Taktik-Tag: Nationalmannschaft Varianten und Ideen für Deutschland gegen Holland

Jogi Löw könnte auf die Dortmunder Gündogan und Reus setzen.

Deutschland gegen Holland – ohne acht Spieler muss Jogi Löw seine Mannschaft aufstellen. Dazu hat er mehrere Möglichkeiten, schon alleine im Angriff muss er sich was einfallen lassen. Wir checken verschieden Varianten und Aufstellungen.

Vor den Quali-Spielen gegen Schwede und Irland hatten wir bereits mögliche taktische Varianten gecheckt. Heute nehmen wir einen etwas anderen Aspekt unter die Lupe. Vor der Partie gegen Holland hat Bundestrainer Jogi Löw hat er aber andere Sorgen. Denn der Kader der Nationalmannschaft sieht nach acht Absagen etwas anders aus als sonst. Viele taktische Umstellungen und Experimente wird Löw deswegen eher nicht angehen, allerdings zwingt ihn schon die Situation im Angriff zu Überlegungen. Und je nachdem, wer im Sturmzentrum aufläuft, ändert sich auch die Grundordnung ein wenig.

Zur Vereinfachung haben wir in den ersten beiden Varianten die Defensivabteilung mit Viererkette und Doppel-Sechs vom Personal gleich gelassen. Hinten spielen hier Philipp Lahm (PL), Mats Hummels (MH), Per Mertesacker (PM) und Benedikt Höwedes (BH). Möglicherweise spielt Deutschland aber auch mit Lars Bender hinten rechts. Heiko Westermann wäre ebenso wie Sebastiab Jung eher eine Überraschung. Auf der Doppel-Sechs haben wir uns für die Dortmunder Variante mit Sven Bender und Ilkay Gündogan entschieden. Je nachdem könnte hier aber auch Lars Bender spielen.

 

Lukas Podolski als einzige Spitze

Eine Variante mit Lukas Podolski als Stürmer
Eine Variante mit Lukas Podolski als Stürmer

Konzentrieren wir uns auf die Offensive: Lukas Podolski ist einer von zwei Spielern, die Löw als Kandidaten für die Position als einzige Spitze hat. Poldi hat diese Rolle schon mehrfach gespielt, wenn er auch im Moment eher links außen aufläuft. Dort würde er hier von André Schürrle ersetzt, der dort auch bei Leverkusen spielt. Marco Reus im Zentrum könnte sowohl mit Thomas Müller rechts und Poldi viel rochieren und die Positionen wechseln. Diese Variante lebt von der Kombination von eher defensiv orientierten Sechsern hinter einer sehr angriffslustigen Riege weiter vorne. Ein großer Vorteil dieser Aufstellung ist die Konterstärke der Offensivabteilung.

 

Mit Marco Reus als "falscher Neun"

Eine Variante mit Mario Götze und Marco Reus
Eine Variante mit Mario Götze und Marco Reus

Will Jogi Löw Poldi (LP) lieber auf links einsetzen, käme Marco Reus (MR) als "falsche Neun" zum Einsatz. Reus spielt meistens keine echte Sturmspitze, sondern kommt etwas mehr aus der Tiefe. Thomas Müller (TM) und Mario Götze (MG) könnten auch die Positionen tauschen, insgesamt ist diese Aufstellung extrem flexibal, denn auch Podolski kann im Zentrum Akzente setzen. Die vier Offensiven könnten Holland mit ständigen Positionswechseln vor ordentliche Probleme stellen.

 

Die Youngster-Variante

Die Youngster-Variante
Die Youngster-Variante

Unwahrscheinlich aber durchaus reizvoll ist die "Youngster-Variante". Bei dieser Aufstellung wäre auch ein Wechsel im Tor denkbar. Evtl. wird in der Halbzeit sowieso René Adler für Manuel Neuer (MN) eingewechselt. Hier haben wir den Neuling Sebastian Jung (SJ) auf der rechten Abwehrseite aufgestellt. Eine Sechser-Position wird von Roman Neustädter (RN) besetzt, die andere von einem der beiden Bender-Zwillinge, hier Sven (SB). Links ist der Schalker Julian Draxler (JD) eine Alternative, könnte mit Lewis Holtby (LH) im Zentrum das von Schalke bewährte "Draxby-Duo" bilden. Statt Müller (TM) könnte auch Mario Götze auflaufen, Marco Reus bietet sich zum testen an. Denn mehr als ein Test ist diese Variante sicher nicht, eventuell sieht die Mannschaft gegen Ende des Spiels nach mehreren Wechseln so ähnlich aus, wie hier.

Welche Variante gefällt dir am Besten? Hast du noch andere Ideen für das Spiel?