Verschwörung bei Real Madrid? Casillas & Ramos gegen Mourinho?

Haben Iker Casillas und Sergio Ramos gefordert, dass José Mourinho geht?

In spanischen Medien wurde berichtet, dass Iker Casillas und Sergio Ramos ihren Trainer loswerden wollen. In verschiedenen Zeitungen wurde geschrieben, dass die beiden Kapitäne zu Präsident Perez gesagt hätten: "José Mourinho oder wir!" Alles gelogen sagt der Präsident.

Die Meldung kam heute Morgen und sorgte für großen Aufruhr. Laut spanischen Medien, allen voran der "Marca" wurde berichtet, die beiden Real-Kapitäne Iker Casillas und Sergio Ramos wären zu Präsident Florentino Perez und Vize José Ángel Sánchez marschiert und hätten in vor die Wahl gestellt. "Entweder José Mourinho geht, oder wir gehen", sollen die beiden Publikumslieblinge gesagt haben. Der Ärger um den Trainer von Real Madrid brodelt schon seit Wochen. Bei dem Treffen, bei dem vor allem die Prämien der Mannschaft für die Champions League (10 Millionen für das Team bei einem Sieg) und mögliche andere Titel verhandelt wurden, kamen die vier auf die momentane Situation zu sprechen. Dabei sollen Casillas und Ramos den beiden Funktionären klar gemacht haben, dass die Mannschaft zwar eine Einheit ohne Grüppchenbildung und Streit sei, das Verhältnis zum Trainer aber komplett zerstört wäre.

Die beiden Real-Urgesteine haben den beiden Präsidenten klar gemacht, dass einige Spieler mit dem Gedanken spielen nach der Saison zu gehen, wenn Mourinho auch in der kommenden Saison Trainer bleibt. Auch Casillas und Ramos spielen demnach mit dem Gedanken, sich einen neuen Verein zu suchen – eine Katastrophe für die "Königlichen". Dass die beiden keine Freunde von José Mourinho sind, ist schon länger bekannt. Aber in dieser Spielzeit hat sich "Mou" auch mit Mesut Özil, Luca Modric, Pepe, Fabio Coentrao, Angel di Maria und vor Kurzem sogar mit Cristiano Ronaldo angelegt.

 

Real-Präsident Perez: "Alles gelogen!"

Real-Präsident Florentino Perez
Real-Präsident Florentino Perez

Als Präsident Florentino Perez dann heute kurzfristig zu einer Pressekonferenz einlud, waren sich die Journaliste schon ziemlich sicher, dass die Ära José Mourinho bei Real Madrid beendet ist. Aber es kam anders. "Das sind sehr heftige Vorwürfe, und es sind Lügen", sagte Perez. "Meldungen, dass es ein Ultimatum der Spieler gibt, sind völlig falsch", fügte er hinzu und betonte, dass alleine das Präsidium über die Zukunft des Klubs entscheidet. Dass das Gespräch stattgefunden hat gibt er zu. Aber über mehr als die Prämien sei nicht gesprochen worden. Im Gegenzug attackiert Perez die "Marca": "Das einzige Ziel dieses Berichts war, die prestigereichste sportliche Institution der Welt zu destabilisieren."

In der aktuellen BRAVO SPORT könnt ihr nachlesen, warum sich Cristiano Ronaldo überlegt Real zu verlassen.

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Ein etwas seltsamer Beigeschmack bleibt trotzdem bestehen. Denn üblicherweise ist die "Marca" über Vorgänge bei Real Madrid sehr gut informiert. Der Artikel ist voller Details über das Treffen. Und vor dem Hintergrund des Zoffs bei Real ist die Vorstellung, dass Casillas und Ramos ein ernstes Wort mit dem Präsidium reden, nicht völlig abwegig. Andererseits ist die "Marca" auch dafür bekannt, Kampagnen zu fahren, wenn ihnen jemand bei Real nicht gefällt.

Was meint ihr? Sind Casillas und Ramos soweit, dass sie mit dem Präsidenten über Mourinhos Abgang sprechen?