Unsere neue Tennis-Queen

So genoss Sabine Lisicki den Einzug ins Wimbledon-Finale

Ihr Name beherschte in den letzten Wochen die Sport-Schlagzeilen weltweit. Die 23-jährige Berlinerin Sabine Lisicki erreichte nach Steffi Graf im Jahr 1999 als erste Deutsche wieder das Finale eines Grand-Slam-Turniers. Und obwohl es im Endspiel von Wimbledon gegen Marion Bartoli nicht ganz zum Triumph reichte, ist sie ab sofort unsere neue, große Hoffnungtsrägerin im Tennis!

Lisicki: „Ich hoffe, eines Tages wieder im Finale von Wimbledon zu stehen – und dann endlich zu gewinnen!“

Aber wer ist eigentlich die junge Blondine mit dem enormen Kampfgeist und dem krassen Aufschlag? Wir stellen euch die 23-jährige Berlinerin, die in Wimbledon unter anderem die Weltranglistenerste Serena Williams besiegte, mal etwas genauer vor:

 

Lisicki im Steckbrief

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Name: Sabine Katharina Lisicki

Geboren: 22. September 1989

Sternzeichen: Jungfrau

Geboren in: Troisdorf bei Köln (NRW)

Wohnort: Berlin und Bradenton, Florida (In Florida trainiert sie an der Tennis Academy von Nick Bollettieri)

Größe: 1,78 m

Gewicht: 70 kg

Augenfarbe: braun

Profidebüt: 2006

Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand

Trainer: Robert Orlik

Aktueller Weltranglistenplatz: 24

Lieblingsbeläge: Hart-, und Rasenplätze

Stärken: harter Aufschlag (210 km/h) & druckvolle Grundschlägen

Eigenschaften: Sabine hat Kampfgeist, arbeitet sehr vier und hart und ist äußerst lebensfroh

 

"Als kleines Mädchen habe ich davon geträumt, Wimbledon zu gewinnen."

Voll krass: Lisickis Tennis-Aufschlag ist durchschnittlich 210 km/h schnell und gilt als einer der härtesten im aktuellen Damen-Tennis.
Voll krass: Lisickis Tennis-Aufschlag ist durchschnittlich 210 km/h schnell und gilt als einer der härtesten im aktuellen Damen-Tennis.

Schule: Gymnasium bis nach der Mittleren Reife

Sprachen: Deutsch, Englisch und Polnisch

Familienstad: ledig

Eltern: Elisabeth (Künstlerin) und Richard (Sportwissenschaftler)

Lieblingsmusik: Pop und R&B

Hobbies: Lesen, Eishockey-Club Eisbären Berlin, die Dalls Mavericks und in der vergangenen Woche schaute sie beim Royal Ascot – einem traditionsreichen britischen Pferderennen südlich von Windsor – zu

Lieblingsbuch: Autobiografie von Lance Armstrong "Tour des Lebens"

Lieblingssaft: Orange-Passionsfrucht

Lieblingstier: Hund „Happy“, er begleitet sie immer und hatte bei den US Open eine eigene Akkreditierung

Privat mag es die 23-Jährige eher ruhig. Für wild Partynächte ist das Tennis-Ass nicht zu haben: „Ich mag keinen Alkohol. Ich war immer früh im Bett, um am nächsten Tag zu trainieren.“ Tennis ist ihre ganz große Leidenschaft: „Es gibt nichts Schöneres, als vor 15 000 Fans auf dem Platz zu stehen.“

 

Sabines Karriere & Krankheiten

War Sabine Lisicki bis vor ein paar Wochen nur eingefleischten Tennis-Fans ein Begriff, so wird sie aktuell in den weltweiten Medien als neue Tennis-Queen gefeiert.
War Sabine Lisicki bis vor ein paar Wochen nur eingefleischten Tennis-Fans ein Begriff, so wird sie aktuell in den weltweiten Medien als neue Tennis-Queen gefeiert.

