Vorbericht Bayern vs. Schalke

Alle drei heute nicht am Start: Holger Badstuber (l.) verletzt, Kyriakos Papadopoulos (m.) verletzt, Lewis Holby (r.) nach England abgewandert.

Während der FC Bayern derzeit vor Selbstbewusstsein nur so strotzt, reisen die kriselnden Schalker mit Sorgenfalte auf der Stirn nach München – und ohne wichtige Schlüsselspieler, wie unser Vorbericht verrät.

Glaubt man den Statistikern, dann gliche ein Schalke-Sieg heute Abend einem kleinen königsblauen Wunder. Denn: 85 Mal sind der FC Bayern und der FC Schalke 04 in der Bundesliga bisher aufeinander getroffen. Der deutsch Rekordmeister ging aus 42 dieser Partien siegreich hervor, bei den Knappen reichte es lediglich 18 Mal zum Triumph. Und auch der Blick auf die jüngsten Begegnungen zeigt: Die Bayern befinden sich gegen Schalke derzeit in einer Siegesserie.

Jupp Henyckes nimmt die kriselnden Schalker aber dennoch erst: "Das ist eine gute Mannschaft, die haben gute Spieler und ich finde, man muss dem Jens Keller auch mal in Ruhe arbeiten lassen. Das ist ein junger Trainer, der ein schwieriges Amt übernommen hat. Die Mannschaft hat wesentlich besser gespielt als es in der Öffentlichkeit rübergekommen ist." Warme Worte also vom Bayern-Coach für Stevens-Nachfolger Jens Keller.

Der hat derweil aber ganz andere Sorgen, denn ihn plagen Personalprobleme. Kyriakos Papadopoulos ist nach seiner Knie-OP noch immer nicht einsatzbereit, Ibrahim Affelay leidet an einer Muskelverletzung und fällt wie Ciprian Marica mit seiner Knieverletzung bis Anfang März aus. Schalkes Chef-Knipser Klaas-Jan Huntelaar wird gegen den Rekordmeister wegen einer Augenverletzung fehlen und Newcomer Julian Draxler liegt mit einer dicken Grippe im Bett.

Im Star-Kader der Bayern sieht das ganz anders aus. Die meisten Verletzten sind wieder genesen, so dass Jupp Heynckes aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich Holger Badstuber muss wegen seines Kreuzbandrisses weiterhin passen, der Einsatz von Bastian Schweinsteiger ist nach frisch durchgestandener Spunggelenksverletzung fraglich.

Eine Bilanz, die ganz deutlich zu Gusten der Bayern geht – aber wer weiß, vielleicht schafft Manuel Neuers Ex-Klub ja doch ein kleines Wunder. Jens Keller schließt das nicht aus, auch wenn er klar sagt: "Wir fahren nicht in der Favoritenrollen nach Bayern!"