Unfall: Snowmobile-Star stirbt Caleb Moore nach tragischem

Helfer sind nach Caleb Moores Sturz sofort bei ihm

Snowmobile-Star Caleb Moore hatte bei den Winter X-Games einen schweren Unfall. Bei einem Backflip verlor er die Kontrolle über das 200 Kilogramm schwere Snowmobil, das bei der Landung auf ihn krachte. Eine Woche später ist er an seinen Verletzungen gestorben.

Caleb Moore wurde nur 25 Jahre alt und hatte bereits vier Medaillen bei den Winter X-Games gewonnen. Den Backflip, den er bei den X-Games am 24. Januar 2013 performte, hatte er bereits mehrfach sicher gelandet.

Caleb Moore
Caleb Moore

Bei diesem Versuch ging jedoch die Landung daneben. Moore hatte offenbar nicht weit genug gedreht und blieb mit den beiden seitlichen Skis vorne am Snowmobile im Schnee stecken. Moore wurde dadurch über den Lenker geschleudert und fiel in den Schnee. Das ca. 200 Kilogramm schwere Snowmobile rotierte weiter und krachte auf den am Boden liegenden Moore. Nach dem Crash konnte Moore wieder aufstehen und wurde von Helfern gestützt, ging aber selbstständig aus der Arena.

Moore verlässt gehend die Arena
Moore verlässt gehend die Arena

Nach ersten Untersuchungen wurde er sofort zur Operation in eine Spezialklinik geflogen. Dort stellten sie Ärzte fest, dass Moore schwere innere Verletzungen davon getragen hatte. Außerdem wurden sein Herz und sein Gehirn verletzt. Zwei Tage vor seinem Tod erklärte die Familie von Caleb Moore, dass seine Überlebenschancen eher gering seien. Am 31. Januar starb Moore dann an der Schwere seiner Verletzungen. Auch Caleb's Bruder Colton Moore ist Snowmobile-Profi, er verletzte sich bei den X-Games am Becken.

Der Unfall hat zu Diskussionen in der Action-Sport-Szene geführt. Caleb Moore war ein routinierter Snowmobile-Fahrer, hatte seine Stunts in Schaumstoff-Gruben trainiert und galt als sehr sicher.

"Das Problem ist, dass die Jungs so gut sind, dass es einfach aussieht. Aber man muss immer daran denken: Jeder Sprung könnte dein letzter sein", sagt Snowmobile-Freestyler Paul Thacker. Die Veranstalter der X-Games veröffentlichten ein Statement, in dem sie darauf hinweisen, dass man das Risiko bei dieser Art von Sport niemals ausschließen könne: "Auch wenn sich die Weltbesten in einer Profi-Sportart messen, bleiben immer Risiken. Moore war ein viermaliger X-Games-Medaillengewinner, der einen Trick versucht hat, den er vorher schon gelandet hatte."

Caleb Moore ist der erste Sportler, der bei den X-Games so schwer verletzt wurde, dass er nicht überlebte. Die Diskussionen über den Hype von immer spektakuläreren Stunts bei Action-Sportarten sind aber schon seit längerem im Gange. Snowboarder Kevin Pearce entging nur knapp einem Leben im Rollstuhl, als er in einer Superpipe Double-Cork-Sprünge trainierte um mit Shaun White zu konkurrieren. Der Sturz hat bleibende Schäden hinterlassen. Freestylerin Sarah Burke starb nach einem Unfall in der Superpipe.