Mit sieben Jahren begann die junge Lisicki ihre Leidenschaft für Tennis zu entwickeln und nur drei Jahre darauf trainierte der Blondschopf schon eifrig bei Rot-Weiß Troisdorf, in der Nähe von Köln. Im Jahr 2003 zog sie mit ihren Eltern, Elisabeth (Künstlerin) und Richard (Sportwissenschaftler) nach Berlin. Dort spielte sie fortan bei LTTC Rot-Weiß Berlin. Nach kleineren Erfolgen, unter anderem einem Sieg über die damalige Nr. 2 der Doppel-Weltrangliste, Clara Black, beim WTA-Turnier in Berlin, musste Lisicki wegen körperlicher Beschwerden länger pausieren. Erst 2007 holte sie sich in Toronto ihren ersten Turniersieg. Im Folgejahr qualifizierte sie sich für die Australian Open und wurde von Teamchefin Barbara Rittner in das deutsche Fed-Cup-Team berufen und im Oktober 2008 stand die heute 23-Jährige zum ersten Mal im Finale eines WTA-Turniers, was sie aber leider verlor.

"Ich bin eine Kämpferin", sagt Sabine über sich

Nur wenige Monate später gewann die Deutsche ihr erstes WTA-Turnier. 2010 war nicht so erfolgsgekrönt, Lisicki musste wegen einer anhaltenden Sprunggelenkverletzung viele Monte aussetzen. Im darauffolgenden Jahr machte sie gekrönt von einigen Siegen große Schritte in Richtung Weltklasse-Spielerin, auch wenn sie im Halbfinale des WTA-Turniers in Stanford gegen die spätere Siegerin Serena Williams verlor.

 

Nach 14 Jahren stand wieder eine Deutsche im Finale von Wimbledon!

Die Dame mit dem harten Aufschlag positionierte ihren Namen in vielen Turnieren auf immer besseren Positionen und auch wenn 2013 nicht optimal für Lisicki begann, scheint sie aktuell besser denn je zu spielen. Bei ihrer fünften Wimbledon-Teilnahme besiegte "Bum-Bum-Bine", wie sie von den Medien genannt wird, die Weltranglistenerste Serena Williams und feierte damit ihren vierten Sieg gegen eine amtierende French-Open-Siegerin und den zweiten Sieg gegen eine amtierende Weltranglistenerste in Wimbledon. Erst im Finale wurde sie von Marion Bartoli (Frankreich) gestoppt, verlor 1:6, 4:6.

"Die Freudentränen sind mittlerweile zum ihrem Markenzeichen geworden"

Allergien und CO.: Aber Lisicki hatte es nicht immer einfach, stets begleiteten die Berlinerin unzählige Krankheiten und Allergien wie Knöchelverletzung, Bauchmuskelkrämpfe, Lebensmittelvergiftung, Gluten-Unverträglichkeit und unglaublicherweise auch eine Rasen-Allergie. Aufhalten lässt sie sich davon aber nicht!

 

Siegstrecke Wimbledon 2013

Sabine Lisicki verbesserte sich durch die Finalteilnahme in Wimbledon auf Platz 18 der Weltrangliste.
Sabine Lisicki verbesserte sich durch die Finalteilnahme in Wimbledon auf Platz 18 der Weltrangliste.

1. Runde gegen Francesca Schiavone

2. Runde gegen Jelena Wesnina

3. Runde gegen Samantha Stosur

Achtelfinale gegen Serena Williams In einem spannenden Match gegen die Weltranglistenerste Williams erkämpfte sich die Blonde mit dem Hammer-Aufschlag den Sieg mit 6:2, 1:6, 6:4.

Viertelfinale gegen Kaia Kanepi Sabine besiegte die estnische Tennisspielerin in zwei Sätzen – nach krassen 65 Minuten mit 6:3, 6:3 – und stand damit nach 2011 zum zweiten Mal im Halbfinale von Wimbledon.

Halbfinale gegen Agnieszka Radwańska Gegen die Polin und Weltranglisten-Vierte Radwanska hatte Sabine es nicht ganz so leicht, gewann aber mit mit 6:4, 2:6, 9:7.

Finale gegen Marion Bartoli Im bis dato wichtigsten Spiel ihrer Karriere spielten die Nerven Sabine Lisicki einen Streich. Sie war beim 1:6, 4:6 gegen die Frsnzösin Marion Bartoli fast chancenlos, obwohl sie sich im zweiten Satz nach 1:5 zurück kämpfte und nach drei abgewehrten Matchbällen fast das nächste Hammer-Comeback startete. Doch diesmal reichte es am Ende (noch) nicht ganz. Das ultimative Happyend folgt dann hoffentlich schon 2014 …

 

Sabines Tennis-Krimi gegen Williams in Wimbledon