Video: Shaqiri mit Hattrick

Kritiker mit einem Hattrick zum Schweigen gebracht: Shaqiri schoss die Schweiz ins Achtelfinale.

Bayern-Star Xherdan Shaqiri hat die Schweizer Achtelfinal-Träume mit seinem Hattrick gegen Honduras wahr werden lassen. Damit geht nicht nur sein persönlicher WM-Traum weiter, sondern auch der ses großen Trainers Ottmar Hitzfeld, der vor dem Spiel sagte, dass er sich wünsche, dass Honduras nicht sein letztes Spiel als Trainer sein soll. Dank "Shaq" wird es jetzt eins mehr, mindestens!

Vor vier Jahren schieden die Schweizer in der WM-Gruppenphase gegen Honduras aus, trotz des Auftaktsieges gegen den späteren Weltmeister Spanien. Doch dieses Mal kam es anders. Dank eines Mannes. Oder sollte man besser sagen: Eines Würfels!? Mit drei Traumtoren stieß gegen Honduras ausgerechnet Xherdan Shaqiri die Tür zum Achtelfinale auf. Zuvor hatte der Nationalspieler mit kosovarischen Wurzeln einiges an Kritik einstecken müssen. "Zu eigensinnig" und "zu wenig präsent" lautete das Urteil in der Schweiz vor dem Honduras-Spiel. "Shaq" belehrte seine Kritiker jetzt eines bessern und sagte nach seinem Traum-Tag in Manaus: "Jetzt ist alles möglich. Wir als kleine Schweiz haben etwas Großes erreicht. Alle können stolz auf die Mannschaft sein."

In den ersten beiden Spielen konnte Shaqiri seine Stärken nicht richtig ins Spiel mit einbringen. Medienkritik war die Folge und Shaqiri zeigte sich durchaus selbstkritisch! Der richtige Weg wie sich jetzt zeigte und auch Trainer Ottmar Hitzfeld wird seinem Youngster wohl die passenden Worte mit auf den Weg gegeben haben. Die Folge: Shaqiri zeigt eine Leistungsexplosion, Hitzfeld, der nach der WM die Karriere beenden will, darf weiter mit seinem Team von höheren Zielen Träumen. "Für mich war es wichtig zu sehen, dass die Mannschaft auf Shaqiri bauen kann", sagte der begeisterte Trainer nach der Show des offiziellen "Man of the Match". Gemeinsam freuen sich die beiden jetzt auch aufs Achtelfinale. Dort wartet übrigens Argentinien.

 

Badstuber wünscht Glück

Bereits vor dem Spiel gab es Social Media Anfeuerung für Shaqiri und zwar von Bayern-Buddy Holger Badstuber. Der lange verletzte Verteidiger, vor seiner Verletzung ebenfalls Nationalspieler, feurte "Shaq" und die Schweizer auf Twitter an – mit Erfolg, wie sich später beim Spiel in Manaus zeigte.

 

Shaqiris Danke-Tweet

Nach seiner eindrucksvollen Show bedankte sich auch der Bayern-Star selbst bei allen Unterstützern und allen, die an das Team geglaubt haben. Und das ebenfalls via Twitter.

 

Die Shaqiri-Show im Video

 

Shaq – aus dem Kosovo zum FC Bayern

Shaq als Neuzugang beim FC Bayern im Jahr 2012.
Shaq als Neuzugang beim FC Bayern im Jahr 2012.

Der "Kraftwürfel", wie der Mittelfeld-Allrounder in seiner Heimat genannt wird, ist für 11,5-Millionen-Euro zum FC Bayern gekommen. Mit 20 Jahren hat Shaq schon krasse Fighter-Qualitäten. Im Spiel überzeugt er vor allem durch seine Vielseitigkeit, da er sowohl zentral hinter der Spitze als auch auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann. Geboren ist der Kicker in Gjilan, Kosovo. Mit seiner Familie zog er in frühester Kindheit in die Schweiz und wuchs im Umland von Basel auf. Er fing 1999 beim SV Augst an Fussball zu spielen und wechselte im März 2001 in die Jugendabteilung des FC Basel. Als 17-Jähriger erhielt Shaqiri dann den Profivertrag und gewann mit seinem Verein drei Meisterschaften sowie zwei Mal den Schweizer Cup.