Vettel holt den Titel in Indien Weltmeister!

Sebastian Vettel ist der jüngste Vierfach-Weltmeister in der Geschichte der Formel 1.

Sebastian Vettel hat es geschafft! Mit dem Grand-Prix-Sieg in Indien holte er seinen vierten Weltmeistertitel. Damit ist der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim der jüngste vierfach Weltmeister in der Geschichte der Formel 1.

Es war ein dramatisches Rennen auf dem Buddh International Circuit in Indien. Direkt nach dem Start gab's in der ersten Kurve die erste Berührung. Vettels Team-Kollege Mark Webber steuerte innen zu hart über den Abweiser, kollidierte daraufhin zunächst mit Rikkönen und durch den Rückprall mit Vettels letztem verbliebenen Konkurrenten um den Weltmeistertitel Fernando Alonso.

Webber, den an dieser Stelle keine Schuld traf und Kimi Räikkönen hatten Glück, ihre Boliden kamen ohne Schaden durch die Kollision. Weniger Glück hatte Fernando Alonso, der sich in der Box deshalb bereits in in der zweiten Runde einen neuen Frontflügel holen musste. Am Ende reichte es für den Ferrari-Piloten nur für Platz 11.

Ebenfalls in der zweiten Runde kam zur großen Überraschung aller Sebastian Vettel in die Box, um sich einen neuen Satz Reifen zu holen. Taktisch zu einem schlechten Zeitpunkt, denn so ordnete sich Seb als 19. wieder ins Fahrerfeld ein – mitten im dichten Verkehr!

Eigentlich verboten aber heute auch egal: Sebastian Vettel dreht "Donuts" auf der Start und Zielgeraden.
Eigentlich verboten aber heute auch egal: Sebastian Vettel dreht "Donuts" auf der Start und Zielgeraden.

Den Traum eines Rennsiegs von Sebastian Vettel hatte man bei Red Bull zu diesem Zeitpunkt bereits abgehakt. Vettel schaffte es zwar, in den nächsten sieben Runden 13 Positionen gut zu machen, fand sich in der neunten von insgesamt 60 runden bereits auf Rang sechs wieder. Doch in Runde 13 kam der Funkspruch über das Teamradio: "Sebastian, schon das Auto! Du fährst nicht mehr um den Sieg!"

Doch: Die Ingenieure in der Red-Bull-Box hatten sich getäuscht. In Runde 40 führte Vettel das Feld schon wieder mit großem Vorsprung an. Der einzige Fahrer, der ihm da noch gefährliche werden konnte war Team-Kollege Mark Webber. Die Reifen-Strategie des Australiers, zunächst auf den harten Slicks ins Rennen zu starten ging perfekt auf. Doch dann der Schlag: Das Teamradio funkte wieder: "Mark, stell das Auto ab!" Webber konnte es nicht glauben und fragte zwei Mal nach, ob er das richtig verstanden hatte. Die Lichtmaschine hatte ausgegeben. Durch den Defekt seines Teamkollegen konnte Seb die letzten 20 Runden entspannt seinem dritten Sieg in Indien und seinem vierten Weltmeistertitel in Folge entgegen fahren. Ein richtig starkes Rennen des neuen, alten Weltmeisters.

Ein richtig starkes Rennen übrigens auch von Romain Grosjean. Der Lotus-Pilot hatte im Qualifying mit viel Pech nur den 16 Startplatz erfahren. Doch im Rennen gab Grosjean richtig Gas und schaffte es dann doch noch hinter dem zweitplatzierten Nico Rosberg auf's Treppchen.