Transfers: Jagd auf die BVB-Stars!

Die BVB-Stars!

Der BVB ­gehört längst zu den heißesten Teams Europas. Und ­genau da liegt das ­Problem. Denn: Die Superstars stehen ­mittlerweile bei etlichen Top-Klubs auf dem Einkaufszettel.

Als Jürgen Klopp (46) seine Unterschrift unter den neuen BVB-Vertrag gesetzt hat, gerät der Erfolgscoach ins Schwärmen. „Es ist schon außer­gewöhnlich, dass ein Verein zwei­einhalb Jahre vor Ablauf des Vertrags mit seinem Trainer verlängert.“ So wird „Kloppo“ mindestens bis 2018 die „Schwarz-Gelben“ trainieren. „Das Projekt hier in Dortmund ist noch lange nicht beendet“, sagt der Trainer. „Alle anderen können sich die Anrufe jetzt sparen.“ Immer ­wieder war Klopp auch als möglicher Nachfolger für DFB-Coach Jogi Löw ins Gespräch gebracht worden. ­Diese Spekulationen haben jetzt ein Ende. Bei seinen Top-Spielern sieht’s da schon ein bisschen anders aus.

 

Begehrte Topstars

Wenn über die Zukunft einiger BVB-Stars ­gesprochen wird, sickert immer ­wieder das Interesse von Europas Top-Klubs durch. „Uns ist schon klar, dass unsere starken Auftritte in der Bundesliga und in der Champions League bei anderen Vereinen nicht ­unbemerkt ­geblieben sind“, sagt BVB-Manager Michael Zorc (51). So ­stehen mit Marco Reus, Ilkay ­Gündogan oder Mats Hummels einige Topstars bei Europas Elite auf dem Einkaufszettel. Denn: Barça, Real und Co. wollen nicht nur das eigene Team weiter verstärken, sondern mit ­Borussia Dortmund auch einen ­neuen Top-Konkurrenten schwächen.

 

Frage des Geldes?

Allerdings besitzen die meisten Leistungsträger langfristige Verträge – und beteuern zudem immer wieder ihre Verbundenheit zum BVB. Aber wenn Barça, ­Real, ManU oder Chelsea das Portemonnaie weit aufmachen, könnten Spieler und Klub nervös werden. So soll der bis 2017 datierte Vertrag von Superstar Marco Reus angeblich eine Ausstiegsklausel enthalten. Ab 2015 könnte der geniale Offensiv-­Allrounder den Verein für fest­geschriebene 35 Millionen ­Euro ­verlassen. Für einen Spieler dieses Weltklasse-Formats eine eher ­geringe Summe. Und so könnte der BVB bei einem ­höheren ­Angebot ­vielleicht doch schon früher „weich“ werden.

 

BVB entscheidet

Bei Abwehr-Ass Mats Hummels soll angeblich – trotz Vertrag bis 2017 – schon mehrfach der FC Barcelona vorgefühlt ­haben. Und Mittelfeld-Ass Ilkay ­Gündogan (Vertrag bis 2015) würde bei jetzigem Stand nur noch im ­kommenden Sommer Kohle bringen. „Wir haben das Heft des Handelns in der Hand“, versichert Manager Zorc. Aber das dachte man auch bei Mario ­Götze. Und der spielt jetzt beim FCB!

 

Sonderfall Lewandowski

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Hat er sich verzockt? Robert Lewandowski hatte ­seinen Wechsel zum FCB im Sommer 2014/15 als „nahezu perfekt“ bezeichnet. Jetzt wackelt der Deal wieder. ­Angeblich soll Bayern-Coach Pep Guardiola Zweifel an dem Transfer des Top-Stürmers haben. Aber: Der polnische National­spieler könnte sich seinen neuen Arbeitgeber quasi aussuchen. Neben dem FC Bayern sind u. a. Real Madrid, Chelsea oder ManCity heiß auf den Goalgetter.

 

Ilkay Gündogan

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Sprung zur Weltklasse: In Dortmund hat sich der Mittelfeld-Stratege in den letzten zwei Jahren zum Nationalspieler und Topstar entwickelt. Marktwert: 28 Mio. Und: Gleich drei Top-Vereine sind scharf auf „Illy“. Der BVB-Star zögert bisher mit einer Vertragsverlängerung beim BVB! Bei Real Madrid wird außerdem schon ein Nachfolger für den verletzungs­anfälligen Xabi Alonso gesucht.

 

Marco Reus

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Immer wertvoller: Seit seinem Wechsel zum BVB im Sommer 2012 hat Offensiv-Rakete ­Marco Reus seinen Marktwert locker verdoppelt. Die „Kohle-Kings“ wollen ihn: Chelsea, Paris und Arsenal haben die Kohle, um den Reus-Deal zu stemmen.

Arsenal ist dabei in der Favoritenrolle: Die „Gunners“ basteln weiter am ­Meis­terteam. Auf links könnte Reus den wechselhaften Poldi verdrängen.

 

Mats Hummels

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Das Abwehr-Ass (seit 2009 beim BVB) könnte bei einem Top-Klub den nächsten Karriere-Schritt gehen. Und die Mega-Klubs machen Ernst: International hat Hummels einen Top-Ruf. Eine Ablöse von rund 30 Mio. wäre für die drei Mega-Klubs machbar. Barça in der Favoritenrolle: Für den altern­den Kapitän Carles Puyol (35, Foto) benötigt Barça dringend Ersatz in der Innenverteidigung

 

Diese Topstars hat der BVB verloren

Mario Götze 2012/13 zum FC Bayern für 37 Millionen Euro

Shinji Kagawa 2012/13 zu Manchester United für 16 Millionen Euro

Lucas Barrios 2011/12 zu Guangzhou Evergrande für 11 Millionen Euro

Nuri Sahin 2010/11 zu Real Madrid für 10 Millionen Euro

Ivan Perisic 2012/13 zum VfL Wolfsburg für 8 Millionen Euro

In dieser Tabelle sind die teuersten Abgänge der vergangenen 3 Jahre ­berücksichtigt. Allein für ­diese „Top 5“ hat der BVB satte 82 Mio. Ablöse kassiert!