv drückt.

 

Was sind die Bandscheiben?

Die Bandscheiben (in der Abbildung blau) liegen zwischen den Wirbelkörpern. Sie sorgen dafür, dass die Wirbelsäule beweglich ist und sie wirken als "Polster". Bewegungsmangel, Übergewicht, aber auch Fehlbelastungen oder entzündliche Prozesse können zu einer Schädigung führen. Die Wirbelsäule wird dann nicht mehr ausreichend stabilisiert und die Bandscheiben können sich vorwölben. Die Gefahr eines Bandscheibenvorfalls steigt.

 

Bandscheiben-Vorwölbung

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In der Abbildung ist zu sehen, dass sich die Lage der Bandscheiben durch zum Beispiel Fehlbelastungen verändern kann. Nicht jede Bandscheibenveränderung muss zu Beschwerden führen. Wenn eine vorgewölbte Bandscheibe aber auf die umgebenden Nerven (grün) drückt, entstehen Verletzungs-Symptome. Ziehende Schmerzen in einem Arm oder Bein, die oft mit Gefühlsstörungen, wie Kribbel- oder Taubheitsgefühlen, verbunden sind, treten häufig auf. So auch im Fall Arjen Robben. "Vom Rücken strahlt der Schmerz ins rechte Bein", berichtet der Holländer. Wenn die Bandscheibe gegen das Rückenmark drückt, können die Symptome sogar in beiden Armen und Beinen auftreten. Bei lang anhaltendem Druck der Bandscheibe auf die Nerven, können Lähmungserscheinungen entstehen.

 

Wie geht es jetzt mit Robben weiter?

So schlimm ist es bei Robben allerdings nicht. Eine Operation ist nicht nötig. Der oft verletzte Außenspieler wird mit Spritzen, Physiotherapie und Rückentraining behandelt. Wann Robben aber aufs Feld zurückkehrt, ist nicht ganz klar. "Ob ich dieses Jahr noch spielen kann, weiß ich nicht. Wir werden ganz ruhig weiterarbeiten und mit dem Ärzte- und Reha-Team meinen Rücken wieder fit bekommen." Der Techniker hat in dieser Saison erst 706 Minuten für die Bayern gespielt. Aber er verspricht: "Ich komme topfit wieder. Ich freue mich auf 2013, bin hoch motiviert, um in der Rückrunde wichtig zu sein für die Mannschaft. Die letzten drei Jahre haben gezeigt, dass ich in den Rückrunden fast kein Spiel gefehlt habe."